Social-Media-Defizite Kleine Firmen finden auf Facebook nicht die richtigen Freunde

Mittelständler haben große Defizite im Bezug auf Social Media, wie eine Studie zeigt. Anders als Konzerne sind sie demnach oft nicht bereit, Fachkräfte einzusetzen.

Jedes zweite kleine Unternehmen ist einer Studie der Universität Liechtenstein zufolge in sozialen Netzwerken wie Facebook vertreten – doch nur für einen kleinen Teil zahlt sich dieses Engagement auch wirklich aus. Zwar gelten soziale Netzwerke gerade für Mittelständler als ideales, kostengünstiges Marketinginstrument, doch gelingt es ihnen bislang nicht, deren Vorteile zu nutzen. Vielen fehlt eine Strategie.

Außerdem bestehen erhebliche Defizite beim Controlling der Aktivitäten: Nur knapp ein Drittel der kleineren Unternehmen überprüft laut Untersuchung die Effektivität des Social Media-Marketings. Bei den größeren Unternehmen sind es dagegen fast 60 Prozent, die regelmäßig Klicks, Likes, Freundschaftsanfragen, Nutzerzahlen sowie positive und negative Kommentare messen.

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Große Unternehmen sind präsenter in den Netzwerken

„Social-Media-Marketing zahlt sich bisher nur für größere Unternehmen aus“, sagt Sascha Kraus, Professor für Management an der Universität Liechtenstein, der die Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien erstellte. Kraus befragte mehr als 400 Entscheider aus kleinen und großen Unternehmen im deutschsprachigen Raum, welche Social-Media-Dienste sie nutzen und ob sie deren Wirksamkeit messen.

Das Ergebnis: Große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sind präsenter in den Netzwerken – und nutzen sie auch besser, weil sie genug Kapazitäten bereit halten, um dort täglich mit Kunden zu kommunizieren, etwa um ihre Marke bekannter zu machen. Kleine Unternehmen dagegen machen laut Kraus oft den Fehler, dass sie der Nutzung sozialer Medien wie Facebook intern nicht genug Aufmerksamkeit schenken. Oftmals betreue nur eine studentische Hilfskraft das gesamte Social-Media-Marketing. Kraus: „Und da wundert man sich dann auch noch, dass es nichts bringt.“ Sein Rat: Für eine erfolgreiche Präsenz eines Unternehmens auf Facebook, Xing und Twitter sei neben einer klaren Strategie die Bereitschaft nötig, ausgebildete Fachkräfte einzusetzen.

 

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