Management Lesetipps zum Zeitmanagement: Da sollten Sie mal reinschauen

Eine ganze Reihe von Büchern widmet sich dem Zeitmanagement.

Eine ganze Reihe von Büchern widmet sich dem Zeitmanagement.© Photographee.eu - Fotolia

Die Lektüre eines Buches wird zwar wohl nicht Ihr Leben verändern. Die eine oder andere Anregung können Sie aber durchaus mitnehmen. impulse gibt Lesetipps zum Thema Zeitmanagement.

Die Klassiker:

simplifyyourlife150„Simplify your life“ von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar Seiwert. Campus 2004, 388 Seiten, 19,90 Euro

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Der Urknall einer ganzen Reihe von Büchern zu Selbst- und Zeitmanagement. „Simplify your life“ liegt mittlerweile in der 16. Auflage vor, es wurde in 20 Sprachen übersetzt und weltweit über zwei Millionen Mal verkauft. Das Verrückte daran: Ausgerechnet ein evangelischer Pfarrer (Werner Tiki Küstenmacher) und ein zuvor verbeamteter BWl-Professor (Lothar Seiwert) erklären den offenbar über alle Maßen gestressten Berufstätigen, wie sie zu einem entspannteren, glücklicheren Leben finden. ihr Rezept: Vereinfachung. Das Duo startet, im Stil einer Tun-Sie-dies-tun-Sie-das-Anleitung, wo die Komplexität des Lebens bei vielen Menschen am augenfälligsten ist: beim zugemüllten Schreibtisch. Dann geht es weiter mit dem Entrümpeln – am Sinnbild einer siebenteiligen Lebenspyramide entlang. Man muss nicht esoterisch veranlagt sein, um dieses Buch zu mögen, aber es hilft. Dann kann man sich nämlich besser auf den gefühligen Schreibstil und die bisweilen doch sehr luftigen Tipps einlassen.
Der Weg zum Wesentlichen“ von Stephen R. Covey, Campus 2014, 312 Seiten, 27 Euro

Wer bedauert auf dem Sterbebett, dass er nicht mehr Zeit im Job verbracht hat? Diese Frage stellt Stephen R. Covey seinem Millionen-Bestseller voran. Es behandelt die großen Fragen, nicht das Klein-Klein des üblichen Zeitmanagements. Er will helfen, im Berufs- und Privatleben das Wichtige vom Dringenden zu unterscheiden.
Wie ich die Dinge geregelt kriege – Selbstmanagement für den Alltag von David Allen, Piper 2007, 320 Seiten, 9,99 Euro

„Getting things done“ heißt es in der Originalausgabe von US-Autor David Allen. Er rät, eine lange Liste mit sämtlichen Aufgaben anzulegen – und zwar den beruflichen und privaten –, um diese dann stur abzuarbeiten. Grundregel: Alles, was unter zwei Minuten dauert, sofort erledigen.
Ratgeber für Kreative und Chaoten:

organisierensienochoder150„Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?“ von Cordula Nussbaum, Campus 2012, 258 Seiten, 19,99 Euro

Der Corpus callosum sei das Problem, wenn man glaube, zu wenig Zeit zu haben, sagt Cordula Nussbaum. Das ist der Balken, der im Gehirn die linke mit der rechten Hälfte verbindet und so nach Ansicht der Autorin dafür sorgt, dass es „logische Ordner“- Typen gibt (die Linkshirner) und „kreative Chaoten“ (die Rechtshirner). Vor allem den rechtslastigen Hirnern soll ihr Buch eine Anleitung zum Glücklichsein liefern. Nussbaum gibt viele Anleitungen zum Sortieren nach wichtig und unwichtig, die sich allerdings auch in anderen Büchern finden. Daneben geht sie aber auch auf weniger übliche Themen ein, etwa wie anstehende aufgaben durch Bilder gedanklich strukturiert werden können. Ihre wichtigste Botschaft an alle Chaoten: Alle Welt glaubt, dass nur ein aufgeräumter Schreibtisch ein Beleg für erfolgreiches Arbeiten ist. Stimmt nicht, sagt sie: Die kreativen Chaoten arbeiten einfach nur anders. Das sei auch gut so. Und dürfe so bleiben.
„Golden Rules“ von Martin Krengel, eazybookz, 192 Seiten, 15,95 Euro

Der Autor ist Exkunstturner mit Abschlüssen in Wirtschaft und Psychologie. Er schrieb „Golden Rules“ hauptsächlich für Schüler und Studenten. Mit seiner schwungvollen Aufmachung und vielen Anleitungen zur Selbsterkenntnis ist es auch für Selbstständige gut geeignet.
„Zeit – der Stoff, aus dem das Leben ist“ von Stefan Klein, Fischer 2008, 320 Seiten, 8,95 Euro

Warum können manche Menschen mühelos ein enormes Pensum bewältigen, während andere schon bei zwei Aufgaben in Panik geraten? Stefan Klein geht dem Empfinden der Zeit auf den Grund. Unterhaltsam erzählt er, wie Stress entsteht – und warum Unternehmer so viel seltener ausbrennen als ihre Angestellten.
Aussergewöhnliche Tipps:

undmittagsgehichheim150„Und mittags geh ich heim“ von Detlef Lohmann, Linde 2012, 224 Seiten, 19,90 Euro

Wer als Unternehmer Zeit gewinnen will, muss delegieren. Einer, der diesen ebenso naheliegenden wie bekannten Managementansatz radikal in die Praxis umgesetzt hat, ist Detlef Lohmann, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens allsafe Jungfalk, das Ladegut-Sicherungen herstellt. Genervt von seinen Erfahrungen als angestellter Manager in streng hierarchischen Kommandostrukturen, schaffte er nach seinem Einstieg bei allsafe kurzerhand die üblichen Abteilungen ab und installierte an deren Stelle ein System von eigenverantwortlich arbeitenden Teams. Wie es Lohmann gelang, dieses radikale Konzept in der betrieblichen Praxis durchzuhalten, obwohl er dazu die übliche Organisationspyramide buchstäblich auf den Kopf stellte, schildert er in diesem Buch ebenso kurzweilig wie plausibel. Ein authentischer Beleg für die These, dass gerade kleine mittelständische Unternehmen durchaus geeignet sind für alternative Führungs- und Organisationsmodelle.
„Ausgetickt“ von Lothar Seiwert, ariston 2011, 320 Seiten, 19,99 Euro

Mit diesem Buch schafft Lothar Seiwert das Kunststück, die Antithese zu seinen bis dato erschienenen Bestsellern zu schreiben – um abermals einen Verkaufserfolg zu landen. Sein „Abschied vom Zeitmanagement“ postuliert, dass vor allem fremdbestimmtes Arbeiten zu Stress führt.
„Die 4-Stunden-Woche“ von Timothy Ferriss, Ullstein 2011, 352 Seiten, 9,99 Euro

Unternehmer reißen sich in 80-Stunden-Wochen den allerwertesten für die Firma auf. So weit das klassische Image. Es gehe auch anders, sagt Jungunternehmer Timothy Ferriss: Vier Stunden reichen. Wer sämtliche Tipps für bare Münze nimmt, unterliegt sicher dem Fehler, Ferriss allzu ernst zu nehmen. Unterm Strich liefert er einige Anregungen wider die Betriebsroutine.
IM_05_cover_abbinder_200Mehr zum Thema Zeitmanagement lesen Sie im impulse-Magazin 05/14.

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