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SEO-Fehler Mit welchen Fehlern deutsche Unternehmen ihre SEO-Chancen verspielen

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Wer suchet, der findet? Viele deutsche Unternehmen machen grundlegende SEO-Fehler - und verhindern so, dass ihre Webseiten bei Google gefunden werden.

Wer suchet, der findet? Viele deutsche Unternehmen machen grundlegende SEO-Fehler - und verhindern so, dass ihre Webseiten bei Google gefunden werden.© Bits and Splits / Fotolia.com

Viele Unternehmen machen auf ihren Websites grundlegende SEO-Fehler. Eine Analyse von mehr als 3500 Seiten zeigt, wo es bei der Suchmaschinenoptimierung am meisten hapert.

Wer im Internet etwas kaufen will, der googelt danach. Das verschafft denjenigen Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile, die rund um ihr Produkt ausführliche Informationen liefern und damit in Googles Suchergebnislisten auf den vorderen Rängen auftauchen. Ganz nach oben schaffen es jedoch nur Seiten von Firmen, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ernst nehmen.

Nutzen deutsche Unternehmen die Chance, durch gezielte Suchmaschinenoptimierung so viele potenzielle Kunden wie möglich zu erreichen? Dieser Frage ist die Kölner Online-Agentur mindshape nachgegangen: Im ersten Quartal 2016 analysierte sie die Internetseiten von 3513 deutschen Unternehmen. Dieselben Seiten hatten die SEO-Experten bereits ein Jahr zuvor unter die Lupe genommen.

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Das Ergebnis: Zwar schneiden die untersuchten Internetseiten minimal besser ab als noch 2015. Dennoch liegt sowohl technisch, als auch inhaltlich einiges im Argen – und führt dazu, dass die Firmenwebsites für die Google-Nutzer quasi unsichtbar bleiben. Der Analyse hat zufolge ein Großteil der Seiten einen Sistrix-Sichtbarkeitsindex von 0,0: Das heißt, es ist nicht zu erwarten, dass über Google Besucher auf die Seite kommen, weil die Seite nicht in den Suchergebnissen angezeigt wird (den eigenen Sistrix-Sichtbarkeitsindex können Sie übrigens hier überprüfen).

„Die deutsche Wirtschaft verschenkt weiterhin enormes Umsatzpotenzial mit ihren Unternehmenswebsites“ – so lautet dann auch die schonungslose Bilanz der SEO-Experten. Die folgenden SEO-Fehler stellte mindshape bei besonders vielen der untersuchten Seiten fest:

Zu wenig Text.

Viele Unternehmer halten SEO für technisches Hexenwerk und legen die Verantwortung hierfür nur allzu gern in die Hände von Programmierern. Dabei übersehen sie jedoch, dass hochwertiger und umfassender Inhalt einer der wichtigsten Faktoren bei der Suchmaschinenoptimierung ist. In kurzen Texten tauchen kaum Begriffe rund um das Thema der Seite auf – das macht es Google unnötig schwer zu erkennen, worum es eigentlich geht. Informative, ausführliche Texte mit vielen Schlüsselbegriffen hingegen stuft Google als relevant ein.

Deutsche Unternehmen nutzen diese Chance jedoch nicht: Durchschnittlich enthielten die untersuchten Seiten magere 223 Wörter. Zu wenig – nicht nur für Google, sondern womöglich auch für die Nutzer: Denn die wollen schließlich wissen, was sie kaufen.

Zu wenig Informationen über das Thema der Seite.

Worum geht es auf der Website? Darüber gibt der Seitentitel Auskunft – das ist der blaue Link, auf den die Nutzer in den Suchergebnissen klicken können. Dieser so genannte „Title“ ist nicht nur für Google wichtig, sondern auch für die Nutzer, die bei Google suchen: Er hilft ihnen, das Thema der Seite auf einen Blick zu erfassen.

Jedoch nutzen längst nicht alle Unternehmen die Chance, mit Hilfe der Seitentitel Nutzerführung und Suchmaschinen-Platzierung zu optimieren: 19 Prozent der untersuchten Seiten hatten keine Titles, 11 Prozent verwendeten auf allen Unterseiten denselben Title.

Die so genannte Meta Description (das ist der schwarze Text, der in den Google-Suchergebnissen unter dem Link angezeigt wird) war sogar nur bei jedem dritten Onlineangebot auf allen Unterseiten gepflegt – dabei liefert sie wichtige Klick-Anreize für die Google-Nutzer.

Was genau Title und Meta Description sind, verdeutlicht der folgende Screenshot einer Google-Suchergebnisseite (Bild unten): „Seminare für Unternehmer und Selbstständige“ ist hier der Title der Webseite, „Die impulse-Akademie in Hamburg …“ die Meta Description.

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Bilder nicht beschriftet.

Nur 15 Prozent der Bilder auf den untersuchten Seiten verfügten über ein Alt-Attribut. Dieser Text hilft der Suchmaschine zu verstehen, was auf dem Bild zu sehen ist. Das ist wichtig, um bei Google eine bessere Platzierung zu erreichen. Wie Bilder zur Suchmaschinenenoptimierung einer Seite beitragen können, lesen Sie ausführlich in unserem Artikel „Bilder-SEO: 5 Tipps, wie Sie mit Bildern Ihr Google-Ranking verbessern“.

Website nicht für mobile Geräte optimiert.

Knapp drei Viertel der Unternehmen im Test hatten ihre Webseiten nicht für die Darstellung auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets optimiert. Damit verschenken sie viel Potenzial, denn seit dem Google-Update im April 2015 bevorzugt die Suchmaschine in der mobilen Suche so genannte responsive Webseiten, die auch auf dem Smartphone gut aussehen. Immerhin ist hier ein klarer positiver Trend erkennbar: 2015 waren sogar nur 15 Prozent der untersuchten Seiten für mobile Geräte optimiert, dieser Wert hat sich also deutlich verbessert.

Social-Media-Auftritte nicht verlinkt.

Google berücksichtigt beim Ranking so genannte „Social Signals“: Darunter versteht man Interaktionen in sozialen Netzwerken, wenn also zum Beispiel ein Nutzer einen Facebook-Beitrag kommentiert, teilt oder auf „gefällt mir“ klickt. Je bekannter die Social-Media-Profile eines Unternehmens, desto größer ist die Chance auf Social Signals und damit auf eine gute Platzierung auf Google.

Laut der mindshape-Analyse lassen deutsche Firmen dieses Potenzial jedoch häufig ungenutzt: Nur jedes dritte Unternehmen verlinkt von der Startseite aus auf seine Facebook-Seite. Die anderen sozialen Netzwerke werden noch stiefmütterlicher behandelt: Nur jede vierte Webseite verweist auf Twitter, 11 Prozent auf Xing, 8 Prozent auf LinkedIn. Auffällig: Vor allem Branchen mit hohem B2B-Anteil vernachlässigen Social Media.

Technische Grundlagen vernachlässigt.

Google honoriert es, wenn Seiten technisch einwandfrei programmiert sind und die Suchmaschine die Inhalte leicht erfassen kann. An diesen technischen Grundlagen hapert es jedoch: Laut der Analyse ist auf 42 Prozent der untersuchten Seiten keine robots.txt vorhanden – diese kleine Textdatei wird auf dem Webserver abgelegt und gibt Hinweise, welche Teile der Seite von Google gesehen werden sollen und welche nicht.

Für mindshape ist das Fehlen einer robots.txt ein Indiz dafür, dass eine Seite nicht einmal rudimentär für Suchmaschinen optimiert wurde. Andere technische Hilfsmittel wie eine XML-Sitemap werden sogar noch von deutlich weniger Unternehmen genutzt, um ihre Seiten für Google benutzerfreundlicher zu gestalten.

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4 Kommentare
  • Monika Rimbach-Schurig 7. Juni 2016 11:44

    Ich kann mich nur der Kommentierung von Frau Blohm anschließen.
    Auch meine Seite wird unter dem Sistrix Index mit 0,0 bewertet.
    Dennoch findet man mich sofort im Internet unter [URL durch Admin entfernt wegen Eigenwerbung. Bitte beachten Sie unsere Netikette: http://www.impulse.de/netikette-von-impulse-de ]. Auch ist meine Website responsived. Meine Artikel haben zum größten Teil über 300 Wörter….

    Auch wenn Sixtrix weder diesen Artikel, noch die Untersuchung unterstützt, wäre ein Hinweis auf eine Anzeige besser aufgehoben.
    Es gibt ja auch noch andere Anbieter die Webseiten prüfen.
    Beste Grüße
    Monika Rimbach-Schurig

    • Angelika Unger 7. Juni 2016 13:18

      Guten Tag Frau Rimbach-Schurig,

      als Anzeige werden bei uns – wie in allen anderen seriösen Medien auch – Inhalte gekennzeichnet, für deren Erstellung die Redaktion Geld erhalten hat. Der Sichtbarkeitsindex ist nur eine Stellschraube von vielen, an denen man bei der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen drehen kann. Er gilt jedoch unter SEO-Experten als wichtige Kennzahl.

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger

  • Stefan Blohm 19. Mai 2016 10:16

    Na ja, meine Seite [URL durch Admin entfernt wegen Eigenwerbung. Bitte beachten Sie unsere Netikette: http://www.impulse.de/netikette-von-impulse-de ] hat einen Sistrix Index von 0,0. Sie ist aber für Mobile optimiert, dank Jimdo SEO-mäßig recht gut und – was am wichtigsten ist – bei Google außerordentlich gut Auffindbar. Zum Beispiel mit der Stichwortkombi Verhandlungsberatung Geschäftsentwicklung.

    Ich habe den Eindruck, der Artikel dient eher der Kundengewinnung für Sistrix durch Verunsicherung und sollte ehrlicherweise als Anzeige gekennzeichnet sein.

    Schöne Grüße
    Stefan Blohm

    • Angelika Unger 19. Mai 2016 10:36

      Guten Tag Herr Blohm,

      weder der Artikel, noch die Studie wurden von Sistrix bezahlt. Vielmehr gilt der Sichtbarkeitsindex – neben dem MozRank – als einer der Schlüsselindikatoren im SEO-Bereich.

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger

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