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Social-Media-Interaktionsrate steigern 12 Ideen, die Ihre Facebook-Fans zum Mitmachen bewegen

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Zum Hüpfen und Jubeln müssen Sie Ihre Facebook-Fans nicht bringen - für die Interaktionsrate sind Klicks, Likes, Shares und Kommentare entscheidend.

Zum Hüpfen und Jubeln müssen Sie Ihre Facebook-Fans nicht bringen - für die Interaktionsrate sind Klicks, Likes, Shares und Kommentare entscheidend.© Koecki / photocase.de

Sie haben zwar einige Fans auf Facebook, aber in Ihrem Kanal tut sich nichts? Unsere 12 Ideen sorgen für mehr Likes, Shares und Kommentare - versprochen!

Manchmal ist es wie verhext: Sie haben zwar ein paar hundert, vielleicht sogar ein paar tausend Fans bei Facebook. Aber wenn Sie etwas posten, reagiert: niemand!

Zunächst einmal: Dass immer jeder reagiert, können Sie nicht erwarten. Facebook-Nutzer bekommen nämlich nicht alle Inhalte auf ihrer Pinnwand angezeigt (das wären einfach zu viele), sondern nur die, die Facebook für besonders relevant hält. Nach Berechnungen von Locowise erreichten Beiträge von Facebook-Seiten im Jahr 2015 zwischen 7,1 und 8,4 Prozent der Fans. Doch je öfter Ihre Fans mit Ihrer Seite interagieren, je öfter sie dort „Gefällt mir“ klicken, Beiträge kommentieren oder teilen, desto größer die Chance, dass sie in Zukunft wieder Beiträge von Ihrer Seite angezeigt bekommen. (Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel: „Newsfeed-Algorithmus: Wie Sie mehr Ihrer Facebook-Fans erreichen“).

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Vor kurzem hat Facebook seinen Algorithmus erneut angepasst: Beiträge von Freunden werden nun bevorzugt angezeigt. Das macht das Leben für Unternehmen noch schwerer – und Interaktionen der eigenen Fans noch wertvoller. Denn wenn ein User einen Beitrag etwa auf seiner Pinnwand teilt, sehen ihn seine Freunde. Die Interaktionsrate zu steigern ist also das Ziel: die eigenen Fans dazu bringen, Beiträge zu liken, zu teilen und zu kommentieren. Am besten funktioniert das mit visuellen und emotionalen Inhalten, empfehlen Experten. Aber was soll man da posten? Wir liefern Ihnen 12 Ideen für Ihre Social-Media-Planung.

1. Seien Sie nostalgisch.

Ihr Unternehmen blickt auf eine lange Firmengeschichte zurück? Prima! Auch das können Sie für Social Media nutzen, denn dort schwelgen viele gern in Erinnerungen. Zeigen Sie alte Firmenlogos, Ihr allererstes Produkt oder ein 30 Jahre altes Foto aus dem Büro mit Dauerwellen und Commodore-Brotkasten-Computern.

2. Erlauben Sie einen Blick hinter die Kulissen.

Viele Unternehmen sind für ihre Kunden nur ein Name auf einer Rechnung und eine Stimme am Telefon. Vor allem für sie kann es lohnen, die Firma für Social Media zu öffnen und zu zeigen, dass dort echte Menschen arbeiten: Der Blick aus dem Bürofenster, die Arbeit in der Fertigungshalle oder der Geburtstagskuchen in der Teeküche sind lohnende Bildmotive für die sozialen Netzwerke. Aber auch für Branchen mit Publikumsverkehr wie Handel oder Gastronomie lohnt sich der Blick hinter die Kulissen: Wie wär’s mit Fotos vom Großmarkt oder aus dem Lager?

Solche Einblicke kommen bei den Fans gut an – sie lassen das Unternehmen sympathisch und nahbar wirken. Das Fensterbau-Unternehmen „Rolladen Müllers“ etwa, das im Februar für Social-Media-Wirbel sorgte, lässt die Fans auf diese Weise etwa an der Mittagspause seiner Mitarbeiter teilhaben.

 3. Bringen Sie Ihre User zum Lachen.

Ab und zu darf auch das seriöseste Unternehmen mal lustig sein. Warum also nicht mal das posten, was Sie selbst zum Lachen gebracht hat? Für große Facebook-Resonanz sorgen regelmäßig Anekdoten aus dem Büroalltag, etwa die Kundenzuschrift in Gedichtform, die Geschichte eines kuriosen Anrufs oder das Foto der lustigen Weihnachtskarte (alles natürlich anonymisiert!). Oder wie wär’s mit einem „Schönes Wochenende“-Posting samt Comic oder witzigem Spruch?

Aber Vorsicht: Humor bitte dosieren, sonst kann’s nerven!

4. Zeigen Sie Vorher-Nachher-Vergleiche.

Ob Friseur, Innenarchitekt oder Ernährungsberater: Mit Vorher-Nachher-Fotos können Sie zeigen, wie gut Ihr Angebot funktioniert. Friseur Ralf Steinhoff aus Reutlingen etwa setzt mit großem Erfolg darauf:

5. Recyceln Sie Ihre erfolgreichsten Inhalte.

Ihre Postings erreichen niemals all Ihre Fans – sei es, weil sie gar nicht erst angezeigt werden oder weil sie in der schieren Masse untergehen. Zudem wächst die Anzahl Ihrer Fans und Follower (hoffentlich) stetig. Daher ist es nicht verwerflich, wenn Sie zeitlose, interessante Inhalte nach einer Weile noch einmal posten – vor allem dann, wenn sie beim ersten Mal gut angekommen sind. Was beim ersten Mal für viele Likes und Shares sorgte, funktioniert ganz sicher noch einmal gut!

Wer regelmäßig Beiträge veröffentlicht, kann beispielsweise auch darüber nachdenken, die erfolgreichsten als „Best of“ der Woche oder des Monats offensiv noch mal zu posten.

6. Zeigen Sie Ihre Produkte in Aktion.

Wenn Sie erklärungsbedürftige Produkte herstellen oder verkaufen, ist Facebook Ihre Chance, sie Ihren Fans in Aktion vorzuführen. Wie kommt ein Staubsaugerroboter in einer verwinkelten Wohnung klar? Bleibt das Handy wirklich heil, wenn es in der Schutzhülle auf den Boden fällt? Hier eignen sich Videos, die – siehe Tipp 11 – bei Facebook viele Vorteile haben.

Viele Produkte lassen sich auf kreative Weise verwenden: Ihr Brotaufstrich macht sich sicher auch als Topping für Eis oder Joghurt gut und mit Ihrem innovativen Fön kann man bestimmt auch langhaarige nasse Hunde fönen. Haben Sie Mut zu ungewöhnlichen oder schrägen Ideen!

7. Zitieren Sie.

Zitate und Sprüche werden in sozialen Netzwerken gern geteilt, vor allem dann, wenn sie witzig oder inspirierend sind. Es muss nicht immer gleich ein Goethe-Aphorismus sein! „Der frühe Vogel braucht viel Kaffee“ für ein Café oder „Ich liebe es, mit Wein zu kochen. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen“ für einen Weinladen sorgen für Lacher – und Likes – bei Ihren Fans, vor allem wenn sie typografisch hübsch gestaltet als Bild hochgeladen werden.

Pinterest und die Google-Bildersuche sind hier eine unerschöpfliche Quelle für Ideen. Gestaltete Zitate anderer dürfen Sie aber nicht einfach kopieren, sondern müssen Sie selbst optisch aufarbeiten. Tools wie Canva können denen helfen, deren Kenntnisse der Bildbearbeitung nicht ausreichen.

Auch für gesellschaftspolitische Statements lassen sich Zitate nutzen: Das Modeunternehmen Glore, mit einem Onlineshop und Filialen in mehreren deutschen Städten, positioniert sich mit diesem Zitat gegen Rechts.

8. Teilen Sie Infografiken.

Visuell aufbereitete Informationen funktionieren in sozialen Netzwerken besonders gut – dazu gehören auch Infografiken. Teilen Sie daher interessante Infografiken mit Ihren Fans, die zu Ihrem eigenen Angebot passen. Viele Beispiele finden Sie beispielsweise auf Pinterest oder bei Dailyinfographic.com – beim Teilen aber unbedingt die Urheberrechte beachten! Nicht alle Anbieter von Infografiken sind einverstanden, wenn ihre Werke weiterverbreitet werden.

Infografiken kann man auch ohne Grafiker und Designerfahrung selbst erstellen – mit Hilfe von Tools wie Easel.ly oder Infogrfx.com. Probieren Sie’s aus!

9. Veranstalten Sie ein Gewinnspiel.

Wenn es etwas umsonst gibt, stehen die Leute Schlange – dieses uralte Prinzip können sie sich auch bei Social Media zunutze machen: indem Sie ein Gewinnspiel veranstalten. Stellen Sie Ihren Fans etwa eine Quizfrage oder bitten Sie sie, einen Beitrag zu kommentieren. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn Sie dabei Preise aus dem eigenen Sortiment ausloben.

Wichtig: Bei Facebook müssen Sie dabei die Richtlinien für Gewinnspiele beachten! So darf man die Teilnahme etwa nicht daran zu knüpfen, dass Fans das Gewinnspiel auf ihrem persönlichen Profil teilen.

Mit großem Erfolg macht etwa der Ledertaschenhersteller Gusti Leder Gewinnspiele, der in seinem Marketing voll auf Social Media setzt. Gründer Pietsch bloggt übrigens regelmäßig bei impulse.

10: Machen Sie eine Umfrage.

Nutzen Sie den direkten Draht zu Ihren Kunden, den Sie durch Social Media haben, für eine Mini-Marktforschung: indem Sie Ihren Fans Fragen zum eigenen Produkt stellen. Auch hierfür liefert Gusti Leder (siehe Tipp 9) eine erfolgreiche Blaupause.

11: Setzen Sie bewegte Bilder ein

Facebook liebt Videos und tut viel dafür, den Anteil an Bewegtbild zu erhöhen. So werden Videos öfter in der Timeline der Fans angezeigt als andere Inhalte, zudem starten sie automatisch.

Natürlich sind Videos aufwendiger zu produzieren als Fotos, doch man braucht nicht unbedingt eine High-End-Kamera, um ein kleines Video für Facebook zu drehen. Gusti Leder etwa nutzt dafür die Frontkamera des iPads. Wichtig: Da viele Nutzer Facebook ohne Ton verwenden, sollten Untertitel nicht fehlen.

Eine gute Möglichkeit für Bewegtbild-Einsteiger sind die Slideshows, die Facebook vor einiger Zeit eingeführt hat. Dafür lädt man einfach mehrere Bilder hoch und wie beim guten alten Diavortrag werden sie hintereinander abgespielt. Eine Möglichkeit, die auch wir von impulse gleich ausprobieren mussten.

12: Lassen Sie Ihre Fans mitmachen.

„Fotografieren Sie sich selbst mit unserem Produkt“ – solche Wettbewerbe funktionieren in den sozialen Netzwerken oft bestens. Sie lassen sich auch mit einem Thema verknüpfen – beispielsweise Fotowettbewerbe nach Jahreszeiten, nach Farben oder zu saisonalen Anlässen. Noch mehr Resonanz bekommen Sie, wenn Sie Preise für die originellsten Beiträge ausloben (siehe Gewinnspiele).


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1 Kommentar
  • Jürgen Clausen 3. August 2016 23:00

    Das alles nutzt wenig: facebook möchte Geld verdienen, und deshalb verweigert es an den meisten Tagen der Woche, Deine Beiträgen vielen Nutzern zu zeigen. Erst wenn Du zahlst, vergrößert sich die Zahl der Nutzer, denen Dein Beitrag gezeigt wird. Ab und zu macht Facebook es auch ohne Bezahlung, damit man sieht, dass es ganz gut laufen kann.

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