Wettbewerbsanalyse im Online-Marketing So sichern Sie sich Wettbewerbsvorteile

Wer mit seinem Online-Marketing Erfolg haben will, muss den Wettbewerb kennen. Eine fundierte Wettbewerbsanalyse bietet die Grundlage.

Wer mit seinem Online-Marketing Erfolg haben will, muss den Wettbewerb kennen. Eine fundierte Wettbewerbsanalyse bietet die Grundlage. © annette shaff / Fotolia.com

Wettbewerbsanalyse und -beobachtung sind ein wichtiger Baustein beim Online-Marketing. Wie Sie Ihrer Firma in drei Schritten handfeste Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Die eigene Konkurrenz zu analysieren und zu beobachten, ist in jeder Branche wichtig. Der Vorteil beim Online-Marketing: Sie können viele Maßnahmen Ihrer Mitbewerber im Internet ohne Probleme verfolgen und auswerten.

Bei einer initialen Wettbewerbsanalyse identifizieren Sie zunächst die relevanten Online-Wettbewerber und ermitteln deren Stärken und Schwächen. Dadurch sind Sie in der Lage, Ihre eigene Position im Marktumfeld einzuordnen – das senkt das Risiko, am Markt überrumpelt zu werden.

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Um die Entwicklungen der Marktbegleiter zu erfassen, ist eine langfristige Wettbewerbsbeobachtung nötig. So können Sie in bestimmten Fällen sogar voraussagen, wie sich das Online-Verhalten einzelner Wettbewerber entwickeln könnte – das gibt Ihnen die Chance, eine Gegenstrategie zu entwerfen. Für eine erfolgreiche Online-Konkurrenzanalyse sind drei Schritte nötig:

Schritt 1: Mitbewerber identifizieren

Ermitteln Sie zunächst die wirklich relevanten Mitbewerber beim Onlinemarketing. Hierfür sollten Sie verschiedene Optionen nutzen. Diese zwei Varianten sind ein guter Einstieg:

  • Konkurrenten ermitteln, die in der Google-Suche für gleiche und ähnliche Keywords ranken
  • Konkurrenten ermitteln, die bei Google AdWords Werbeanzeigen für gleiche Produkte / Dienstleistungen schalten

Schritt 2: Schwachstellen der Mitbewerber finden

Identifizieren Sie die Schwachstellen der Konkurrenz! Denn dann können Sie dort gezielt ansetzen. Ein Wettbewerber nutzt beispielsweise keine Social-Media-Kanäle, obwohl die (gemeinsame) Zielgruppe dort nachweislich erreichbar ist? Dann lohnt es sich, eine noch intensivere Social-Media-Strategie zu konzipieren, um den Wettbewerber langfristig auf Abstand zu halten.

Schritt 3: Von Stärken der Mitbewerber lernen

Lassen Sie sich von den Stärken der Mitbewerber inspirieren! Ziel dabei darf es aber nie sein, fremde Strategien zu kopieren und blindlings zu übernehmen. Stattdessen sammeln Sie Inspirationen für die eigene Online-Strategie, um diese mit eigenen Erfahrungen zu kombinieren und zu testen.

Das folgende Beispiel zeigt konkret, wie dies funktionieren kann:

Egal ob im B2B- oder im B2C-Bereich: es ist enorm wichtig, Vertrauen zu potenziellen Kunden aufzubauen. Noch immer haben viele User beim Surfen Zweifel über die Vertrauenswürdigkeit eines Angebots und neigen zu Skepsis. Vertrauen muss man sich also verdienen. Gelingt dies, steigert es fast immer die Abschlussrate – unabhängig davon, welche Ziele für eine Website definiert sind.

Untersuchen Sie, wie es den Mitbewerbern gelingt, Vertrauen zu den (gemeinsamen) potenziellen Kunden aufzubauen. Der Wettbewerb ist online schließlich nur einen Klick entfernt – daher wird der User regelmäßig dort kaufen, wo er sich am wohlsten und am sichersten fühlt.

Welche vertrauensbildenden Elemente – das können Gütesiegel, Zertifizierungen oder Referenzen sein – setzen Ihre Mitbewerber ein? Und an welchen Stellen? Interessant sind vor allem brancheninterne Gütesiegel, die Mitbewerber bereits einsetzen, Sie selbst aber nicht.

Prüfen Sie zudem, wie die Konkurrenz Kundenbewertungen (Testimonials) einsetzt und an welchen Stellen diese positioniert sind. Lassen Sie sich inspirieren und versetzen Sie sich immer in die Situation des Users. Hinterfragen Sie die Wirkung der Elemente und prüfen Sie, ob eine ähnliche Einbindung auch auf Ihrer Website sinnvoll ist. Haben Sie den Anspruch, es noch besser zu machen!

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2 Kommentare
  • Ralph 17. Januar 2016 19:56

    Angenehm geschrieben, vielen Dank. Gut, inhaltlich auch nur Binsenweisheiten (klar, denn das wirklich Wichtige passiert auf einer anderen Ebene), aber wer will schon nörgeln.

  • Jan Tappe 16. Januar 2016 11:12

    Hallo Paul,

    der Artikel gibt einen ersten „Impuls“ für den interessierten Leser, ganz im Sinne Eurer Seite. Mir fehlt persönlich allerdings ein Bisschen die Tiefe. Sehr schön sind die Absätze mit der Trustbildung, hier findet der Interessent konkreten Mehrwert durch Deine Beispiele.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Eure Leser an ähnlichen Beispielen bei den Unterpunkten Schritt 2 und 3 interessiert wären. In Sachen Mitbewerberanalyse und Beobachtung gibt es zahlreiche, recht einfach zu erlernende Tools, mit denen Du und ich zwar jeden Tag umgehen, die ein Einsteiger vielleicht aber erst einmal gar nicht kennt.

    Beispiele hier sind die Online Marketing Analyse Tools von searchmetrics, MOZ oder das von mir bevorzugte Tool von SEMrush. Mit diesen Werkzeugen können Backlinkaufbau (wo sind Backlinks meiner Mitbewerber platziert?), PPC Sichtbarkeit (Investiert mein Mitbewerber in AdWords oder nicht), Keyword Ranking (welche Plätze sind für mich schwierig einzunehmen, welche einfach), Social Media und so weiter analysiert werden.

    Ich könnte mir vorstellen, dass in diesem Zusammenhang einer meiner eigenen Artikel eine interessante und wertvolle Ergänzung für Eure Leserschaft darstellt. Man findet ihn unter

    https://www.jantappe.de/seo-fuer-kleine-unternehmen-teil-2-mitbewerberanalyse/

    Viele kollegiale Grüße vom verschneiten Münchner Stadtrand
    Jan

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