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Wie funktioniert Influencer Marketing? So setzt man Blogger und Social-Media-Stars als Werbepartner ein

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Der Sportmodehersteller  Nike hat sich Mario Götze als Influencer gesucht. Der Fußballer postet regelmäßig Bilder mit Nike-Kleidung auf seiner Instagram-Seite. Damit erreicht das Unternehmen alle 8,2 Millionen Follower des Kickers.

Der Sportmodehersteller Nike hat sich Mario Götze als Influencer gesucht. Der Fußballer postet regelmäßig Bilder mit Nike-Kleidung auf seiner Instagram-Seite. Damit erreicht das Unternehmen alle 8,2 Millionen Follower des Kickers.© impulse

Blogger oder Social-Media-Stars erreichen Hunderttausende Menschen. Als Werbepartner werden Sie damit - auch für kleine Unternehmen - immer attraktiver. So funktioniert das so genannte Influencer Marketing.

impulse.de Herr Heddergott, was macht eigentlich ein Influencer?

Kai Heddergott: Influencer sind Blogger oder Leute, die viele Follower auf Facebook, Twitter oder Xing haben und sich mit einem Thema gut auskennen. Modeblogger zum Beispiel. Sie setzen Trends und empfehlen ihren Lesern Produkte oder Marken. Auf Deutsch bedeutet Influence Einfluss.

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In den USA wird Influencer Marketing viel genutzt. Wie funktioniert das genau?

Dabei arbeiten Unternehmen meist mit Bloggern zusammen, die gut zu ihrem Produkt passen. Ein Pralinengeschäft, das eine neue Sorte auf den Markt bringt, kooperiert beispielsweise mit einem Food-Blogger. Der probiert das Produkt oder schaut sich die Herstellung an und berichtet anschließend in seinem Blog darüber.

Was ist der Unterschied zur klassischen Werbung?

Gute Blogger berichten über positive und negative Dinge, die ihnen aufgefallen sind. Ihre Leser finden sie deshalb authentisch. Und das Unternehmen erreicht seine Zielgruppe viel besser: Wer einen Food-Blog liest, interessiert sich grundsätzlich schon mal fürs Essen.

Wie finden Firmen Influencer?

Es gibt Agenturen, die professionell danach recherchieren. Wer selbst Influencer finden will, sollte nach Schlagworten suchen, die für sein Produkt wichtig sind, und schauen, welche Blogs oder Social-Media-Profile dazu weit oben in den Suchergebnissen auftauchen. Bei Twitter kann man gucken, welche Nutzer regelmäßig dazu schreiben. Aussagekräftig ist das Tool FanPageKarma. Es zeigt beispielsweise, wie oft ein Tweet retweetet wird. Viele Follower sind nämlich nicht alles. Wichtig ist auch, wie oft die Follower Inhalte weitergeben. Schließlich sollen sie sich weit verbreiten.

Gibt es Branchen, in denen Influencer Marketing besonders gut funktioniert?

Ja, bei den Themen Mode und Essen, weil sich dort in den vergangenen Jahren viele Blogger etabliert haben. Grundsätzlich aber gilt: Ich muss schauen, wo meine Zielgruppe unterwegs ist und dort einen passenden Influencer finden. Das kann im B2B-Bereich auch jemand sein, der auf Xing oder LinkedIn sehr aktiv ist und etwa auf meine Website oder meine Produkte verweist

Was kostet die Zusammenarbeit mit einem Influencer?

Das hängt von dessen Bekanntheitsgrad ab. Manche arbeiten im Tausch gegen das jeweilige Produkt. Andere gegen Honorar für Text und Foto. Von kostenlos bis zu mehreren Tausend Euro ist alles dabei. Von etablierten Unternehmen verlangen Influencer oft mehr Geld als von kleinen, unbekannten.

 

Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 03/2017

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