Mitarbeiter motivieren Die 10 wichtigsten Erfolgsfaktoren für motivierte Mitarbeiter

Wer seine Mitarbeiter motivieren will, sollte wissen, was ihnen wirklich wichtig ist: das prall gefüllte Konto am Monatsende - oder doch eher Kaffee und Gleitzeit? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

Wer Spaß an der Arbeit hat, arbeitet produktiver, das wissen wohl die meisten Chefs. Aber wie kann man seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren? Antworten auf diese Frage gibt die repräsentative Studie „Arbeitsmotivation 2016“ der ManpowerGroup Deutschland. Im April 2016 wurden hierfür mehr als 1000 Deutsche ab 18 Jahren befragt.

Geld allein motiviert nicht

Der Stellenwert von Geld als Motivationsfaktor nimmt den Ergebnissen zufolge weiter ab – ein ermutigendes Ergebnis für Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen, die häufig nicht so hohe Gehälter zahlen können wie Konzerne. Für zwei Drittel der Berufstätigen sind demnach nette Kollegen und interessante Arbeitsinhalte wichtiger als ein prall gefülltes Konto am Monatsende. „Einen gut bezahlten Beruf, der mich langweilt oder stresst, möchte ich nicht ausüben“ – dieser Aussage stimmten acht von zehn Befragten zu.

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Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer fühlt sich in familiärer Arbeitsatmosphäre ohnehin wohler: Nur 42 Prozent der Befragten würden einen großen Konzern einem kleinen unhabergeführten Unternehmen vorziehen.

Was aber hebt die Arbeitsmoral, wenn nicht Geld? Die 10 wichtigsten Motivationsfaktoren der Deutschen im Job stellen wir in der Bildergalerie über diesem Artikel vor.

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6 Kommentare
  • Holger B 20. Mai 2016 09:48

    Allen Interessierten und insbesondere den „kommentierenden Kritikern“ empfehle ich einen Blick auf die grundlegenden Arbeitswissenschaften: Schon vor über 50 Jahren gab es die Motivationsthemen z.B. auch von Herzberg.

    Dabei wurde immer und immer wieder festgestellt, dass Entlohnung „ein Hygienefaktor“ und „kein Motivationsfaktor“ ist.

    Sprüche a la „am Ende des Monats zählt nur das Geld“ missachten diese Grundlagen! Richtig ist der Teil „wenn zuwenig gezahlt wird, dann helfen auch die anderen Programme nicht die Motivation spürbar zu heben“. Ein anderer Teil ist extrem oberhalb der normalen Bezahlung – jemand der z.B. 100.000 Euro im Monat erhält, der ist nicht durch weitere 10.000 Euro mtl. stärker zu motivieren!
    Bei angemessener Bezahlung gelten jedoch durchaus die verschiedenen Faktoren als Motivation – und zwar dauerhafter als weitere Zahlungen.

    Um es mit der Maus zu halten: Klingt komisch – is aber so.

  • Günther H. Schust 19. Mai 2016 16:05

    Erfolgreiche Unternehmen begreifen den Mitarbeiter nicht als mechanistisches Instrument, das nur für Geld und Statussymbole arbeitet, sondern als Mitglied einer „Sport-Mannschaft“, die das strategische Unternehmens-/Bereichsziel und/oder Geschäftsmodell einer möglichen Zukunft kennt, mit dem sie sich identifizieren kann.
    Leider ist dies bei vielen Betrieben aber nicht der Fall, so dass diese sich die Mitarbeiter „kaufen“ müssen, damit vage formulierte Ziele mitgetragen werden – vor allem weil diese z.T. am nächsten Tag schon wieder obsolet sind. Da helfen auch keine schönen Blumen-, Cafe´-, Mittagskantinen und kostenlose Fitnesscenter, etc.
    Nur wenn Menschen Gelegenheit bekommen, sich aktiv an der Gestaltung der Aufgaben beteiligen können, wenn sie Freiraum vorfinden, Unterstützung der Führungskraft erhalten und nicht ständig unter- bzw. überfordert werden, dann kommt es zur (Selbst-)Motivation und damit auch zu außergewöhnlichen Leistungen…

  • Ruediger Kabas 19. Mai 2016 07:41

    Guten Morgen

    Kaffee und Getränke werden in vielen Firmen abgeschafft um Kosten zu sparen. Das selbe gilt für aufwendige Begrünung und Deko. Die Atmosphäre hat mehr mit dem Verhältnis der Mitarbeiter untereinander zu tun als mit dem Unternehmen.
    Ich könnte diese Aufzählung weiterführen und es führt immer zum selben Ergebnis.

    Bei dieser Art der Umfragen wird gerne sozial verträglich geantwortet damit man im Main Stream erscheint. Das führt zu dieser Art von Antworten.

    Am Endes des Monats zählt nur was auf dem Konto ist. Der Rest sind Verzierungen über die gerne gesprochen und diskutiert wird.

    R.K

  • Rüdiger 18. Mai 2016 16:22

    2 Fragen für die Studie und das noch ohne Gehalt als Antwortoption. Dann kann man diese Studie beruhigt in den Papierkorb legen.

    Diese obigen Minimotivatoren funktionieren nur dann auf Dauer wenn auch die Entlohnung eines Mitarbeiters auf einem leistungsgerechten Niveau ist.

    Sollte am 19.ten des Monats noch mehr Tage als Geld zur Verfügung stehen, wird sich wohl kaum jemand wegen eines Blümchen oder Kaffees für seines Boss übergebühr ins Zeug legen.

  • Tobias Schmitz 18. Mai 2016 12:16

    Wie ist denn die Frage zur Erstellung der Charts gewesen? Wurde das Gehalt dabei außen vor gelassen?
    Schwer vorstellbar, dass kleine Aufmerksamkeiten wie Blumen und Schokolade mehr motivieren als ein als angemessen wahrgenommenes Gehalt.

    • Angelika Unger 18. Mai 2016 12:57

      Hallo Herr Schmitz,

      das waren tatsächlich zwei verschiedene Fragen. Die eine lautete: Welche Rolle spielt für Sie das Gehalt als Motivationsfaktor im Job? Die andere: Welche dieser Faktoren wirken bzw. würden sich positiv auf Ihre Arbeitsmoral auswirken? (hier taucht Gehalt nicht in den Antwortoptionen auf). Alle Ergebnisse der Studie können Sie hier herunterladen: https://www.manpower.de/neuigkeiten/studien-und-research/studie-arbeitsmotivation/

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger

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