Leadership Wie Unternehmer ihre Mitarbeiter für den Wandel begeistern können

Manche Mitarbeiter fürchten Veränderungen - nicht nur wenn es um die Ausstattung des Büros geht. Mit Hilfe von Leadership können Unternehmer die Widerstände überwinden.

Manche Mitarbeiter fürchten Veränderungen - nicht nur wenn es um die Ausstattung des Büros geht. Mit Hilfe von Leadership können Unternehmer die Widerstände überwinden.© Robert Kneschke / Fotolia.com

Selbstbewusste Mitarbeiter mit Freiheiten treiben Veränderungen im Unternehmen voran. Gute Führungskräfte ermutigen sie dazu. Sie begegnen aber auch Zweiflern mit Respekt.

Veränderungen bewältigen Unternehmen nicht allein durch ein straffes Management, das sich um Budgets, Abläufe, Warenfluss und Qualitätskontrolle kümmert. Vielmehr sind zusätzlich Kriterien des so genannten „Leaderships“ erforderlich. Darunter verstehen wirtschafts- und gesellschaftswissenschaftliche Vordenker, dass Chefs ihre Beschäftigten begeistern und motivieren.

Neugier ist wichtiger als Weisungsgehorsam

Früher ging es bei Führung in erster Linie darum, Perfektion zu verlangen, Konflikte zu vermeiden, Menschen zu befehligen und zu kontrollieren. Heute wird Neugier wichtiger als Weisungsgehorsam. Denn die begehrten Schlüsseltalente legen inzwischen weniger Wert auf Firmenwagen und Boni, sondern suchen stattdessen Projektverantwortung und die Freiheit, aus eigenen Leidenschaften neues Geschäft zu generieren.

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Bei der Idee des Leaderships geht es vornehmlich darum, Menschen zu unterstützen. Es ist eine originäre Aufgabe von Vorgesetzten, ihre Leute selbstbewusst zu machen, so dass sie Verantwortung übernehmen und selbst Entscheidungen treffen. Unternehmen und Führungskräfte, die dies ermöglichen (wenigstens den besten Leuten), werden stets erfolgreich sein.

Dazulernen, reifen und letztlich gewinnen

Man könnte Beschäftigte in zwei Gruppen einteilen: Die einen, die Defensiven, sind fixiert darauf, das Erreichte zu sichern und keine Risiken einzugehen. Sie wollen, dass möglichst alles bleibt, wie es ist. Jede Veränderung nehmen sie als Störung ihrer Arbeitsorganisation wahr. Wagnisse werden vermieden, Fehler gebrandmarkt. Aber wer stets nur versucht, keine Fehler zu machen, aus Angst und Unsicherheit, der wird andere ähnlich bewerten – nämlich danach, ob sie mal eine Kleinigkeit übersehen oder missinterpretiert oder zu spät umgesetzt haben. Die eigentlichen Werte und Besonderheiten der Kollegen wird so jemand nicht ausreichend würdigen.

Wer zur anderen Gruppe, den Offensiven, zählt, der denkt eher in Kategorien von Chancen und persönlichen Veränderungen. Diese Menschen wollen dazulernen, reifen, persönlich profitieren und letztlich gewinnen. Entsprechend dynamisch und risikofreudig verhalten sie sich. Außerordentlich erfolgreiche Unternehmer gehören immer zur letzteren Spezies.

Respektvoll umgehen mit Mitarbeitern, die sich vor Veränderungen fürchten

Eine Gefahr im Umgang mit diesen offensiven Menschen kann darin liegen, dass sie andere mit dem gleichen hohen Anspruch bewerten wie sich selbst. Wer also auf sie nicht ebenso veränderungsbereit wirkt, wird womöglich nicht weiter kommen in der Hierarchie, unabhängig von den Leistungen fürs Unternehmen.

Firmen sollten respektvoll mit jenen Mitarbeitern umgehen, die sich vor möglichen schmerzhaften Folgen von Veränderungen fürchten. Hier sind Informationen, Hilfsangebote und begleitende Fürsorgemaßnahmen entscheidend, um die Kolleginnen und Kollegen zu überzeugen. Dafür nutzen gute Vorgesetzte beispielsweise Rollenspiele, so dass jede Seite sich in die jeweils andere einfinden und deren Argumente begreifen und einsetzen muss.

Gute Führungskräfte sind Agenten des Wandels

Firmen, die den Wandel nicht vorantreiben, werden vergehen. Daher reagiert Leadership nicht auf Wandel, es erzeugt ihn. Gute Unternehmenslenker stellen ihre Betriebe beständig auf Veränderungen und Anpassungen ein, sie transformieren ihre Firmen und mit ihnen die Unternehmenskulturen, sie können die instinktiven Widerstände ihrer Untergebenen gegen die Veränderungen in positive Energien umformen. Sie sind Agenten des Wandels. Letztlich sorgen sie dafür, dass ihre Leute bekommen, was sie brauchen – nicht, was sie wollen.

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