Einstellungsprozess optimieren 5 Tipps, damit der Richtige nicht abspringt

Damit Mitarbeiter während des Einstellungsprozesses nicht abspringen, müssen Unternehmen einige Dinge beachten.

Damit Mitarbeiter während des Einstellungsprozesses nicht abspringen, müssen Unternehmen einige Dinge beachten.© Fotolia.com - BillionPhotos.com

Immer wieder neue Gespräche, dazwischen wochenlange Funkstille: Gestaltet sich das Bewerbungsverfahren derart zäh, drohen Bewerber abzuspringen. So optimieren Sie Ihren Einstellungsprozess in 5 Schritten.

Personalentscheidungen fallen vielen Unternehmern schwer: Zu groß ist die Angst, am Ende den falschen Kandidaten einzustellen. Denn eine Fehlbesetzung zu korrigieren, kostet Zeit und Geld.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, laden immer mehr Arbeitgeber Kandidaten zu einer zweiten Gesprächsrunde ein, lassen sie probearbeiten oder holen Referenzen ein. Doch all das kostet Zeit – und kann dazu führen, dass Bewerber abspringen.

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„Die Kunst bei der Personalgewinnung ist, die Dauer des Einstellungsprozesses zu straffen, ohne wichtige Schritte auszulassen“, fasst Sven Hennige vom spezialisierten Personaldienstleister Robert Half zusammen. Er empfiehlt, den Prozess anhand folgender Schritte zu optimieren:

1. Ermitteln Sie den richtigen Bedarf.

Ist die Position eine Vollzeitstelle oder benötigen Sie nur vorübergehend Unterstützung, zum Beispiel durch Zeitarbeitskräfte? Was hindert Sie daran, den passenden Kandidaten jetzt zu rekrutieren?

2. Beziehen Sie alle Entscheider frühzeitig ein.

Legen Sie einen Zeitplan für den Einstellungsprozess fest. Holen Sie sich die Zustimmung aller Entscheider ein, dass die Stellenbesetzung höchste Priorität hat. Blocken Sie dann Termine für die Vorstellungsgespräche. Prüfen Sie die Stellenbeschreibung und das Gehaltsangebot und definieren Sie, an welchen Punkten Sie kompromissbereit sind. Um mögliche Terminverschieben abzufangen, sollten Sie einen Notfallplan aufsetzen. Wichtig ist auch zu bestimmen, wer die finale Entscheidung fällen soll.

3. Führen Sie die Vorstellungsgespräche an einem Tag.

Führen Sie ein erstes Kennenlernen mit den Bewerbern online, etwa über Skype oder FaceTime. Organisieren Sie die Vorstellungsgespräche vor Ort mit allen Entscheidern idealerweise an einem Tag. Unmittelbar danach sollten Sie die Rückmeldung der Bewerber und der involvierten Entscheidungsträger einholen, um das gegenseitige Interesse früh zu bestimmen.

4. Nennen Sie ein Datum für die Entscheidung.

Informieren Sie die Kandidaten, wann Sie voraussichtlich die finale Entscheidung treffen werden. Sollte sich der Termin verzögern, rufen Sie die Bewerber an und teilen Sie das neue Entscheidungsdatum mit. Achten Sie in dem Fall genau auf die Reaktion seitens des Bewerbers: Ist diese verhalten, kann das ein Indiz für einen abgesprungenen Kandidaten sein.

5. Unterbreiten Sie das Jobangebot.

Prüfen Sie vor der Endauswahl Referenzen ehemaliger Arbeitgeber. Sobald Sie sich dann für einen Bewerber entschieden haben, teilen Sie ihm das telefonisch mit. Unterbreiten Sie Ihr Angebot inklusive Gehaltspaket, aber bereiten Sie sich darauf vor, das Gehalt und mögliche Zusatzleistungen mit dem Bewerber nachzuverhandeln. Zu guter Letzt: Vereinbaren Sie gemeinsam das Eintrittsdatum.

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