Neueinstellungen 2015 Der erfolgreichste Weg, neue Mitarbeiter zu finden

Stellenanzeigen spielten eine bedeutende Rolle bei den Neueinstellungen 2015: 14 Prozent der offenen Stellen wurden über ein Inserat besetzt.

Stellenanzeigen spielten eine bedeutende Rolle bei den Neueinstellungen 2015: 14 Prozent der offenen Stellen wurden über ein Inserat besetzt.© A_Bruno / Fotolia.com

Viele Arbeitgeber fragen sich, wie sie am besten neue Mitarbeiter finden: Stellenanzeigen, Internet-Jobbörsen oder die eigene Homepage? Die höchste Erfolgsquote hatte 2015 aber eine andere Methode.

Sie suchen einen neuen Mitarbeiter? Dann hören Sie sich mal in Ihrem Netzwerk um, ob jemand einen Kandidaten kennt! Einer aktuellen Studie zufolge ist das der beste Weg, neues Personal  zu finden: Fast jede dritte Stelle in Deutschland wurde 2015 über persönliche Kontakte besetzt, meldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das für die repräsentative Erhebung 13.000 Betriebe befragte. Insgesamt stellten deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr 3,4 Millionen neue Mitarbeiter ein.

Persönliche Kontakte waren nicht nur der am häufigsten beschrittene Weg bei der Personalsuche, sondern auch der mit der höchsten Erfolgsquote. Arbeitgeber, aber auch Arbeitnehmer sollten daher ihr persönliches Netzwerk entwickeln und pflegen, empfehlen die Arbeitsmarktforscher. Lohnen könne es sich auch, die eigenen Mitarbeiter zu fragen. „Eine Erklärung dafür ist, dass Mitarbeiter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nur dann eine Person empfehlen, wenn sie von deren Eignung für den Betrieb und die Position überzeugt sind“, schreiben die Forscher. Andernfalls würden sie ihrem eigenen Ruf schaden.

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Je höher die Qualifikationen, desto digitaler die Personalsuche

Wer hochqualifizierte Fachkräfte sucht, sollte es mit E-Recruiting probieren: Akademiker werden am häufigsten über Internet-Jobbörsen eingestellt. Bei ihnen stehen die persönlichen Kontakte erst an zweiter Stelle. Die wichtigsten Portale stellen wir in unserem Artikel „E-Recruiting: So finden Sie online gute Mitarbeiter“ vor. Private Arbeitsvermittler werden nur selten eingesetzt, bei Akademikern aber durchaus erfolgreich.

Auch bei der Personalsuche mit klassischen Mitteln werden Firmen weiterhin fündig – vor allem, wenn sie mittel oder gering qualifizierte Kandidaten suchen: 14 Prozent der offenen Stellen wurden der Studie zufolge über Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften besetzt, ebenso viele über die Agentur für Arbeit.

Bei etwas mehr als jeder zehnten Stelle wurden die Firmen über die eigene Internetseite oder über Internet-Jobbörsen fündig, und etwa zehn Prozent der Stellen wurden über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten besetzt.

Bis zur Besetzung vergehen 85 Tage

Für die Suche nach geeigneten Bewerbern sollten Arbeitgeber etwas Geduld mitbringen: Im Schnitt dauert es in Deutschland 85 Tage, bis eine Stelle besetzt ist. Je höher die Anforderungen an die Qualifikationen, desto länger dauert es, bis Unternehmen geeignete Kandidaten gefunden haben: Bei Ungelernten vergehen im Schnitt 53 Tage, bei Akademikern dauert es mehr als doppelt so lange.

Häufig sind Stellen länger vakant, als es den Unternehmen lieb ist – nach Erkenntnissen der Forscher liegen bei Akademikern durchschnittlich 38 Tage zwischen dem gewünschten und dem tatsächlichen Arbeitsbeginn. „Während dieser Zeit ist die Position möglicherweise nicht mehr durch einen Vorgänger besetzt und die Betriebe müssen Strategien entwickeln, um die Vakanz zu kompensieren.“

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