Vorstellungsgespräch Schrecken fiese Fragen Bewerber ab?

Wer sich zufriedene Mitarbeiter wünscht, der sollte Bewerber im Vorstellungsgespräch nicht unterfordern.

Wer sich zufriedene Mitarbeiter wünscht, der sollte Bewerber im Vorstellungsgespräch nicht unterfordern.© GianlucaCiroTancredi/Fotolia

Kuschelkurs - oder lieber auf Konfrontation gehen? Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie schwierig Fragen im Vorstellungsgespräch sein sollten, damit Bewerber zufrieden mit dem neuen Job sind.

Die einen laden zu mehrtägigen Assessment-Centern, die anderen stellen ihren Bewerbern äußerst fiese und kuriose Fragen: Vorstellungsgespräche sind in vielen Firmen eine echte Herausforderung. Das Arbeitgeber-Bewertungsportal Glassdoor hat jetzt herausgefunden: Wer seinen Bewerbern beim Jobinterview einiges abverlangt, hat später die zufriedeneren Mitarbeiter.

Für die Untersuchung hat Glassdoor 154.000 Bewertungen von Arbeitnehmern aus sechs Ländern (USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien, Deutschland) verglichen. Die Mitarbeiter hatten bei dem Bewertungsportal zunächst ihr Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmen, später dann das gleiche Unternehmen als Arbeitgeber bewertet.

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Ergebnis: In allen sechs Ländern bestand ein positiver Zusammenhang zwischen der Schwierigkeit des Vorstellungsgesprächs und der späteren Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Vorstellungsgespräche sollen herausfordern – aber nicht überfordern

Aber wie schwierig sollte ein Jobinterview idealerweise sein? Die Experten fanden heraus: Auf einer Bewertungsskala von 1 (sehr leicht) bis 5 (sehr schwierig) waren Vorstellungsgespräche mit der Bewertung 4 optimal für die spätere Mitarbeiterzufriedenheit: Gespräche, die potenzielle Mitarbeiter zwar herausfordern – aber eben auch nicht völlig überfordern.

Das Fazit der Glassdoor-Analysten: „Gute Einstellungsverfahren sorgen für eine Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und damit letztlich auch deren Produktivität. Im Gegensatz dazu schaden schlechte Vorstellungsgespräche – ob zu leicht oder zu schwierig – der Unternehmenskultur.“

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1 Kommentar
  • Peter Becker 13. November 2015 15:22

    Ist eigentlich logisch. Wer fiese Fragen akzeptiert, der akzeptiert später auch fiese Chefs, also auch ein weniger gutes Betriebsklima. Kritische, selbstbewusste Mitarbeiter merken so bereits beim Vorstellungsgespräch, dass man diese Firma besser meidet.

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