Bransons Entscheidungsfindung So trifft Richard Branson wichtige geschäftliche Entscheidungen

Entscheidungen sollten laut Richard Branson gut überlegt sein. Er selbst hat über die Jahre im Business schon viele wichtige Entscheidungen getroffen.

Entscheidungen sollten laut Richard Branson gut überlegt sein. Er selbst hat über die Jahre im Business schon viele wichtige Entscheidungen getroffen.© picture alliance / AP Images / Ted S. Warren

Erfolgsunternehmer Richard Branson scheint einen untrüglichen Riecher zu haben, wenn es ums Geschäft geht. Wie macht er das bloß? Er selbst sagt: Indem er sich bei wichtigen Entscheidungen an fünf einfache Regeln hält.

So erfolgreich wie Richard Branson wären wohl viele gern. Der Überflieger hat in seinem Leben schon viele richtige Entscheidungen getroffen. Ein Plattenlabel, Airlines, Hotels – was auch immer er anpackt, es scheint zu funktionieren. Doch wie gelingt es ihm immer wieder, den richtigen Riecher zu haben, wenn es ums Geschäft geht?

Entscheidungen sollte man klug und gut informiert treffen, schreibt Branson in seinem Blog. In seinen über 50 Jahren Business-Erfahrung hat er sich immer an die folgenden Tipps gehalten, die er jetzt in seinem Blog veröffentlicht hat:

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1. Beurteilen Sie ein Buch nicht nach seinem Umschlag.

Der erste Eindruck mag zählen, wenn man Menschen neu kennen lerne, schreibt Branson – aber nicht, wenn es darum gehe, wichtige Entscheidungen zu treffen. Er rät: Auch wenn Sie eine Idee sofort toll finden, sollten Sie sich durch die erste Euphorie nicht täuschen lassen und trotzdem alle positiven und negativen Aspekte analysieren und objektiv auswerten.

2. Machen Sie Ihre Hausaufgaben.

„Nothing is perfect“, schreibt Branson, also „Nichts ist perfekt“. Wenn Sie vor einer Entscheidung stehen, zum Beispiel ein neues Projekt zu beginnen, sei es wichtig, gründlich nach versteckten Risiken zu forschen. Nur weil Sie im Augenblick nichts sehen, das gegen eine positive Entscheidung spricht, heißt das laut Branson nicht, dass es nichts gibt. Also machen Sie Ihre Hausaufgaben und finden Sie alles Negative. Vielleicht können Sie das dann zum Positiven wenden und das Projekt trotzdem starten.

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3. Sehen Sie immer das große Ganze.

Haben Sie immer Ihre anderen Projekte und Prioritäten im Kopf, wenn Sie eine Entscheidung treffen müssen, rät der Erfolgsunternehmer. Auch wenn es sich um eine Chance handelt, die so schnell nicht wiederkommt, sollten Sie sich immer fragen: Hat das Projekt neben meiner anderen Arbeit Platz? Kann ich allem gleichzeitig gerecht werden? Gibt es etwas, das ich für eine Weile zurückstellen kann, um mehr Zeit für dieses tolle Projekt zu haben? Erst wenn Sie sich sicher sind, sollten Sie sich entscheiden.

4. Sichern Sie sich ab.

Sorgen Sie immer für eine Art Sicherheitsnetz, damit Sie nicht zu tief fallen, wenn Sie doch mal die falsche Entscheidung treffen, rät Branson. Er habe seine Geschäftspartner nur von der Gründung seiner Airline überzeugen können, indem er sicherstellte, dass sie das neu gekaufte Flugzeug wieder zurückgeben konnten, sollte das Business scheitern.

5. Nehmen Sie sich Zeit.

Wenn es möglich ist, dann nehmen Sie sich Zeit für eine Entscheidung. Machen Sie, wie oben bereits geraten, Ihre Hausaufgaben gründlich und in Ruhe. Denn während Sie eine Gelegenheit analysieren, könnte sich der Markt schon ändern oder Sie könnten durch Ihre gründliche Recherche bessere Gelegenheiten finden, schreibt Branson.

1 Kommentar
  • Dieter Bickenbach 29. Mai 2017 10:27

    Schöner Artikel und sehr hilfreiche Tipps für die Entscheidungsfindung. Allein es gibt ein kleines Problem mit dieser Art der Entscheidungsfindung. Sie hat eine ganz wesentliche Voraussetzung:
    Sie funktioniert nur, wenn mein innerer Kompass funktioniert.
    Soll heißen: ich weiß genau, was ich will, wohin ich will, was richtig und was falsch ist und wie ich durch die Entscheidung meine eigenen Bedürfnisse bediene. Bin ich mir nur bei einem dieser Aspekte unsicher oder passen zwei Aspekte nicht zusammen, wird es schwierig, entsteht große innere Unsicherheit. Da kann ich meine Hausaufgaben machen, wie ich will, mir soviel Zeit nehmen, wie ich will, die Unsicherheit bleibt. Gewissheit erlange ich dann nur, wenn ich der ungeklärten Frage hinter der Entscheidung auf den Grund gehe.
    Das ist gar nicht so schwer. Man muss nur wissen, wie.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dieter Bickenbach

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