Anzeige Den Stand nicht verlieren [Sponsored Post]

Schloss Lautrach

Schloss Lautrach© Jens Weber, Munich

Unser Berufsalltag und das Lebenstempo haben sich in unserer beschleunigten Gesellschaft enorm verändert. Wir leben in einer Welt, die derart mit Informationen, Arbeitsverdichtung, Gleichzeitigkeit und Veränderungen in Bewegung und überreizt ist. Als wirksame Gegenbewegung hilft: Gelassenheit entwickeln.

Wir schöpfen aus unserer Arbeit Erfüllung, Lebenssinn, Kreativität und Wohlstand und gleichzeitig wird der moderne Mensch in seinem Arbeitsumfeld zunehmend krank und dauererschöpft. Welche Chance hat der Einzelne, um dieses Szenario gelassen zu meistern?

Wege aus dem Hamsterrad

Das Bild des Hamsterrads beschreibt anschaulich diesen Zustand, der das Lebensgefühl von vielen Menschen in der heutigen Leistungsgesellschaft kennzeichnet. Der Neurobiologe Gerald Hüther nennt dies einen Zustand des »optimalen Funktionierens«, in welchem wir nicht mehr hinterfragen, ob wir wirklich so leben möchten. Um diese »funktionierende Lebenshaltung« aufzugeben oder erst gar nicht entstehen zu lassen, braucht es ein gutes Angeschlossensein zu sich selbst und die Fähigkeit des Hinspürens und Hineinhorchens. Erst dann fühlen wir, dass wir mit dem, was wir tun, nicht wirklich in stimmiger Verbindung sind.

Gerhard Herb - Geschäftsführer, Trainer und Coach

Gerhard Herb – Geschäftsführer, Trainer und Coach© Orla Connolly

Anregungen zur Gelassenheit

In meiner Beratungs- und Trainingsarbeit mit Führungskräften im Management Centrum Schloss Lautrach zeigt sich, wie relevant es ist, in beanspruchten Zeiten den Selbststand zu behalten. Was ist damit gemeint? Burnout oder andere stressbedingte Beeinträchtigungen und Erkrankungen entstehen meist aus dem Zusammenspiel von Situation und Person, also durch belastende Rahmenbedingungen, die auf eine individuelle Disposition von Menschen treffen. Wir haben zwar nicht immer Einfluss auf strukturelle Rahmenbedingungen, wohl aber auf unsere innere Stellungnahme diesen Umständen gegenüber. Um Selbststand zu gewinnen, ist es hilfreich sich bewusst zu machen, welche Quellen mir Halt und Kraft geben.

Der Psychotherapeut Alfried Längle sieht vier Quellen, die uns Festigkeit und Halt geben: Zum einem beziehen wir aus uns selbst heraus Halt, aus unseren eigenen Fähigkeiten und gemachten Erfahrungen. Dann ziehen wir aus intensiven Begegnungen mit uns Nahestehenden und aus dem Eingebundensein in Gemeinschaften innere Festigkeit. Die dritte große Haltquelle sind strukturelle Komponenten wie feste Tagesabläufe, Rituale und Traditionen. Letztlich beziehen wir inneren Halt aus dem, was wir Glauben nennen. Aus all diesen Quellen entsteht das Gefühl des »Gehalten-Seins«, das wir benötigen, um belastende Arbeits- und Lebensumstände gesund zu überstehen.

Eine alte Erkenntnis sagt, je mehr wir gefordert sind, umso mehr brauchen wir eine gesunde Distanz zu den Ereignissen. Der Theologe und spirituelle Begleiter Pierre Stutz hat für dieses Tun den Begriff der »engagierten Gelassenheit« geprägt, was für ihn bedeutet, «dass ich mir innere und äußere Räume schaffe, in denen ich Distanz zum Alltag herstelle, um zu merken, was in mir und um mich herum vorgeht«. Gerade Menschen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, hilft ein tägliches Ritual, um die lebensbehindernden Mechanismen zu durchbrechen und Gelassenheit zu üben. Dies kann eine Meditation sein, das Hören von Musik, das achtsame Gehen in der Natur, eine Zeit der Stille oder zweckfreies Sinnieren – kurz absichtsloses Tun.

Der Benediktinermönch Pater David Steindl-Rast hat beobachtet, dass der moderne Mensch ständig in Bewegung bleiben will und sich deshalb zu wenig Zeit nimmt, um die Seele ruhig werden zu lassen. Die Folge: Die Zeit wird zur Hypothek, zur unendlichen Verpflichtung. Das wirkungsvolle Gegenrezept: einen Augenblick inne halten. »Einfach dasitzen, ohne irgendetwas zu tun, die Aktivität rausnehmen, wahrnehmen, die Atmung spüren und einmal nur da sein«, wie es der Theologe und Neuropsychologe Christian Hoppe ausdrückt, der zusammen mit anderen Hirnforscher und Psychologen herausgefunden hat, dass Phasen absichtslosen Nichtstuns für Menschen bedeutsam sind. Es gilt also, eine gute Balance zwischen Arbeit und Muße zu finden.

Die Fähigkeit zur Gelassenheit will also »erarbeitet« werden. Sie ist nicht nur Begabung, sondern eine lebenslange Aufgabe: Es geht darum, gelassen zu werden.

 

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