Fit bleiben Keine Zeit für Sport? So hebeln Sie Ihre eigenen Ausreden aus

"Eigentlich würde ich ja gern Sport machen, aber heute bin ich total im Eimer ..." Solche Ausreden sollten Sie nicht davon abhalten, fit zu werden - und fit zu bleiben.

"Eigentlich würde ich ja gern Sport machen, aber heute bin ich total im Eimer ..." Solche Ausreden sollten Sie nicht davon abhalten, fit zu werden - und fit zu bleiben.© Helior / Photocase

Wer als Unternehmer Höchstleistungen bringen will, sollte fit bleiben. Doch wie geht das, wenn der Tag schon vollgepackt ist? Indem Sie diesen typischen Ausreden keine Chance geben.

In meinem Alltag als Fitness- und Gesundheitsexpertin erlebe ich seit mittlerweile 20 Jahren immer wieder das gleiche Phänomen: Ausreden! Es gibt so viele mehr oder weniger spezielle Gründe, warum man keinen Sport machen kann. Diese drei höre ich besonders häufig:

Ausrede Nr. 1: „Ich habe keine Zeit.“

„Ich habe einen wichtigen Termin, muss länger arbeiten, die Kinder abholen, bin eingeladen …“

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Es gibt tausend gute Gründe, heute keinen Sport zu treiben. Lassen Sie uns das Ganze einmal analytisch angehen: Eine Woche hat 168 Stunden, das gilt glücklicherweise für alle Menschen auf dieser Welt – sowohl für Hausfrauen mit Kindern als auch für Unternehmer.

Um sinnvoll und nachhaltig Zeit in Ihre Gesundheit zu investieren, reichen drei Stunden effektives Fitnesstraining pro Woche. Für Zahlenmenschen bedeutet das: Sie müssen nur 1,79 Prozent Ihrer wöchentlichen Lebenszeit für Ihre Gesundheit blocken und werden dafür mit einem gesünderen, kraftvolleren und intensiveren Leben belohnt.

Wie Sie die Ausrede aushebeln:  Alles beginnt mit einem Umdenken im Kopf. Der Satz „Ich würde ja gerne, habe aber leider keine Zeit“ bedeutet in Wirklichkeit nichts anderes als „Andere Dinge sind mir wichtiger!“ Wenn Sie sich das bewusst machen, starten Sie mit sich selbst eine ehrliche und offene Kommunikation – und können Ihre Prioritäten anders setzen und Ihr Verhalten ändern.

Bauen Sie außerdem Routinen in ihren Alltag ein – die kaum Zeit kosten, Ihnen aber zusätzliche Bewegung bringen. Beschließen Sie, dass Sie die Treppe nehmen und nicht den Lift, das Auto weiter weg parken (das ist teilweise auch kostengünstiger) oder einen Abendspaziergang unternehmen, statt auf Facebook zu verkünden, wie stressig Ihr Tag war.

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Ausrede Nr. 2: „Ich bin so müde und kaputt.“

Endlose Meetings, nervende Kollegen oder Mitarbeiter, schreiende Kinder und soziale Verpflichtungen saugen positive Energie. Nach einem anstrengenden Tag bleibt man abends gern auf dem Sofa, statt sich zum Sport aufzuraffen.

Fakt ist: Das richtige, effektive und individuelle Training liefert Energie und regt zusätzlich den Kreislauf und den Stoffwechsel an. Viele meiner Kunden kommen erschöpft und abgekämpft zu mir, in ihrem Gesicht ist deutlich zu lesen, dass sie jetzt eigentlich gern auf der Couch wären. Doch nach einer Stunde Sport sind sie frisch, motiviert, gut gelaunt und froh, dass sie gekommen sind. Auch Symptome wie leichte Kopfschmerzen oder Nervosität sind danach nicht selten einfach verschwunden.

Wie Sie die Ausrede aushebeln: Planen Sie feste Termine für das wöchentliche Training und tragen Sie sie in Ihren Terminkalender ein. So bekommt der Sport die gleiche Wertigkeit wie andere Termine auch. Melden Sie sich bei festen Kursen an oder verabreden Sie sich mit Freunden oder Bekannten zum gemeinsamen Sport (Stichwort Gruppenzwang!). Bei einem straffem Tagesablauf sollten Sie die Sportsachen schon morgens packen und mit zur Arbeit nehmen. Und: Sollten Sie eine Outdooraktivität geplant haben und das Wetter macht Ihnen einen Strich durch die Rechnung – halten Sie einen Plan B bereit.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Nach drei bis vier Wochen wird es eine Selbstverständlichkeit für Sie sein, Sport zu machen. Beim Zähneputzen funktioniert es schließlich auch!

Ausrede Nr. 3: „Ohne mich läuft nichts.“

„Ich bin dafür verantwortlich, dass sich die Welt dreht“ – diesem Irrglauben sitzen vielbeschäftige Menschen häufig auf. Dabei merken Sie oft gar nicht, dass sie sich mit ihrem Ego selbst ein Bein stellen. Wer glaubt, sich keine Ruhepause gönnen zu können, und die Signale seines Körpers überhört, handelt fahrlässig. Denn: Gerade wenn ohne einen nicht viel läuft, sollte man besonders gut auf sich aufpassen!

Ein Bandscheibenvorfall passiert nicht auf einmal, weil man eine Treppenstufe übersehen hat. Auch ein Herzinfarkt hat sich oft in mehreren Situationen angekündigt. Es gilt, die Signale des Körpers frühzeitig zu erkennen und sehr sensibel darauf einzugehen. Dies ist nur möglich, wenn Sie Ihren Körper kennen und ein bewusstes Körpergefühl entwickelt haben.

Wie Sie die Ausrede aushebeln: Machen Sie sich bewusst, dass die Beschäftigung mit Ihrem Körper nicht nur für Sie persönlich wichtig ist – sondern auch für alle, die darauf vertrauen, dass Sie fit und leistungsfähig sind.

Im Alltag sieht es ja oft so aus: Der Rücken schmerzt, Sie machen eine kurze Pause, nehmen eine Schmerztablette oder lassen sich vom Arzt eine Spritze geben. Nach ein paar Tagen geht es Ihnen wieder besser. Der Vorsatz, etwas für Ihre Rückenmuskulatur zu tun, ist schnell verworfen. Sie machen weiter wie bisher – bis der Rücken das nächste Mal streikt.

Nehmen Sie sich Zeit für eine regelmäßige Bestandsaufnahme Ihres Körpers und handeln Sie entsprechend. Wenn das Auto Öl verliert, kippen Sie ja auch nicht immer mehr Öl nach oder warten einfach ab – Sie wissen, dass es viel sinnvoller ist, die Ursache zu beheben.

Gesundheits-Apps mögen ein nettes Tool sein, ein gutes Körpergefühl können sie aber nicht ersetzen – vor allem, wenn Ihr Smartphone-Akku mal leer ist. Wahrnehmungsübungen können Ihnen helfen, Ihren Körper besser zu verstehen. Wie ist der Atem? Atmen Sie tief in den Bauch oder eher flach im Brustkorb? Fühlt sich eine Seite schwerer an als die andere an? Wie sieht Ihre Haltung im Spiegel aus? Ist eine Schulter höher als die andere?

So bekommen Sie ein Gefühl dafür, was Sie gerade brauchen. Gehen Sie nicht laufen, wenn Sie Schmerzen im Knie oder Rücken haben, sondern bauen Sie zuerst die nötige Muskulatur auf und investieren zu Beginn Zeit und Geld in eine Analyse. Gehen Sie der Sache auf den Grund – am Ende zahlt es sich aus.

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