Internationaler Büro-Knigge Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch im Büro

Internationale Beziehungen spielen heutzutage immer mehr eine große Rolle - umso wichtiger ist es, dass Sie die Eigenarten Ihres Gegenübers kennen und respektieren.

Internationale Beziehungen spielen heutzutage immer mehr eine große Rolle - umso wichtiger ist es, dass Sie die Eigenarten Ihres Gegenübers kennen und respektieren. © Denys Rudyi / Fotolia.com

Ihr neuer spanischer Mitarbeiter beschwert sich ständig? Keine Sorge: In Spanien knüpft man so Kontakte. Was in ausländischen Büros sonst noch üblich ist, zeigt die Infografik zum internationalen Büro-Knigge.

Noch nie war es für Unternehmer so wichtig wie jetzt, sich sicher auf internationalem Parkett zu bewegen. Mit einem exportierten Warenwert von 1195,8 Milliarden Euro erreichte der deutsche Export laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr seinen bisherigen Höchstwert; im Vergleich zu 2014 legten die Exporte um ganze 6,4 Prozent zu. Gleichzeitig arbeiten hier auch immer mehr Menschen verschiedenster Nationen – allein im Jahr 2014 sind 1.464.724 Menschen nach Deutschland zugezogen.

Egal ob ausländische Geschäftspartner, eine Geschäftsreise oder Mitarbeiter mit Migrationshintergrund: Bei neuen Kontakten sollten Sie sich auf eventuelle Kommunikationsschwierigkeiten einstellen. Und das nicht nur wegen der Sprachbarrieren: Ganz nach dem Motto „Andere Länder – andere Sitten“ sind die Verhaltensweisen im Büro von Nation zu Nation unterschiedlich.

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Die Do’s und Don’ts in einer Infografik

Der Büroartikel-Hersteller Viking hat auf seinem Blog eine Infografik mit Do’s und Don’ts aus dem internationalen Büro-Knigge erstellt. Sie hilft, bei neuen Kontakten nicht ins Fettnäpfchen zu treten und das Handeln von Mitarbeitern anderer Herkunft besser zu verstehen.

Wer im Geschäftsleben mit Niederländern zu tun hat, hat es leicht: Wie die Deutschen mögen sie es lieber zur abgemachten Zeit. Seien Sie dennoch etwas nachsichtig, wenn ihr neuer Mitarbeiter aus Saudi-Arabien die ersten Tage erst um halb neun, anstatt um acht Uhr im Büro auftaucht. Die Saudis sind ziemlich gelassen, wenn es um das Thema Zeit geht: Zu spät kommen ist im Saudischen Königreich völlig normal. Bei persönlichen Fragen allerdings – egal ob es um die Familie geht oder die Hobbys  – sollten Sie sich lieber erst einmal zurücknehmen, denn in Saudi-Arabien werden Arbeits- und Privatleben strikt voneinander getrennt.

Ein Küsschen zur Begrüßung in Italien

Ganz anders dagegen die Italiener: Die Südländer sind sehr kontaktfreudig – je nachdem, wo der Geschäftspartner herkommt, gibt es hier schon mal ein Küsschen auf die Wange oder eine herzliche Umarmung zur Begrüßung. Das private Umfeld und die Arbeitswelt werden in Italien gerne miteinander verbunden, um neue Kontakte zu knüpfen. Wenn Sie nicht unsozial wirken möchten, essen Sie Ihr Mittagessen nicht alleine vorm Computer.

Den kompletten August Urlaub haben? Das könnte klappen, wenn Sie Ihre nächste Chef-Position in Spanien annehmen. Denn die Spanier lieben die Sonne und auch an einem Freitagnachmittag wird lieber das Wochenende eingeläutet, als noch hart zu arbeiten. Ganz im Gegensatz zu den Chinesen: Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr neuer asiatischer Angestellter das Geschäft oder Büro immer erst nach Ihnen verlässt oder täglich Überstunden macht – das gehört zum guten Ton in China.

Zwei Kaffee pro Tag – und Tee rund um die Uhr

In Frankreich sollten Sie als Vorgesetzter das Büro nie frühzeitig verlassen. Die Franzosen könnten den vorgezogenen Feierabend als fehlendes Engagement ansehen. Dafür kann Ihre Mittagspause aber gerne mal etwas länger als eine Stunde dauern, um die leckere französische Küche ausgiebig genießen.

Auch sonst gibt es Unterschiede bei der Pausenkultur: Die Franzosen machen mindestens zwei Kaffeepausen am Tag, die Engländer trinken rund um die Uhr Tee und die Russen nutzen die Raucherpause, um mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen. Genau wie die Spanier freuen sie sich übrigens schon freitags auf das Wochenende und haben deswegen grundsätzlich gute Laune – vernachlässigen aber niemals die Arbeit.

Auf den Händedruck kommt es an

Amerika hingegen steht immer noch für „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Kein Wunder, dass es dort insgesamt 28 Million Kleinunternehmen gibt. In den USA sollten Sie Risiken eingehen und von Ihren Erfolgen erzählen. Bei der Begrüßung sagt Ihr Händedruck Ihrem Gegenüber viel über Ihre Persönlichkeit aus.

Noch mehr solcher spannender Details rund um das Thema Büro-Knigge finden Sie in der Infografik. Doch egal, in welchem Land Sie arbeiten oder aus welcher Nation Ihr neuer Mitarbeiter kommt – Höflichkeit und Freundlichkeit wird in allen Ländern groß geschrieben. Damit kommen Sie im Zweifelsfall immer weiter.

Büro-Knigge – die Infografik

 

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