Kreativität fördern Die besten Tipps für mehr gute Ideen

Alles so schön bunt hier: Beim kreativen Denken darf es gerne mal originell sein.

Alles so schön bunt hier: Beim kreativen Denken darf es gerne mal originell sein. © skaisbon / Photocase

Nicht jeder Mensch sprudelt über vor guten Ideen. Die gute Nachricht für alle, die sich selbst für unkreativ halten: Kreatives Denken lässt sich trainieren. Wie Sie Ihre Kreativität fördern können.

Sie wollen Ihre Kunden mit der Erweiterung Ihres Angebots überraschen und suchen Ideen für ein neues, weltbewegendes Produkt oder eine außergewöhnliche Dienstleistung? Manchen Menschen schießen gute Ideen einfach in den Kopf, andere müssen hart daran arbeiten – und sind am Ende vielleicht doch nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Kreativcoach Peter Pakulat macht allen Mut, die sich selbst für komplett unkreativ halten und glauben, nur 0815-Ideen zu haben: „Wir kommen im Prinzip kreativ auf die Welt, verlernen es aber durch Schule und Job wieder.“ Doch die eigene Kreativität könne man sich zurückerobern – und zwar so:

Seien Sie beharrlich!

Kreativität braucht Zeit: „Eine Idee ist niemals sofort nach ihrer Entdeckung perfekt“, sagt Kreativitätsexperte Peter Pakulat und erklärt: „Viele große Ideen wurden anfangs verlacht, weil das Potenzial nicht erkannt wurde. Denken Sie nur einmal an die selbstfahrenden Autos und Drohnen.“ Geübte Ideenfinder erkennen zwar ein Potenzial schneller, doch Neulinge sollten nicht sofort aufgeben: „Kreativität entsteht im Unterbewusstsein. Man muss länger daran arbeiten, bis man eine gute Idee hat.“

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Haben Sie also etwas Geduld mit Ihren Ideen und nehmen Sie nicht gleich die vermeintlich Erstbeste. Bleiben Sie am Ball, auch wenn es im ersten Moment aussichtslos erscheint – egal ob Sie gerade beim Tennisspielen keine Fortschritte machen oder die Vokabeln der fremden Sprache einfach nicht in den Kopf wollen.

Seien Sie neugierig und weltoffen!

„Es ist nicht sonderlich überraschend, dass kreative Menschen besonders neugierig sind“, meint Pakulat. Wecken Sie also die Lust auf Neues in sich: Unterhalten Sie sich mit Personen mit interessanten Hobbys, Gehen Sie mal zum Asiaten anstatt immer zum Italiener um die Ecke, reisen Sie nach Afrika anstatt zum alljährlichen Familienfest nach Bayern, lernen Sie eine neue Sprache, die Sie schon immer sprechen können wollten. Statt Angst vor neuen Situationen zu haben, nehmen Sie sie als Chance, das kreative Denken anzuregen. „Vollkommen unroutinierte und ungewöhnliche Situationen erzwingen quasi kreatives Verhalten“, erklärt Pakulat.

Und: Stellen Sie Fragen. Kleinkinder hinterfragen alles: Wie funktioniert das? Was ist das? Was kann man damit machen? Übernehmen Sie einfach mal wieder diese Verhaltensmuster –  denn für Neugier und Interesse an etwas Neuem ist man nie zu alt.

Stellen Sie alles in Frage!

Kreative Menschen sind Skeptiker: „Sie stellen alles einmal mehr in Frage, als es andere Menschen machen würden“, erklärt Pakulat. Es mag bequemer sein, die Umstände als gegeben hinzunehmen. Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand ist jedoch der Schüssel zu neuen Ideen. Stellen Sie daher Fragen wie Geht das wirklich nicht einfacher? oder Gibt es keine andere, bessere Lösung für dieses Problem?

Mit Skepsis solle man am besten auch seinen eigenen Einfällen begegnen, rät Pakulat: „Wenn Sie eine interessante Idee haben, entwickeln Sie am besten erst einmal einen ‚Rapid Prototype‘, also eine noch nicht ganz ausgereifte Version ihrer Idee oder ihres Produkts, die Sie Ihren potenziellen Kunden vorstellen können.“ So finde man schneller heraus, ob die kreative Idee wirklich innovativ ist.

Genießen Sie!

Umgeben Sie sich mit schönen Dingen und seien Sie öfter an Orten, die Sie schön finden und die Ihnen gut tun. Das hat gleich zwei positive Auswirkungen auf die Kreativität: Wenn wir uns wohl fühlen, haben wir Ideen, weil keine Probleme unser Denken blockieren. Und: Schönes inspiriert.

In unserer Serie „Kreativ denken“ erklärt Kreativcoach Peter Pakulat, wie Sie Ihre eigene Kreativität zum Fließen bringen – und wie Sie dazu beitragen können, dass Ihre Mitarbeiter vor guten Ideen übersprudeln. Teil 2: „Welches Umfeld die Kreativität fördert“ lesen Sie in wenigen Tagen bei impulse.de.

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