Mindmap erstellen So nutzen Sie Mindmapping, um Ihre Ideen zu ordnen

Auch wenn man eine Mindmap eigentlich auf einem querformatigen Blatt Papier erstellen sollte: Bei großartigen Spontaneinfällen tut's notfalls auch eine Serviette.

Auch wenn man eine Mindmap eigentlich auf einem querformatigen Blatt Papier erstellen sollte: Bei großartigen Spontaneinfällen tut's notfalls auch eine Serviette.© Marek / Fotolia.com

Mindmapping eignet sich, um Ideen festzuhalten, zu strukturieren und zu visualisieren. So erstellen Sie eine Mindmap - eine Anleitung in drei Schritten.

Sie wollen allein oder in der Gruppe die Gedanken zum Fließen zu bringen und sich einen Überblick über ein Thema verschaffen? Dann sollten Sie mal Mindmapping ausprobieren. Wörtlich übersetzt bedeutet Mindmap, zusammengesetzt aus den beiden englischen Worten „mind“ und „map“, so viel wie „Gedankenlandkarte“ – und genau das ist eine Mindmap auch: Mit ihrer Hilfe lässt sich ein Thema mit allen relevanten Aspekten auf einem Blatt Papier darstellen.

Entwickelt hat die Methode der englische Psychologe und Autor Tony Buzan. Er war überzeugt davon, dass wir durch Mindmaps unsere sprachlich-analytisch arbeitende linke Gehirnhälfte und unsere visuell-intuitiv arbeitende rechte Gehirnhälfte vernetzen und so unser geistiges Potenzial besser nutzen können. Auch wenn Forscher die Funktionsweise unseres Gehirns heute differenzierter sehen: Mindmaps sind und bleiben eine bewährte Methode, um Ideen festzuhalten, zu strukturieren und zu visualisieren. Mit unserer Anleitung können Sie in drei Schritten eine eigene Mindmap erstellen.

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Mindmap erstellen in 3 Schritten

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie eine Mindmap zum Thema Online-Marketing aussehen könnte.

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie eine Mindmap zum Thema Online-Marketing aussehen könnte.© dizain / Fotolia.com

Schritt 1: Vorbereiten

  • Nehmen Sie ein Blatt Papier und legen Sie es quer vor sich.
  • In die Mitte des Blattes zeichnen Sie ein einprägsames Bild – als Symbol für das Thema, über das Sie nachdenken wollen. Wer nicht zeichnen kann oder keine Idee für ein Bild hat, schreibt das Thema mit einem prägnanten Stichwort in die Mitte. In unserem Beispiel ist es das Wort „Online-Marketing“.
  • Umranden Sie das Thema – es soll sofort ins Auge fallen!
  • Nun zeichnen Sie Linien, die strahlenförmig von Ihrem Thema ausgehen.

Schritt 2: Assoziieren

  • Welche Aspekte fallen Ihnen zu Ihrem Thema ein? Assoziieren Sie drauflos und schreiben Sie Ihre Einfälle in Stichworten auf das Blatt – jedes Stichwort ans Ende einer Linie. In unserem Beispiel hat „Online-Marketing“ die Aspekte „Media“, „Website“, „SEM“ und „Affiliate Marketing“.
  • Wenn Ihnen die Strahlen ausgehen, zeichnen Sie einfach neue dazu.
  • Sie können einige Aspekte noch weiter aufdröseln? Dann schreiben Sie auch die Unteraspekte auf und verbinden Sie Aspekt und Unteraspekte mit Linien. In unserem Beispiel hat „Website“ die Unteraspekte „SEO“ und „E-Mail-Marketing“.
  • Auf diese Weise verästelt sich Ihre Mindmap immer weiter.

Schritt 3: Sortieren und verfeinern

  • Betrachten Sie Ihre Mindmap. Gibt es Aspekte, die zusammengehören, die aber nicht zusammenstehen? Gibt es Abhängigkeiten, die die Mindmap noch nicht abbildet? Wenn ja, zeichnen Sie eine neue Version Ihrer Mindmap, in der Sie Ihre Gedanken besser strukturieren.
  • Haben Sie für alle Gedanken prägnante, gut verständliche Stichworte gefunden? Wenn nein, feilen Sie an den Begriffen.
  • Ist Ihre Mindmap komplett? Wenn nein, ergänzen Sie Gedanken, die Sie nachträglich hatten.

Tipps für Ihr Mindmapping

  • Verwenden Sie ein unliniertes Blatt Papier, mindestens im A4-, besser im A3-Format.
  • Arbeiten Sie nur mit Schlüsselbegriffen – Füllwörter und detaillierte Beschreibungen haben auf Ihrer Mindmap nichts zu suchen. Stellen Sie sich hierbei vor, Ihre Mindmap sei ein Buch: Das Thema ist der Titel des Buches, die Aspekte sind die Kapitel-Überschriften!
  • Übersichtlicher wird Ihre Mindmap, wenn Sie unterschiedliche Farben verwenden und zusammengehörige Gedanken in derselben Farbe markieren.
  • Heben Sie besonders wichtige Punkte auf Ihrer Mindmap hervor, zum Beispiel mit Pfeilen oder Ausrufezeichen oder Fragezeichen. So lässt sich der Inhalt leichter erfassen.
  • Zensieren Sie sich nicht selbst – schreiben Sie alle Gedanken auf, die Ihnen einfallen.
  • Denken Sie nicht lange drüber nach, an welcher Stelle des Blattes Sie Ihre Einfälle notieren.
  • Mind-Maps lassen sich auch am Computer erstellen. Wer die digitale Variante bevorzugt, findet im Internet verschiedenste Werkzeuge dafür. Beliebt ist beispielsweise MindMeister. Das Tool punktet mit intuitiver Bedienung; Mindmaps lassen sich auch in der kostenfreien Basisversion mit mehreren Personen bearbeiten. Wer seine Mind-Maps allerdings mit exportieren oder drucken will, braucht eine kostenpflichtige Version.
  • Für alle, die tiefer ins Thema Mindmapping einsteigen wollen: Mindmap-Erfinder Tony Buzan hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben, unter anderem: „Das Mind-Map-Buch. Die beste Methode zur Steigerung Ihres geistigen Potenzials“, erschienen im mvg Verlag. Die Neuauflage von 2013 ist für 19,99 Euro erhältlich.

In unserer Serie „Kreativ denken“ erklärt Kreativcoach Peter Pakulat, wie Sie Ihre eigene Kreativität zum Fließen bringen – und wie Sie dazu beitragen können, dass Ihre Mitarbeiter vor guten Ideen übersprudeln. 

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