Abschalten von der Arbeit Wie feste Rituale beim Abschalten helfen

Nach der Arbeit bei einer Tasse Tee abschalten. So werden Sie schnell den Stress des Alltags für einige Minuten vergessen.

Nach der Arbeit bei einer Tasse Tee abschalten. So werden Sie schnell den Stress des Alltags für einige Minuten vergessen.© marshi / Photocase

Nach einem stressigen Arbeitstag ist es wichtig abzuschalten. Kleine und große Rituale können dabei helfen. Vier Tipps, wie Sie gedanklich von der Arbeit loskommen.

Wie schalten Sie am besten nach der Arbeit ab? Beim Sport? Beim Abendessen mit der Familie? Oder beim Lesen Ihres Lieblingsromans? Um am Feierabend gedanklich von der Arbeit loszukommen, sind feste Abläufe und Rituale hilfreich. Vier Tipps von einer Arbeitspsychologin.

Schieben Sie den Bürostuhl an den Schreibtisch

Nicht nur große Rituale helfen einem dabei, die Arbeit hinter sich zu lassen, sondern auch kleine Dinge: zum Beispiel das Heranrücken des Bürostuhls an den Schreibtisch. „Das ist ein bewusstes Zeichen, dass die Arbeit nun vorbei ist und anderes ansteht“, erklärt Psychologin Juliane Dreisbach, „ein Ritual, das den Übergang markiert.“

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Sagen Sie „Stopp“

Doch die Gedanken an die Arbeit oder das eigene Unternehmen holen einen auch in der Freizeit immer wieder ein. „Das sind Automatismen“, erklärt Dreisbach. Kommen die Gedanken, muss man bewusst „Stopp“ sagen – „ruhig auch laut“, rät die Expertin. Dann müssen Sie Ihrem Gehirn eine neue Aufgabe geben, über die es nachdenken kann. Eine einfache Lösung ist: Wieder auf das konzentrieren, was man gerade macht. Das kann die Buchlektüre sein oder auch der nächste Schlag auf dem Golfplatz. „Es geht darum, sich ganz bewusst auf das Jetzt zu konzentrieren.“

Schaffen Sie sich feste Zeiten für Freiräume

Je nach Lebensrhythmus haben Menschen mal mehr und mal weniger Spielraum, um sich von der Arbeit und anderen Pflichten – wie etwa Kinder hüten – kleine Freiräume zu schaufeln. „Dennoch kann man sich eine Balance schaffen“, sagt Dreisbach. Rituale helfen auch hier. So können Sie an festen Tagen mit Freunden Kaffee trinken gehen oder allein bei einer Tasse Tee ein gutes Buch lesen. Sich die Freiräume auf Dauer einzuräumen, sei eine Frage der Motivation und Disziplin.

Werfen Sie das Kopfkino an

Wer sich nicht zu seinem Feel-Good-Ritual motivieren kann, sollte das Kopfkino anwerfen: Man sollte ein Bild davon entwickeln, wie es ist, wenn man etwas geschafft hat, erläutert Dreisbach. Wie lecker ist der Kaffee? Wie entspannt ist man beim Buchlesen? Wer so ein Ziel vor Augen hat, kann seine Lustlosigkeit leichter überwinden. Diese Art von Kopfkino ist auch hilfreich, um herauszufinden, wie man sich im Alltag am liebsten entspannen möchte. Manche sehnen sich dann nach Stille und wollen in Ruhe im Garten sitzen – andere wollen Action und erholen sich beim Mountainbiken im Wald.

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