Schlechte Präsentationen 10 Todsünden bei Präsentationen mit Powerpoint

Alle Augen sind auf Sie gerichtet? Vermasseln Sie's jetzt bloß nicht: Schlechte Präsentationen hinterlassen einen unprofessionellen Eindruck.

Alle Augen sind auf Sie gerichtet? Vermasseln Sie's jetzt bloß nicht: Schlechte Präsentationen hinterlassen einen unprofessionellen Eindruck.© FemmeCurieuse / photocase.de

Fettnäpfchen-Alarm: Schlechte Präsentationen wirken peinlich und unprofessionell. Wer Kunden zum Kaufen bringen und Mitarbeiter begeistern will, sollte die folgenden Fehler vermeiden.

Sie wollen Ihre Mitarbeiter von der neuen Jahresplanung oder Ihre Kunden von Ihrem Angebot überzeugen und mit einer Powerpoint-Präsentation beeindrucken? Das Office-Programm bietet beinahe unendlich viele Möglichkeiten, Präsentationen und Vorträge visuell aufzupeppen – doch es birgt auch mindestens genauso viele Fettnäpfchen, die Ihren Vortrag schnell unprofessionell aussehen lassen. Diese zehn typischen Powerpoint-Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden.

1. Textwüsten fabrizieren.

Jede Seite Ihrer Präsentation ist ein einziges Aufzählungsmeer? Das ist in den meisten Fällen eher hinderlich als förderlich für Ihren Beitrag, denn: Ihre Präsentation ist kein Handout! Dafür gibt es sogenannte Backup-Folien – also Detailseiten, die dann im Handout Gesagtes aufgreifen und erklären.

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Schreiben Sie nur die wichtigsten Inhalte auf die Folien und nutzen Sie nicht ausschließlich das Aufzählungsformat. Manchmal reichen sogar ein Wort oder ein Bild auf einer Folie, um einen Sachverhalt einprägsam darzustellen – der Rest folgt dann „über die Tonspur“.

2. Zu lange Überschriften texten.

Die Überschrift fasst die Aussage der gezeigten Seite kurz zusammen – nicht umsonst heißt sie auch Kernaussage. Die Subheadline, also der Untertitel, erklärt den Inhalt. Beides sollte kurz und knapp und nicht über drei Zeilen lang sein.

3. Mit zu viel Bewegung ablenken.

Sie haben sich informiert und kennen nun die Geheimnisse der Animationen in Powerpoint? Dann vergessen Sie bitte 90 Prozent davon wieder. Verwirren Sie Ihre Zuhörer nicht mit einfliegenden, verblassenden oder rotierenden Texten und Bildern. Ihre Präsentation ist schließlich kein Science-Fiction-Film!

4. Die ganze Farbpalette ausschöpfen.

Jede Farbe der erlaubten Palette ist auf der Seite zu finden? Herzlichen Glückwunsch, Ihre Zuschauer wissen gar nicht, wohin sie zuerst blicken sollen. Mehr als zwei bis drei verschiedene Farben wirken unruhig und verhindern, dass die Präsentation wie aus einem Guss wirkt. Wählen Sie eine Primär- und eine Sekundär- oder Schmuckfarbe, mit der Sie zum Beispiel wichtige Aussagen untermauern.

5. Zu viel hervorheben.

Wichtige Aussagen müssen fett und kursiv sein. Wirklich? Schauen Sie sich Ihre Präsentation noch mal in Ruhe an. Wenn alles gefettet ist, wirkt die Folie unruhig und Ihre Zuhörer oder Leser haben keine Möglichkeit mehr, die Aussagen selber einzuordnen.

6. Keinen roten Faden haben.

Um Ihr Publikum in den Bann zu ziehen, müssen Sie eine ganze Geschichte erzählen. Die kann chronologisch, umgekehrt chronologisch oder auch thematisch aufgebaut sein – Hauptsache, Sie springen nicht unnötig hin und her. Damit geben Sie Ihrem Publikum die Gelegenheit, Ihnen und Ihren Gedanken zu folgen.

7. Billig-Grafiken nutzen.

Bitte nicht! Grafiken wie diese wirken weder seriös noch individuell.© Trueffelpix / Fotolia.com

Wer kennt Sie nicht, die Grafiken mit den knubbeligen weißen 3D-Männchen, die es zu allen Lebens- und Situationslagen zum Herunterladen gibt? Mal mit Prozesspfeilen oder Fragezeichen, mal mit Farbeimer oder Werkzeugkoffer in der Hand sollen sie jede Situation verbildlichen. Bitte denken Sie nicht mal daran, Ihre Präsentation auf diese Art aufzupeppen, denn Sie wirken damit weder seriös noch individuell. Viel besser: selbst gezeichnete Illustrationen oder Grafiken.

8. Stockfotos einbauen.

Bisher lächeln händeschüttelnde Chefs, Mitarbeiterinnen in frisch gebügelten Blusen oder Einkaufstüten schwingende Kunden von Ihren Slides? Jeder weiß, dass die Realität nicht so aussieht.

Wenn Bilder zum Einsatz kommen, dann individuelle, vielleicht sogar selbst fotografierte Bilder. Es muss nicht alles perfekt aussehen, sondern authentisch und sympathisch wirken. Dies gelingt beispielsweise, wenn Sie „echte“ Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld fotografieren. So können sich Ihre Zuschauer viel besser mit den Inhalten identifizieren und lernen Ihr Unternehmen auf ganz neue Art und Weise kennen.

9. Urheberrechte missachten.

Achtung, große Falle! Nur weil es ganz einfach möglich ist, ist es noch lange nicht erlaubt, alle beliebigen Bilder und Grafiken aus dem Internet in die eigene Präsentation einzufügen. Finger weg von Rechtsklick und speichern. Erstens ist die Bildqualität oft nicht ausreichend und zweitens gehört Ihnen das Bild nicht, nur weil es auf Ihrem Bildschirm ist.

Besonders bei Präsentationen, die Sie vor Kunden präsentieren oder gar per E-Mail rausschicken, sollten Sie rechtliche Streitigkeiten vermeiden, indem Sie eigenes Bildmaterial oder lizenzfreie Fotos verwenden.

10. Hintergrundmusik verwenden.

Wer seine Präsentation emotional aufladen möchte, wird schnell dazu verleitet, in die auditive Trickkiste zu greifen. Falls Ihre Präsentation tatsächlich nur mit Musik wirkt, dann lassen Sie das bitte unbedingt von einem Profi machen. Denn auch hier gibt es technisch und rechtlich einige Stolperfallen. Musik, die eine Minute vor Ende der Präsentation aufhört oder nicht im Takt ist, wirkt sehr unprofessionell und störend.

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