Management Über das Sterben und Überleben von Familienunternehmen

In impulse-Wissen stellen Wissenschaftler regelmäßig interessante Forschungsergebnisse zu den Themen Management, Innovation und Unternehmertum vor. Oliver Ahlers empfiehlt das Werk eines Frauenduos über Familienfirmen.

Oliver Ahlers arbeitet bei der Boston Consulting Group und ist Doktorand an der WHU mit dem Forschungsschwerpunkt Familienunternehmen.

Wenn Familienunternehmen die Nachfolge planen, hört man häufig das Sprichwort: „Der Erste erstellt’s, der Zweite erhält’s, dem Dritten zerfällt’s.“ Auch in Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“ zerfällt das Unternehmen in der dritten Generation. Stimmt das eigentlich? Forscher haben sich jetzt dieser Frage gewidmet und begründete Zweifel angemeldet. In ihrem Aufsatz gehen die Autoren der Überlebensrate von Familienunternehmen auf den Grund, indem sie zunächst fragen, wie die Sterblichkeit von Familienunternehmen gemessen werden kann. Es wird argumentiert, dass vor allem kontextuelle Faktoren berücksichtigt werden müssen, die vor allem im Forschungsfeld Firmen­demografie untersucht werden. Mit den Besonderheiten von Familienunternehmen hingegen beschäftigt sich die Family-Business-Forschung. Erst eine Kombination von Makro- und Mikroperspektive trägt aber zu einem besseren Verständnis der Sterblichkeit von Familienunternehmen bei. Die Autoren erläutern, wie beide Forschungszweige sich ergänzen können.

Isabell Stamm, Christina Lubinski: Crossroads of Family Business Research and Firm Demography – A Critical Assessment of Family Business Survival Rates. Journal of Family Business Strategy, Vol. 2, Seite 117-127, September 2011

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