Weihnachtskarten Was mich an Business-Weihnachtskarten stört

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Weihnachtspost als kreatives Versteckspiel: Hier Béa Beste als Weihnachtsmann verkleidet, umgeben von ihrem "Ffoup".

Weihnachtspost als kreatives Versteckspiel: Hier Béa Beste als Weihnachtsmann verkleidet, umgeben von ihrem "Ffoup".© Béa Beste

Da fehlt doch was! Ein Plädoyer der Unternehmerin Béa Beste gegen allzu lieblose Business-Weihnachtskarten mit Standardtext und Unterschrift.

Heute kurz und knapp, aber ich muss es mal loswerden: Mir graust es schon jetzt vor diesen Standard Business-Weihnachtskarten, mit einem Standard-Motiv, einem gedruckten Standard-„Erholsame/gesegnete/frohe-oder-sonstwas-sonstwie-Weihnachten“-Spruch und einem „Fffoup“, einer unleserlichen Unterschrift drunter.

Ich frage mich: Warum gibt es in der Welt so etwas? Warum bekomm ich das? Why me?

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Warum gibt es wichtige Menschen in wichtigen Positionen, die Assistenten quälen und sie mit einer elend langen Versandliste voller Menschen betrauen, die ihnen nicht wirklich was bedeuten? Warum budgetieren sie das ganze Papier und die Versandkosten? Warum verbringen sie kostbare Minuten, um die gleiche Unterschrift hin zu „fffoupen“, die sie schon routinemäßig auf Verträgen, Protokollen und Ähnlichem hinrotzen?

Machen sie das, nur um einen Haken irgendwo zu machen, dass „man“ was geschickt hat? Um eine Pflicht erledigt zu haben? Weil ihre Mami oder ihr Mentor ihnen mal vor grauen Uhrzeiten eingeschäft hat, dass „man“ das so macht?

Machen sie das, damit ich hier stehe und rätsel, wessen „Fffoup“ das ist? Wenn die Karte auf eine größere Firma hin deutet, kann es sein, dass da schon zehn bis zwölf Fffoup-Erzeuger infrage kommen. Und dann gibt es häufig schon zwei oder drei gleiche Standard-Karten mit unterschiedlichen „Fffoups“, die alle doch irgendwie gleich aussehen. Und dann zusammen mit den anderen je zwei bis drei anderen „Fffoups“ bei weiteren ungefähr 15 Firmen … da läppert sich viel zusammen. Alles nutzloses Papier, das anstatt mir gute Wünsche zu übermitteln, mich einfach nur nervt.

Und ich soll jetzt Weihnachtsfreude empfinden?
Fffoup!

Liebe Business-Menschen mit dem „Fffoup“, Ihre Standard-Karten kommen bei mir in die Rundablage. Schnurstracks! Irgendwie schade, oder? Und ich weiß, dass ich mit meiner Meinung NICHT alleine hier stehe, denn ich habe mit anderen Unternehmern über dieses Phänomen gelästert: Entweder Ihr habt etwas liebes, respektvolles und persönliches zu schreiben, oder lasst es bitte. Nehmt das Budget für die „Fffoup“-Karten und spendet es Menschen, die gerade nichts zu essen haben!

Oder um mit Klopfer von Bambi zu reden:

Mit vorweihnachtlichen Grüßen!

(Fffoup)

Béa Beste

P.S. Habe ich erwähnt, wie sehr ich mich über persönliche Worte oder gar Kekse freue. Way to go!

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