Die Pleiten des Donald Trump Damit ist „The Donald“ krachend gescheitert

Seine Pleiten sind Donald Trump offenbar ziemlich unangenehm. Zur Insolvenz seiner Kasinos sagte er immerhin etwas: "Damit habe ich nichts zu tun. Da steht nur mein Name drauf."

Seine Pleiten sind Donald Trump offenbar ziemlich unangenehm. Zur Insolvenz seiner Kasinos sagte er immerhin etwas: "Damit habe ich nichts zu tun. Da steht nur mein Name drauf." © Evan Vucci / dpa picture alliance

"Amerika braucht einen guten Geschäftsmann." Donald Trumps Wahlkampfstrategie basiert auf seinem eigenen Erfolg. Aber stimmt dieser Mythos überhaupt? Mit diesen Geschäftsideen ging der Milliardär jedenfalls pleite.

„Ich bin wirklich, wirklich reich.“ Donald Trump – das dürfte mittlerweile wirklich jeder gemerkt haben – ist kein Typ für bescheidene Töne. Seine Kampagne für die US-Präsidentschaftswahl im November gründet auf dem Mythos, ein grandios erfolgreicher Unternehmer zu sein.

Dass Trump aus dem Immobilienunternehmen seines Vaters einen Großkonzern gemacht hat, müssen selbst Kritiker anerkennen. Doch wie erfolgreich ist Trump wirklich?

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Über sein Vermögen schwanken die Angaben. Er selbst sprach zunächst von 8,7 Milliarden Dollar und rundete später großzügig auf zehn Milliarden auf. Andere Quellen, etwa das Wirtschaftsmagazin Forbes, behaupten, die Hälfte dieser Angabe sei realistischer.

Denn neben seinen Erfolgsgeschichten hat Trump auch ein paar Bruchlandungen erlitten. Eine Auswahl:

Kasinos

Mit Geld spielen – kaum eine Geschäftsidee passt wohl besser zu Donald Trump. Unter dem Namen „Trump Entertainment Resorts“ betrieb er drei Kasinos: Trump Taj Mahal, Trump Plaza und Trump Marina. Insgesamt vier Mal meldeten die Spielhäuser Insolvenz an, zum letzten Mal 2014. Mittlerweile hat Trump sie verkauft und kann daher behaupten, er habe mit Casinos nichts zu tun. Da stehe nur sein Name drauf.

Wodka

Man fragt sich, ob Donald Trump zur Vermarktung seines Wodkas wirklich eine Werbeagentur beauftragt hat. Denn den Slogan könnte man innerhalb kürzester Zeit auch raten: „destillierter Erfolg“. Trump prophezeite bei der Einführung im Jahr 2006, dass der T&T – Trump and Tonic – einer der nachgefragtesten Drinks der USA werde würde. Problem dabei: Trump Vodka gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr zu kaufen.

Fluggesellschaft

Donald Trump stellt sich gern als Überflieger dar – dabei hat er mit seiner eigenen Fluglinie eine Bruchlandung hingelegt. Trump wäre natürlich nicht Trump, wenn seine Airline eine stinknormale gewesen wäre: Er kaufte sich eine Fluggesellschaft und baute sie zur Luxuslinie „Trump Shuttle“ um: inklusive goldener Armaturen auf der Bordtoilette. Den Geschäftsleuten, auf die er abzielte, ging es aber wohl vor allem um Schnelligkeit und Flexibilität als um goldene Wasserhähne. Die Fluglinie ging pleite.

Hypotheken

„Trump Mortgage“ – auf deutsch: „Trump Hypothek“ gründete der Milliardär 2006. Er sagte damals dem Fernsehsender CNBC: „Ich denke, es ist eine großartige Zeit ein Hypotheken-Unternehmen aufzuziehen. Der Immobilienmarkt wird noch für eine lange Zeit sehr stark sein.“ Zugegeben: Kaum jemand hat die Finanzkrise vorhergesehen – auch Trump nicht. Bereits ein Jahr später platzte in den USA die Immobilienblase.

Reiseportal

Mit einer Suchmaschine für Reisen wollte Trump ins Online-Business einsteigen. GoTrump.com ging 2006 online. Doch nach einem Jahr ging die Seite schon wieder vom Netz. Heute wird sie direkt auf Trumps Kampagnenseite für die Präsidentschaftswahl umgeleitet.

Magazin

Auch publizistisch widmete sich Trump seiner Lieblingszielgruppe: den Reichen und Berühmten. Sein Magazin für „VIPS und sehr einflussreiche Menschen“ nannte er – man ahnt es bereits: Trump. Es kam 1998 auf den Markt, der Chefredakteur sprach selbst von „Reichen-Porno“. Das Blatt handelte fast ausschließlich von Trump und seiner Familie. Und wurde 2009 eingestellt.

Universität

Wenn man schon auf Flugzeuge, Magazine und Wodkaflaschen seinen Namen geklebt hat – was könnte einen dann noch reizen? Donald Trump gehen da die Ideen nicht aus. 2005 eröffnete er die Trump University, an denen für 35.000 Dollar sein Wirtschafts- und Immobilienwissen weitergegeben werden sollte. Nur: Offenbar reichten die Inhalte nicht aus, um den Titel „Universität“ tragen zu dürfen, Studenten hatten Klage eingereicht. Donald Trump gab seiner Bildungseinrichtung daraufhin einen neuen Namen, geriet aber in den Fokus der Staatsanwaltschaft: New Yorks Generalbundesanwalt Eric Schneidermann verklagte ihn wegen Betrugs Tausender Studenten. 2011 gab Trump auf.

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