Sitzordnung im Meeting Die richtige Sitzordnung für jedes Meeting

So sehr das Stühlerücken auch nerven kann, für den Erfolg von Meetings kann die Sitzordnung entscheidend sein.

So sehr das Stühlerücken auch nerven kann, für den Erfolg von Meetings kann die Sitzordnung entscheidend sein.© M.P. / Photocase.de

Im Arbeitsalltag gibt es viele Meetings, die alle unterschiedlichen Zwecken dienen. Je nachdem, ob Sie diskutieren, brainstormen oder etwas präsentieren wollen: Für jedes Meeting gibt es die passende Sitzordnung.

Die Anordnung von Tischen und Stühlen kann die Gruppendynamik beeinflussen und daher auch den Ausgang von Meetings. Wie eng stehen die Tische aneinander, sitzen alle gleichwertig oder hat jemand den Vorsitz? Muss eine Präsentation gezeigt werden?

Auch wenn das Verschieben von Stühlen und Tischen nervt und Zeit kostet: Vor jedem Meeting sollten Sie sich Gedanken machen, welche Sitzordnung am geeignetsten ist. Diese möglichen Sitzordnungen gibt es.

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Das Rechteck, oder „O“

Beim Rechteck werden die Tische – wie der Name schon sagt – zu einem Rechteck, oder „O“, angeordnet. Alle Sitzpositionen sind gleichwertig, keiner hat den Vorsitz, dadurch findet eine Diskussion oder Besprechung auf Augenhöhe statt. Der Raum in der Mitte der Tische dient als Schutzraum, er hilft manchen Mitarbeitern, sich besser zu öffnen.

Geeignet für:

  • Team-Besprechungen

Nicht geeignet für:

  • Präsentationen (weil immer eine Seite die Leinwand im Rücken hat)

Das Board

Hier sitzen die Meeting-Teilnehmer sich an einem langen Tisch gegenüber. An einer der kurzen Seite kann ein Moderator oder der Chef sitzen. Beim Board handelt es sich um einen formellen, hierarchischen Aufbau, je weiter die Teilnehmer vom Kopfende entfernt sitzen, desto weniger fühlen sie sich einbezogen und engagieren sich dann auch weniger. Sie sollten also darauf achten, diese Sitzordnung nur für Meetings mit maximal 14 Teilnehmern und einem Moderator zu nutzen.

Geeignet für:

  • Diskussionen zwischen zwei Parteien mit unabhängigem Moderator

Nicht geeignet für:

  • Team-Meetings, in denen alle gleichrangig sitzen sollen
  • Kreative Meetings, zum Beispiel Brainstormings
  • Seminare und Schulungen

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Die römische Zwei

Die römische Zwei ist dem Board ähnlich, allerdings gibt es hier Abstände zwischen den Tischen. An der Stirnseite kann ein Moderator oder Schlichter sitzen, und/oder eine Präsentation gezeigt werden. An den langen Tischen sitzen sich die Meeting-Teilnehmer gegenüber. Durch die Distanz zwischen den Tischreihen können hier besonders gut kontroverse Themen diskutiert werden.

Geeignet für:

  • Verhandlungen
  • Schlichtungen

Nicht geeignet für:

  • Team-Meetings
  • Kreative Meetings, zum Beispiel Brainstormings
  • Seminare und Schulungen

Das U

Bei dieser Sitzordnung werden die Tische in Form eines U aufgestellt. Jeder kann jeden sehen, was die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern fördert. Die offene Seite bietet eine Art Bühne für Vorträge oder Präsentationen. Außerdem kann hier ein Moderator sitzen. Eine Hierarchie der Plätze gibt es nicht, solange der Chef nicht vorne an der offenen Seite sitzt.

Geeignet für:

  • Präsentationen
  • Pitches
  • Seminare
  • Team-Besprechungen

Nicht geeignet für:

  • Besprechungen, bei denen es um Formalia geht
  • Kontroverse Diskussionen

Der Halbkreis

Noch offener als das U ist der Halbkreis. Hier fehlen die Tische, hinter denen man sich gegebenenfalls verstecken kann. Dadurch wird die Offenheit der Einzelnen gefördert. Am Kopfende sitzt der Moderator, oder eine Präsentation läuft. Wenn Sie weder Moderator noch Präsentation brauchen, schließen Sie den Kreis zu einem klassischen Stuhlkreis.

Geeignet für:

  • Kreative Meetings, zum Beispiel Brainstormings
  • Emotionale Gespräche
  • Gruppengespräche

Nicht geeignet für:

  • Meetings, bei denen sich die Teilnehmer viel notieren müssen
  • Kontroverse Meetings

Der Cluster

Beim Cluster sitzen Kleingruppen an einzelnen, im Raum verteilten Tischen und arbeiten an Einzelprojekten. An einer Seite im Raum kann ein Moderator oder der Chef stehen oder sitzen, der die Arbeit der Gruppen koordiniert. In festen Zeitabständen können die Kleingruppen ihre Ergebnisse vorstellen und mit denen der anderen Gruppen zusammenführen. Bis ein Gesamtergebnis besteht, können die Kleingruppen immer wieder an ihre Tische zurückkehren und weiter in kleinen Teams arbeiten. Der Moderator oder Chef kann hier den gesamten Entstehungsprozess eines Projektes verfolgen.

Geeignet für:

  • Kreative Meetings, zum Beispiel Brainstormings
  • Projektarbeit

Nicht geeignet für:

  • Gemeinsame Diskussionen
  • Meetings, bei denen jeder alles mitbekommen muss

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