SWOT-Analyse So machen Sie das Beste aus den Stärken und Schwächen der Firma

Mit einer SWOT-Analyse finden Sie Ihre Stärken und Schwächen heraus und analysieren, welche Risiken und Chancen für Ihr Unternehmen bestehen.

Mit einer SWOT-Analyse finden Sie Ihre Stärken und Schwächen heraus und analysieren, welche Risiken und Chancen für Ihr Unternehmen bestehen.© jaydee3 / photocase.de

Jedes Unternehmen hat Stärken und Schwächen. Wie Sie sie einer SWOT-Analyse analysieren und die richtige Strategie für die Firma daraus ableiten.

Wissen Sie, was die Stärken Ihres Unternehmens sind – und was die Schwächen? Um das herauszufinden und vor allem zu wissen, wie Sie daraus strategische Maßnahmen für Ihr Unternehmen ableiten können, sollten Sie regelmäßig eine SWOT-Analyse durchführen.

Definition: Was ist ein SWOT-Analyse?

SWOT ist eine Abkürzung, zusammengesetzt aus:

  • S = Strengths (Stärken)
  • W = Weaknesses (Schwächen)
  • O = Opportunities (Chancen)
  • T = Threats (Risiken)

Bei der SWOT-Analyse werden also die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens analysiert. Michael Bernecker, Professor für Marketing an der Hochschule Fresenius in Köln, rät Unternehmen, eine SWOT-Analyse regelmäßig durchzuführen: „Viele Unternehmen machen eine SWOT-Analyse erst, wenn es Veränderungen oder Probleme gibt. Um sich kontinuierlich zu verbessern, ist für ein Unternehmen aber sinnvoll, eine SWOT-Analyse einmal pro Jahr zu machen.“

Für Gründer ist die SWOT-Analyse nicht unbedingt das richtige Instrument, so Bernecker. „Ein neu gegründetes Unternehmen hat keine Vergangenheit und daher auch keine Stärken und Schwächen.“

1. Stärken und Schwächen herausfinden

Der erste Teil einer SWOT-Analyse befasst sich mit den internen Faktoren – den Stärken und Schwächen eines Unternehmens. Das sind alle Faktoren, über die Sie in Ihrem Unternehmen die Kontrolle haben, die Sie also auch verändern können. Ihre Stärken und Schwächen finden Sie am besten heraus, wenn Sie Ihr Unternehmen mit Wettbewerbern vergleichen. Worin sind Sie gut? Was können Ihre Wettbewerber besser als Sie? Beispiele könnten sein:

  • Produktqualität
  • Finanzielle Ressourcen
  • Image
  • Kosten
  • Spezialfähigkeiten und technisches Know-how
  • Qualifikation der Mitarbeiter
  • Innovationsgrad
  • Verkehrstechnische Anbindung

Wichtig: Gehen Sie ehrlich mit den eigenen Schwächen um. Jedes Unternehmen hat Schwächen und die SWOT-Analyse wird wenig bringen, wenn Sie die Schwächen nicht im Blick haben. Bernecker schlägt daher eine eine externe Begleitung vor: „Um offen über Fehler zu sprechen, fehlt es häufig an Unternehmenskultur. Frischer Wind von außen kann bei einer SWOT-Analyse sehr sinnvoll sein.“

2. Chancen und Risiken herausfinden

Im zweiten Schritt der SWOT-Analyse werden die externen Faktoren analysiert. Über die externen Faktoren haben Sie keine Kontrolle. Es sind äußere Trends und Veränderungen, die Ihr Unternehmen positiv oder negativ beeinflussen können. „Der gleiche Trend kann für das eine Unternehmen eine Chance, für das andere ein Risiko sein“, sagt Bernecker. Ein Trend kann sogar für verschiedene Bereiche des gleichen Unternehmens positiv oder negativ sein. Beispiele für Chancen und Risiken könnten sein:

  • Gesetzesänderungen
  • Demographischer Wandel
  • Technologischer Fortschritt
  • Trends im Konsumentenverhalten
  • Konjunktur
  • Neue Zielgruppen
  • Wertewandel

3. Maßnahmen entwickeln

Nachdem Sie Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken herausgearbeitet haben, können Sie daraus Maßnahmen für Ihr Unternehmen ableiten. Dazu werden Ihre Ergebnisse zunächst in eine Vier-Felder-Matrix eintragen:

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„Die erstellte Matrix dient dann als Landkarte für die Maßnahmen“, sagt Michael Bernecker. Aus den vier Feldern werden nun Paare gebildet, aus denen sich wiederum vier verschiedene Strategieansätze ableiten:

Ausbauen: Bei der Stärken-Chancen-(SO)-Strategie werden die Stärken des Unternehmens zur optimalen Realisierung der Chancen genutzt. Dazu vergleichen Sie die aufgelisteten Stärken mit den Chancen und überlegen an welcher Stelle es Verbindungen gibt.

Aufholen: Bei der Schwächen-Chancen-(WO)-Strategie wird versucht, bestehende Schwächen abzubauen, um Chancen zu nutzen. Meist erfordert das ein Aufholen des Rückstandes auf Konkurrenten.

Absichern: Stärken-Risiken-(ST)-Strategien haben zum Ziel Risiken durch die eigenen Stärken abzuwenden – das heißt, es wird versucht, die Gefahren des Marktes zu kompensieren.

Vermeiden: Durch die Schwächen-Risiken-(WT)-Strategie sollen die Schwächen eines Unternehmens abgestellt werden, um Risiken zu reduzieren. Es wird also überprüft, wo das Unternehmen Risiken meiden muss, um nicht seinen eigenen Schwächen zum Opfer zu fallen.

Fazit zur SWOT-Analyse

Jedes Unternehmen hat Stärken und Schwächen – entscheidend ist nur, wie Sie damit umgehen. Nur wenn Sie sich Ihrer Stärken und Schwächen bewusst sind, können Sie richtig auf Veränderungen reagieren. Eine SWOT-Analyse kann dabei helfen, die Schwächen und Stärken Ihres Unternehmens zu erkennen und analysieren, wie Sie auf Trends und Veränderungen reagieren. Planen Sie jedoch genügend Zeit ein – denn eine SWOT-Analyse ist nichts für nebenbei. „Sie sollte immer eine feste Struktur und ein klares Ziel haben“, so Bernecker.

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