Virtuelle Teams Das läuft schief bei der virtuellen Zusammenarbeit in Unternehmen

Zusammenarbeit wird immer wichtiger - funktioniert aber leider nicht immer problemlos.

Zusammenarbeit wird immer wichtiger - funktioniert aber leider nicht immer problemlos.© picture alliance / chromorange

Immer häufiger arbeiten Mitarbeiter in virtuellen Teams zusammen - doch oft genug läuft die Zusammenarbeit holprig. Welche Probleme das virtuelle Teamwork erschweren, zeigt eine aktuelle Studie.

Die Zeit der Eigenbrötler in Unternehmen ist längst vorbei: Viele Aufgaben werden heute gemeinsam erledigt, Teamwork ist gefragter denn je. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens PAC ist die Bedeutung von Zusammenarbeit aus Sicht von 70 Prozent der Führungskräfte in den letzten Jahren gestiegen. Das zeigt sich auch an der Arbeitszeit, die Mitarbeiter aktuell im Schnitt mit Teamarbeit verbringen: Ein Drittel des Arbeitstages ist heute Teamwork.

Immer häufiger findet der Austausch mit den Kollegen aber nicht im Büro statt, sondern virtuell: Viele Angestellte arbeiten heute bereits mobil oder im Home Office. Wichtige Konferenzen werden deshalb im Netz abgehalten, statt dicker Aktenordner gibt es gemeinsam genutzte Netzwerklaufwerke. Das spart zwar häufig Wege, Zeit und Ressourcen – doch bringt auch Probleme mit sich, wie die Studie von PAC zeigt: Insbesondere an der Technik hapert es demnach.

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Tool-Wirrwarr sorgt für Überforderung

42 Prozent der Befragten stört es, dass viele Tools, die zur virtuellen Zusammenarbeit genutzt werden, mobil (also auf Smartphone oder Tablet) nur eingeschränkt nutzbar sind. 40 Prozent erklärten zudem, mit der Vielzahl verschiedener Anwendungen überfordert zu sein. 38 Prozent der Befragten haben Schwierigkeiten mit der Integration der Vielzahl an Anwendungen.

Das bringt weitere Probleme mit sich: Aus Sicht von 69 Prozent der befragten Führungskräfte leidet die Konzentration auf Kernaufgaben, wenn die Zusammenarbeit von Mitarbeitern ineffizient ist. Zudem erklärten 66 Prozent der Befragten, dass dadurch die Frustration der Mitarbeiter steige. 46 Prozent der Befragten sehen Burnout-Risiken durch Überlastung, 32 Prozent einen nachlassenden Kundenservice.

Ein Fünftel Zeitersparnis möglich

Fazit der Untersuchung: Bessere technische und organisatorische Rahmenbedingungen sind notwendig, um die negativen Folgen ineffizienter Zusammenarbeit zu reduzieren. Das bringt aus Sicht der befragten Führungskräfte einen weiteren Vorteil mit sich: Ein Fünftel der Zeit für Zusammenarbeit könnte gespart werden, wenn man diese effizienter gestalten würde.

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