Management Unternehmerreise: Das sind die Erfahrungen unserer Leser

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Eine Woche lang besuchte impulse-Chefredakteur Nikolaus Förster vergangenes Jahr zusammen mit deutschen und österreichischen Unternehmern die USA. Welche Eindrücke sie dabei gewonnen haben und was ihnen die Reise für ihre Firmen gebracht hat, lesen Sie hier.

Es gibt immer mehr Unternehmer, die frühzeitig Konzepte aus den USA übernehmen und damit auch in Deutschland große Erfolge feiern. impulse-Chefredakteur Nikolaus Förster fuhr deshalb eine Woche lang mit sechs impulse-Lesern nach Chicago und Ann Arbor, um sich dort mit Firmenchefs zu treffen – und ihr Erfolgsgeheimnis zu erfahren.

Thomas Walter, Nick Sarillo, C. Richard Panico, Ari Weinzweig und Paul Saginaw gehören zu den sogenannten Small Giants – Unternehmensgründer, deren Ziel es ist, nicht groß, sondern großartig zu sein. Sie stellten der impulse-Gruppe ihre Geschäftsmodelle vor und gaben einen tiefen Einblick in die Konzepte ihrer Firmenkultur. Im intensiven Austausch erfuhren die deutschen und österreichischen Unternehmer Tipps und Tricks vom Open-Book-Management bis hin zum Visioning. Wie die Gruppe die Reise selbst beurteilt, lesen Sie hier:

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„An der Firma arbeiten“

Kerstin Tegtmeyer

Kerstin Tegtmeyer

Keiner der Reiseteilnehmer hatte existenzielle Probleme. Aber selbst wenn es gut läuft, kann man immer noch etwas besser machen. Die Reise hat mir den Ansporn gegeben, etwas zu verändern, keine Firma ist ja perfekt aufgestellt. Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, dass ich meine Mitarbeiter zu Mitunternehmern machen muss – über eine gute Firmenkultur. Jetzt weiß ich, wie man sie entwickeln kann, etwa über Werte, gutes Feedback und „Visioning“. Ab einem bestimmten Zeitpunkt genügt es nicht mehr, aus dem Bauch heraus zu handeln. Man braucht dazu ein System. Ich will künftig nicht mehr so stark im, sondern mehr am Unternehmen arbeiten, es also stärker gestalten. Von der USA-Reise habe ich mir Inspiration und neue Impulse erhofft, und genau die habe ich erhalten.

Kerstin Tegtmeyer Geschäftsführerin des Spezialreisebüros British Travel Company
 

 
„Es werden Aktionen folgen“

Thomas Kinderlen

Thomas Kiderlen

Firmenkultur ist in unserem Familienunternehmen immer wichtig gewesen, aber nicht greifbar und etwas schwammig. Sie existiert eben. Die Werte machen ein Unternehmen letzten Endes aus, und wir müssen dafür sorgen, dass sie jedem klar sind und gelebt werden. Vor allem ein Satz des Unternehmers Tom Walter hat mir zu denken gegeben: „ein guter Mitarbeiter ist nicht unbedingt der, der gute Zahlen bringt.“ Faszinierend finde ich auch Open-Book-Management: Schon jetzt kennen alle unsere Kollegen die Umsätze, warum sie nicht auch die dazugehörigen Kosten kennenlernen lassen? Wichtig wird auf alle Fälle, dass alle Mitarbeiter abteilungsübergreifend denken. Durch Open-Book-Management kann das realisiert werden. Es muss unser Ziel sein, unsere Mitarbeiter zu Unternehmern zu machen. Für diese Entwicklung gibt es ein System, das man in jeder Branche anwenden kann. Meine Erwartungen an die Reise wurden mehr als erfüllt. Ich nehme eine Menge neue Motivation und Inspiration mit. Und: Es werden konkrete Aktionen daraus folgen.

Thomas Kiderlen Vorstandsvorsitzender des Franchisesystems Vom Fass
 

 
„Am wichtigsten ist eine Vision“

Ruth Linauer

Ruth Linauer

Ich bin begeistert, wie die Unternehmen, die wir besichtigt haben, die Firmenkultur pflegen. Was wir auf dieser Reise eindrück­lich gesehen haben, ist, wie diese Firmen Werte, Leitbild und Vision kommuniziert, geschult und gelebt haben. Ich arbeite ja oft mit kleinen Betrieben zusammen, die in einer Krise sind. Die haben das Gefühl, sie müssten etwas ändern, und wissen nicht, wie. Als Geomantin mit unternehmerischem Hintergrund kann ich mich auf mehreren Ebenen in die Situation der Unternehmer einfühlen. Eine Vision zu haben, das ist das Wichtigste, das ist mir sehr klar geworden. In meinen Kundengesprächen kann ich durch die Reise jetzt konkrete Beispiele anführen. Es geht dabei ja nicht nur um Energie, Raumatmosphäre, die Schulung von Mitarbeitern oder das Auf­ treten nach außen. Wer erfolgreich sein will, muss sich mit seinen Werten auseinandersetzen.

Ruth Linauer Geomantin
 

 
„Geld motiviert nicht langfristig“

Gerrit Pechmann

Gerrit Pechmann

Es ist heutzutage wichtig, den Mitarbeitern viel zuzutrauen und sie eigenverantwortlich arbeiten zu lassen. Mit Geld allein kann man sie nicht langfristig motivieren. Entscheidend ist die Firmenkultur, die man – anders als Wissen oder Produkte – nicht kopieren kann, sondern gemeinsam entwi­ckelt und lebt. Wir brauchen ein gemeinsames Ziel und müssen auf dem Weg dahin alle davon begeistern. Die USA­-Reise war ein inspirierendes Erlebnis, um neue Impulse zu erhalten. Auch weil ich mit interessanten Unternehmern aus allen Branchen in Kontakt kam und mich intensiv austauschen konnte. Meine Erwartungen sind übertroffen worden: Es ist so viel Energie rübergekommen, so viel neuer Antrieb und innovative Ideen. Das ist eigentlich unbezahlbar. Jetzt geht es an die Umset­zung im Team.

Gerrit Pechmann Geschäftsführer der Digitalagentur aijko
 

 
„Leitlinien für Mitarbeiter“

Karl Linauer

Karl Linauer

Ich habe vor vielen Jahren schon einmal erfahren, wie erfolgreich man mit einer guten Firmenkultur sein kann. In den USA habe ich gelernt, wie man Leitlinien schafft, an denen sich Führungskräfte und Mitarbeiter entlanghangeln können. Eigentlich müsste man Unternehmer „Ermöglicher“ nennen. Man muss die Leute machen lassen, ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dazu braucht man eine gute Organisation und ein gutes Controlling. Ich hätte nicht gedacht, dass die US-Unternehmer so gut präsentieren können und so offen sind. Ob ich das, was ich gesehen habe, umsetzen werde? Ja, ganz sicher. Wir werden schon bald in einem Teil der Firma damit beginnen.

Karl Linauer Geschäftsführer der Großbäckerei Linauer & Wagner Services
 

 
„Klare Ziele und Menschlichkeit“

Bernhard Reindel

Bernhard Reindel

Die Firmenchefs, die wir getroffen haben, geben einen klaren Rahmen vor. Sie haben Werte definiert und kümmern sich stark um ihre Mitarbeiter. Ihre Firmenkultur hat mich beeindruckt. Es war eine Verbindung aus Zielorientierung und Menschlichkeit. Ich habe von der Reise unglaublich viele Eindrücke mitgenommen. Der für mich wichtigste Wert aus allem ist „Responsibility“: Dass sich jeder für seinen Bereich verantwortlich fühlt und unternehmerisch denkt. Und dass die Führungskräfte die Mitarbeiter dabei nach Kräften unterstützen. Das setzt unglaubliche Kräfte frei. Die Umsetzung habe ich bereits eingeleitet, die Übertragung der Verantwortlichkeit klappt hervorragend. Insofern habe ich umgehend und in einer nicht für möglich gehaltenen Qualität von der Reise profitiert.

Bernhard Reindel Geschäftsführer der Kundenservice-Beratung Gutes Consulting

 
 

 
Verlagshinweis: impulse-Unternehmerreisen

Von den Besten Lernen: Was macht herausragende Unternehmen aus? Nicht die Größe, auch nicht allein die Qualität der Produkte. Was sie auszeichnet, ist eine Firmenkultur, in der das gesamte Team unternehmerisch denkt – und damit die Konkurrenz aussticht. impulse bietet auch in diesem Jahr für eine begrenzte Teilnehmerzahl Unternehmerreisen in die USA an. Treffen Sie zusammen mit impulse-Chef Nikolaus Förster herausragende Unternehmer, lassen Sie sich inspirieren und holen Sie sich in Workshops konkrete Tipps, wie Sie Ihr eigenes Unternehmen weiterentwickeln können.

Nähere Informationen unter www.impulse.de/akademie/unternehmerreise.

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