Management Unternehmertum braucht Visionen – oder: Wie ich eine übernatürliche Erscheinung hatte

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Aus dem impulse-Visioning-Seminar.

Aus dem impulse-Visioning-Seminar.© impulse

Beim Visioning formuliert man Unternehmensziele, indem man sich den Erfolg in der Zukunft ausmalt. impulse-Bloggerin Soraya Kühne hat es ausprobiert - und ist inspiriert.

Ein sehr bekannter Vielraucher sagte vor vielen Jahren, dass man doch zum Arzt gehen möge, wenn man Visionen hat. Ich sehe das ein wenig anders: Denn wenn Unternehmer Visionen haben, dann ist das gut. Und wichtig. Allerdings ist das Wort im Deutschen nicht ausschließlich positiv besetzt, so dass ich am vorletzten Wochenende nicht in den Genuss eines Workshops „Visionen erarbeiten“ gekommen bin, sondern in den Genuss des sogenannten Workshops „Visioning – Erfolgsbilder erarbeiten“. Ich hatte in einer impulse-Ausgabe das Angebot entdeckt, das Seminar regulär gebucht – und bin nun so begeistert, dass ich dieses Erlebnis mit Ihnen und Euch teilen möchte.

Wo steht meine Firma in fünf Jahren?

Was also hat es mit dem Workshop auf sich? Die Methode ist aus den USA, wo das Wort „Vision“ durchaus positiv besetzt ist. Und es einige extrem spannende Unternehmer mittelständischer Firmen gibt, die diese Methode des Gedanken-, Wünsche- und Zielformulierens perfektioniert haben.

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Am Freitag, dem ersten Tag, wurde es nach einer kurzen Einführung direkt praktisch – dieser Workshop ist nichts für jemanden, der nur konsumieren möchte. Es gilt, mitzumachen und sich auf das Thema einzulassen.

Mit der so genannten Hot-Pen-Methode schrieb ich das erste Erfolgsbild. Wo steht meine Firma in fünf Jahren? Wo stehe ich? Wie fühlt sich das an? Der Trick dabei: Man schreibt im Präsens, versetzt sich also wirklich in den Moment in fünf Jahren und darf auf KEINEN FALL den Stift absetzen. Für 30 Minuten. Zwar habe ich das Thema Handschriftliches gerade erst in den Himmel gelobt – aber 30 Minuten? Das kam mir dann doch etwas übertrieben vor.

Aber: Die Zeit verging im Flug, der Stift raste über das Papier, das Unterbewusstsein hatte richtig Freude daran. Das Handgelenk weniger. Aber ein bisschen Schmerz gehört nun mal zu vielen neuen Erfahrungen dazu.

Die einzige Regel, ich wiederhole sie gerne noch mal, ist es, den Stift auf KEINEN FALL abzusetzen. Nicht zu viel nachdenken. Vielleicht sogar am besten gar nicht denken. Wenn es dann doch hakelt, einfach Kringel auf das Blatt malen. Aber NICHT absetzen.

Klingt komisch? Ist es. Bis man es selbst ausprobiert hat.

Selten war ich so inspiriert wie nach diesen 1,5 Tagen

Wenn die Geschichte auf dem Blatt steht, schläft man am besten eine Nacht drüber. Und geht am nächsten Tag noch einmal nur mit dem Bauchgefühl dran, sie auszufeilen, zu verfeinern.

Ich will nicht allzu sehr ins Detail gehen, denn dann lesen Sie hier einen halben Roman. So viel sei aber verraten: Selten war ich so inspiriert wie nach diesen 1,5 Tagen. Mein zweites Erfolgsbild, entstanden am Samstag, beginnt so:

Es ist der 22. Dezember 2015. Ich bin zu Hause, unsere Wohnung, in die wir vor einem Jahr gezogen sind, macht mich noch immer sehr glücklich. Ich bin in der Küche und bereite alles für unser traditionelles X-Mas-Mädelstreffen vor.

Wie es weiter geht, veröffentliche ich Ende dieses Jahres hier.

Bis dahin gibt es viel zu tun, damit ich dazu auch schreiben kann, dass das Erfolgsbild genau das war: ein Bild vom Erfolg.

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