• Vom Gründer geführte Unternehmen sind innovativer

    Eine aktuelle Studie untersucht, wie risikobereit Familienunternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten sind. Christoph Kaserer von der Uni München hat sie gelesen - was der Experte über die Studie sagt.

    Christoph Kaserer
    ist Professor für Finanzmanagement und Kapitalmärkte an der TU München. Er forscht zu Finanzierungs- und Kapitalmarktfragen.

    Sind Familienunternehmen eher dazu geeignet, riskante Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchzuführen als Publikumsgesellschaften? Wir haben bis heute keine klare Antwort auf diese Frage. Publikumsgesellschaften verteilen die mit solchen Projekten verbundenen Risiken auf eine große Zahl von Aktionären, könnten aber genau diese Risiken scheuen. Der Autor arbeitet durch eine detaillierte Untersuchung der F&E-Ausgaben und Produktivität von US-Unternehmen den Einfluss von Familienkontrolle heraus. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Familieneigentum keinen statistisch messbaren Effekt auf die F&E-Aktivität hat. Hingegen hat das Vorhandensein eines “Lone Founders”, also eines Mitglieds der Gründerfamilie, welches eine führende operative Aufgabe ausübt, einen signifikanten positiven Einfluss auf die F&E-Aktivität. Somit wird bestätigt, dass es nicht die Eigentümerstrukturen per se sind, die das Innovationsverhalten eines Unternehmens beeinflussen, sondern die Führung durch eine Persönlichkeit mit unternehmerischem Geist.

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    Jörn Block: R&D Investments in Family and Founder Firms: An Agency Perspective. Journal of Business Venturing, Vol. 27, Seite 248-265, März 2012

    • Quelle: impulse
    • Copyright: impulse.de

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