• Widersprüchliches als Wettbewerbsvorteil nutzen

    In impulse-Wissen stellen Wissenschaftler regelmäßig interessante Forschungsergebnisse zu den Themen Management, Innovation und Unternehmertum vor. Thomas Zellweger empfiehlt das Werk eines Frauenduos aus den USA.

    Thomas Zellweger
    Thomas Zellweger ist Direktor des Schweizerischen Instituts für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen (KMU-HSG).

    Unternehmenslenker stehen oft vor Herausforderungen, in denen widersprüchliche Anforderungen auf sie zukommen. So zum Beispiel, wenn es um lokale Verankerung versus globales Sourcing, um Effizienz versus Innovation, Individuum versus Kollektiv, Flexibilität versus Struktur oder Profit versus Sozialverantwortung geht. In einer sich immer schneller drehenden Wirtschaftswelt reicht es heute oft kaum mehr, sich nur für das eine der beiden Ziele zu entscheiden – die scheinbar konfligierenden Ziele sind gleichzeitig anzugehen.

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    Das verlangt nach einem Manage-mentansatz, der Paradoxien zulässt und mit Spannungsfeldern umgehen kann, man könnte sagen, nach einem systemischen Ansatz. Der Artikel zeigt die Elemente des Managements von Paradoxien auf und erläutert, wie daraus Wettbewerbsvorteile zu schöpfen sind. Die Anwendung der Erkenntnisse lohnt sich gerade für Familienunternehmen, denn sie sind oft Meister im Management von paradoxen Ansprüchen, zum Beispiel aus Familie und Unternehmen.

    Wendy Smith, Marianne Lewis: Toward a Theory of Paradox: A Dynamic Equilibrium Model of Organizing. The Academy of Management Review, Vol. 36, Seite 381-403, April 2011

    • Quelle: impulse
    • Copyright: impulse.de

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