Management Wie impulse Mitarbeiter am Gewinn beteiligt

impulse ist ein junger Verlag - blickt aber auf eine 30-jährige Geschichte zurück.

impulse ist ein junger Verlag - blickt aber auf eine 30-jährige Geschichte zurück.

Wer als Festangestellter für impulse arbeitet und eigenes Kapital einbringt, wird auch am Gewinn beteiligt. „Nicht die Leistung Einzelner, sondern die des gesamten Teams soll honoriert werden“, sagt impulse-Chef Nikolaus Förster. „Jeder kann einen Beitrag zum Erfolg leisten.“ Wie dies funktioniert? Hier sind Details des Modells.

Das Prinzip ist einfach: Die impulse-Mitarbeiter sollen am Erfolg „ihres“ Unternehmens teilhaben. Zu diesem Zweck erhalten sie einen Teil des Jahresüberschusses ausgezahlt, wenn sie über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die impulse-Mitarbeiter-GbR, eine Einlage an den Verlag leisten. Je erfolgreicher die Gesellschaft agiert, desto stärker profitieren die Mitarbeiter. Die Mitarbeiterbeteiligung stärkt die Eigenkapitalbasis, setzt aber vor allem Anreize für einen gemeinsamen Erfolg.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Mitarbeiter eigenes Kapital einlegen. Der Betrag ist auf maximal 2400 Euro begrenzt – unabhängig von ihrer Position. Die Mitarbeiter sollen also keine Summen einlegen, die für sie von existenzieller Bedeutung sind, aber in guten Jahren durch eine überdurchschnittlich hohe Verzinsung am Erfolg partizipieren. „Jeder Einzelne, egal in welcher Position, kann einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Impulse Medien GmbH, Nikolaus Förster. „Entsprechend soll auch jeder die gleiche Chance haben, von der Gewinnbeteiligung zu profitieren.“

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Und so funktioniert es: Die impulse-Mitarbeiterbeteiligung basiert auf einer sogenannten „typischen stillen Beteiligung“ an der Gesellschaft, die einer zu diesem Zweck gegründeten Impulse-Mitarbeiter-GbR eingeräumt wird. Diese Struktur hat den Vorteil, dass Ausschüttungen an die Mitarbeiter-GbR auch dann erfolgen können, wenn die Gesellschafter selbst kein Kapital entnehmen und sich stattdessen dafür entscheiden, es im Unternehmen zu belassen oder Investitionen vorzunehmen. Dies wäre bei einer Kapitalbeteiligung nicht ohne weiteres möglich, da Ausschüttungen an alle Gesellschafter gleichmäßig zu erfolgen haben. Die Mitarbeiter-GbR ist mit der von ihr geleisteten Einlage also am Gewinn, nicht aber am Vermögen der Gesellschaft beteiligt. Aus der Beteiligung erwachsen keine weiteren Befugnisse – allerdings legt die Geschäftsführung der Mitarbeiter-GbR detaillierte Geschäftszahlen vor.

Die Kapitaleinlagen der Mitarbeiter verbleiben bis zum Ausscheiden der betreffenden Mitarbeiter im Unternehmen. Verlässt jemand das Unternehmen, wird ihm die Einlage samt Überschussbeteiligung für den Zeitraum bis zu seinem Ausscheiden ausgezahlt. Jeder Mitarbeiter kann seine Einlage darüber hinaus jährlich zurückfordern oder auf den Höchstbetrag heraufsetzen. Eingeführt wurde die Gewinnbeteiligung im März 2014, ein Jahr nach dem Management-Buy-out von Gruner+Jahr. Von 18 teilnahmeberechtigten Mitarbeitern für das Geschäftsjahr 2014 haben sich im laufenden Jahr 13 dazu entschieden, Kapital einzulegen; weitere Mitarbeiter können Ende des Jahres zum Programm dazu stoßen. Die erste Ausschüttung an das Team könnte nach Vorlage des Jahresabschlusses im Februar 2015 erfolgen – wenn wie 2013 erneut ein Gewinn erwirtschaftet wird.

1 Kommentar
  • Holger Dädlow 22. April 2014 19:27

    Mitarbeiterbeteiligung…eine gute Idee…und ich denke das das Mitarbeiterbeteiligungsmodell sehr auf die Firma und die Ziele zugeschnitten sein muß.
    Wir arbeiten im Moment mit kleinen Schritten (Erfolgsbeteiligung) und werden uns diesem Thema intensiver widmen.

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