Management Wie Unternehmer den passenden Werbeträger finden

Der Windsurfer Vincent Langer wird seit 2012 von der Carl Rehder GmbH gesponsert.

Der Windsurfer Vincent Langer wird seit 2012 von der Carl Rehder GmbH gesponsert.© Hain

Konzerne zahlen Millionen dafür, dass Prominente ihr Gesicht für Werbeauftritte hinhalten. Für kleinere Unternehmen ist es dagegen schwierig, bekannte Werbeträger zu gewinnen. Unternehmer Karl Hain gibt Tipps, wie sie es trotzdem schaffen können.

Seit 26 Jahren verpasst Klaus Hain keinen Surf-World-Cup vor der Insel Sylt. Der Inhaber des Versicherungsmaklers Carl Rehder aus Seevetal bei Hamburg ist begeisterter Kitesurfer und verbringt auch sonst viel Zeit auf dem Wasser. Sein Hobby ebnete ihm mittlerweile aber auch den Weg zu einem cleveren Marketing-Deal: Seit 2012 ist einer der erfolgreichsten Windsurfer der Republik Werbeträge der Firma: Vincent Langer. Allein 2013 heimste Langer viele Preise ein, war „German Champion Windurfing“ und gewann den Volvo Surf Cup sowie die Rollei Long Distance Race auf Fehmarn.

Aus dem Sponsoring ist mittlerweile eine Freundschaft und enge Zusammenarbeit entstanden. Wie es zu der Kooperation mit dem bekannten Surfer kam, erzählte Klaus Hain im impulse-Gespräch – und verriet uns seine fünf Erfolgstipps.
1) Keine Hemmungen

Anzeige

Man sollte offen auf die Menschen zugehen und sich nicht durch deren Bekanntheit einschüchtern lassen, findet Klaus Hain. Er selbst hat Vincent Langer über Bekannte kennengelernt. Über die Jahre ist eine gute Freundschaft aus der geschäftlichen Kooperation entstanden.

2) Ohne Netzwerk geht nichts

Die Kooperation mit dem Windsurfer hat Klaus Hein seinem persönlichen Netzwerk zu verdanken. „Eine Freundin, die ebenfalls surft, hat mir erzählt, dass Vincent Langer Sponsoren sucht. Ich habe ihn angerufen, wir haben uns am Strand getroffen und unsere Kooperation dort gleich besiegelt“, erzählt Hain.

3) Der Werbeträger muss zur Branche passen

Die Wahl des Werbeträgers sollte gut überlegt sein. „Wenn man Damenmode bewerben möchte, macht ein Windsurfer wenig Sinn“, sagt Klaus Hain. Die Kooperation sollte logisch sein und für beide Seiten gut passen. „Versicherungen und Surfen lassen sich hingegen gut kombinieren, das Logo meiner Firma ist sogar ein Segel.“

4) Persönliches Interesse für den Sportler

Die Gespräche sollten sich nicht nur um Geld und Sponsorenverträge drehen, findet Klaus Hain. Vielmehr sollte der Unternehmer einen persönlichen Bezug zu dem Sport haben. „Man muss sich mit dem Werbeträger identifizieren“, betont Hain, in dessen Büro nur Surffotos hängen. Als Kitesurfer kennt er sich selbst gut mit Boards und Segeln. „Ich weiß, wie die Surfer ticken.“ Dann kann auch eine langfristige Zusammenarbeit aufgebaut werden.

5) Rahmenbedingungen klären

Die Kooperation sollte vertraglich festgelegt werden. „Meine Verträge sind jeweils auf ein Jahr befristet und werden dann verlängert“, sagt Hain. In jedem Jahr steht Vincent Langer ihm für fünf Veranstaltungen zur Verfügung. Zum Beispiel auf Dorffesten und in Surfschulen, wo Werbung für Versicherungen gemacht wird. Zudem dreht der Windsurfer drei Werbefilme im Jahr. „Bei einem simulierten Surfunfall wird beispielsweise eine Unfallversicherung beworben.“ Auch wo Werbung gemacht wird, ist geklärt: auf dem Segel und der Kleidung. Daneben ist der Sponsor Carl Rehder GmbH Versicherungen auch auf der Homepage und der Facebook-Seite von Vincent Langer präsent.

 

Klaus_Hain_Segel120

Klaus Hain ist geschäftsführender Gesellschafter der Carl Rehder GmbH in Hamburg. Der Wirtschaftswissenschaftler übernahm das Unternehmen vor eineinhalb Jahren und ist selbst Kite-Surfer.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.