Nikolaus Förster Was ist Ihnen impulse wert?

Man kann diesen absurden Angeboten ja kaum entrinnen: Ich bin nach wie vor (u. a.) Abonnent der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Gedankt wird es mir nicht, im Gegenteil: An diesem Wochenende wurde mir mal wieder demonstriert, was für ein schlechtes Geschäft ich gemacht habe. 200 Euro in Cash würde ich erhalten, wenn ich ein SZ-Abo abschließen würde – und dazu bekäme ich noch einen 25-Euro-Tankgutschein. Und wenn ich mich für die FAS entscheiden würde, erhielte ich noch eine Grillzange („Edelstahl. schwarz.“) Oder eine „Grill Bibel“! Verlost wird „unter allen Testabonnenten“ auch noch ein Kugelgrill. Langjährige Leser – wie ich – gehen natürlich leer aus. Nicht Treue, sondern Schnäppchenjagd wird belohnt.

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Was für schöne Aufforderungen, meine Abos zu kündigen! Und was für ein Armutszeugnis für die Verlage! Wie will jemand, der seine Produkte („Seien Sie anspruchsvoll“) auf diese Weise verscherbelt, Kunden jemals daran gewöhnen, (wieder) für Qualitätsjournalismus zu bezahlen?

Egal.

Wir gehen einen anderen Weg – auch wenn dies ungleich mühsamer ist. Nach der Lektüre der aktuellen impulse-Titelgeschichte über Preismanagement („Klug kalkulieren“), die mein Kollege Claus Schmalholz recherchiert hat – hier ein paar Seiten aus dem neuen Heft: http://www.impulse.de/diverses/blick-ins-neue-heft – diskutieren wir, wie wir mit unseren eigenen Preisen umgehen wollen. Ist es nicht an der Zeit, nach fünf Jahren die Preise zu erhöhen? Und wenn ja, wie hoch gehen wir?

Ich reiche die Frage an Sie weiter: Was wären Sie bereit, für impulse zu zahlen? Oder anders gefragt: Was sind wir Ihnen wert? Viele Verleger schielen nach links und rechts, schauen, was andere Titel kosten – und entscheiden dann, wie viel sie drauflegen. Aber ist das angemessen?

Eigentlich ist das Heft ja nur ein Teil dessen, was wir unseren Lesern anbieten. Eigentlich geht es darum, Teil eines Netzwerkes zu sein, das einem Impulse gibt, die eine konkrete Auswirkung auf den unternehmerischen Alltag haben. Wer impulse-Abonnent ist, erhält nicht nur das Printheft, sondern auch die digitale Ausgabe für sein iPad. Und kann kostenlos an unseren Netzwerktreffen teilnehmen, bei denen wir zusammen mit anderen Unternehmern spannende Firmen besuchen, am Montag etwa Griesson-deBeukelaer in der Eifel, im Juli Leica in Wetzler, dann den Europa Park bei Freiburg etc.

Überlegen Sie doch einmal, was Ihnen dies wert ist (im Moment kostet ein Heft 7,50 Euro, im Jahr zahlt man also – jederzeit zu sofort kündbar – 12 x 7,50 Euro = 90 Euro; siehe http://shop.impulse.de/impulse-shop/abo/print.html).

Um sich über die eigene Zahlungsbereitschaft klarer zu werden, hilft die sogenannte Van-Westendorp-Methode (mehr dazu in der aktuellen Ausgabe). Im wesentlichen werden dabei vier Fragen gestellt:

1. Bis zu welchem Preis erachten Sie das Produkt als günstig, als gutes Geschäft?

2. Bei welchem Preis würden Sie das Produkt als teuer bezeichnen, aber dennoch erwägen, es zu kaufen?

3. Bei welchem Preis würden Sie das Produkt als zu teuer bezeichnen und einen Kauf nicht mehr in Erwägung ziehen?

4. Bei welchem Preis betrachten Sie das Produkt als so günstig, dass Sie dessen Qualität anzweifeln und es deswegen nicht kaufen?

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten, entweder direkt in diesem Blog oder an meine Mailadresse: foerster.nikolaus@impulse.de.

Auf jeden Fall bin ich gespannt auf Ihre Einschätzungen. Auf die Preise, die Sie akzeptieren würden. Und vielleicht auf das, was Sie sich von impulse versprechen oder wovon Sie in der Vergangenheit profitiert haben. Ich werde Sie über die Reaktionen auf dem Laufenden halten. Und dann müssen wir im Team entscheiden, wir wie damit umgehen – und unsere Preise verändern.

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