Nikolaus Förster Wie man aus Lesern Kunden macht – auf zu neuen Geschäftsfeldern

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Geschafft – in einer extrem kurzen Zeit, und mitten in der Urlaubszeit: Es haben sich genügend Teilnehmer für unsere erste impulse-Unternehmerreise angemeldet, so dass wir im Oktober nach Chicago (Foto oben, unten der Flughafen) fliegen – eine Premiere für impulse, aber auch für den Weiterbildungsmarkt. Ich zumindest kenne keine vergleichbaren Angebote, bei denen Unternehmer im Ausland von anderen Unternehmern trainiert werden – kombiniert mit Firmenbesuchen, Diskussionen und einem intensiven Austausch untereinander. Im Mittelpunkt der ersten Reise steht das hierzulande immer noch unterschätzte Thema der Firmenkultur. „Nicht groß, sondern großartig sein!“, lautet das Motto dieser amerikanischen „Small Giants“, die sich nicht alleine über Kennzahlen definieren, sondern über das Engagement ihrer Mitarbeiter und die Beziehung zu ihren Kunden. Und die mit ihrer Firmenkultur und ihren Managementmethoden herausragende Erfolge feiern. Bei aller Kritik an den Amerikanern – was dieses Thema angeht, haben sie uns einiges voraus.

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Spannend ist, wie groß das Spektrum der Unternehmer ist, die mit uns nach Chicago und Ann Arbor (dort zu Zingerman’s, siehe Foto unten) fliegen – vom Betreiber einer österreichischen Großbäckerei bis zu einem norddeutschen Anbieter von Fördertechnik, vom Gründer einer E-Commerce-Agentur bis zur Chefin eines Spezialreisebüros. Es sind vor allem kleinere Unternehmer, die erkennen, welche Chance ihnen eine herausragende Firmenkultur bietet. (Wer jetzt Lust bekommt: Ein paar Restplätze sind noch frei, Infos und Anmeldung unter http://impulse.de/unternehmerreisen oder direkt bei mir: chefredaktion@impulse.de).

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Für uns ist dies ein wichtiger Schritt, zumal jetzt das eintritt, was ich in unseren Businessplan (vom 27. November 2012) geschrieben hatte:

„Was unter dem Dach eines Konzern nur eingeschränkt möglich ist – nämlich, ausgehend von einer starken Marke, weitere, auch ganz neue Geschäftsfelder zu erobern – soll mit der neuen, flexibleren Struktur eines Mittelständlers erreicht werden.“

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie schnell es möglich ist, solch eine Reise zu realisieren, sobald man die Freiheit hat, selbst zu entscheiden und – von Unternehmer zu Unternehmer – Handschlagverträge schließen kann. Okay, der Kontakt zu einigen „Small Giants“ – den Unternehmern, die sich durch eine herausragende Firmenkultur auszeichnen – bestand bereits seit zwei Jahren; ich hatte 2011 einige von ihnen in Konstanz getroffen, als sie dort zu ihrer ersten europäischen Tagung zusammenkamen.  Die Idee zu Unternehmerreisen aber wurde erst nach dem MBO konkret, als ich den Unternehmer Stephan Kowalski traf, der zuvor u. a. ein Geschäftsreisebüro aufgebaut hatte. Uns beiden war schnell klar, welche Chancen solche Reisen bieten. Wie kann es besser gelingen, Unternehmern gute Impulse zu vermitteln? Wo kann man innerhalb so kurzer Zeit so viele konkrete Anregungen mitnehmen, die man auf die eigene Firma übertragen kann?

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Dann ging alles ganz schnell: Wir fuhren zusammen für eine Woche in die USA, nach San Diego, nach Chicago, nach Ann Arbor, trafen dort Unternehmer, diskutierten mit ihnen über Inhalte von Workshops, schauten uns Hotels an – und zurrten das Programm fest (http://impulsemagazin.wordpress.com/2013/06/15/was-wir-von-den-amerikanern-lernen-konnen/). Zurück in Deutschland reservierten wir Flüge, klärten letzte logistische und rechtliche Details, entwarfen eine Anzeige fürs Magazin und, mit Hilfe einer Agentur, eine Website. Das war’s.

Hört sich einfach an. War es auch. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die Reise, den Austausch mit spannenden Unternehmern – und auf die neuen Chancen, die sich damit für uns als Verlag ergeben. Es ist offenbar möglich, aus Lesern tatsächlich Kunden zu machen, die sich nicht mit der Lektüre eines Magazins zufrieden geben. Sie sind bereit, mehr aufzuwenden: Mehr Geld. Und mehr Zeit. Man braucht allerdings eine starke Marke. Man muss etwas Besonderes bieten. Und glaubwürdig sein. Das ist doch eine gute Nachricht. Vielleicht auch für andere Verlage.

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