Recht + Steuern Allianz muss Kunden über Fehler in Versicherungsverträgen informieren

Flaggen vor der Allianz-Zentrale in München

Flaggen vor der Allianz-Zentrale in München© Allianz

Gute Nachrichten für Allianz-Versicherte: Der Konzern muss seine Kunden nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart künftig über Fehler in ihren Verträgen informieren. Dadurch würden die Kundenrechte deutlich gestärkt, betont die Verbraucherzentrale.

Die Allianz Lebensversicherung muss Kunden nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart künftig über Fehler in ihren Versicherungsverträgen informieren. Demnach muss die Versicherung gegenüber Kunden mit einer Lebensversicherungspolice richtig stellen, wenn bestimmte von ihr verwendete Vertragsklauseln unwirksam sind, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag bestätigte.

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Hamburg (Az.: 11 O 298/13). Das Urteil vom 7. August ist noch nicht rechtskräftig. Die Allianz Lebensversicherung war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Mit dem Urteil würden die Rechte von Versicherungsnehmern deutlich gestärkt, hieß es bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Damit sei erstmals ein sogenannter Folgenbeseitigungsanspruch bei Versicherungsverträgen durchgesetzt.

Habe ein Versicherer über Jahre mit unwirksamen Klauseln gearbeitet und seinen Kunden dadurch einen finanziellen Schaden zugefügt, müsse er diese nun über die bisherige rechtswidrige Praxis im Klartext informieren. „Ein defektes Auto wird auch vom Hersteller zurückgerufen“, erklärte eine Sprecherin der Verbraucherzentrale. „Fehler können nicht mehr einfach totgeschwiegen und ausgesessen werden.“

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