Recht + Steuern Arbeitsunfall: Auszubildende haften wie jeder andere Angestellte

Auszubildene haften bei Arbeitsunfällen wie jeder andere Arbeitnehmer.

Auszubildene haften bei Arbeitsunfällen wie jeder andere Arbeitnehmer.© ehrenberg-bilder - Fotolia.com

Es gibt keine Ausnahmen für Auszubildende. Dies stellte das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil klar. Ohne Rücksicht auf ihr Alter gelten die gleichen Regeln wie für andere Arbeitnehmer, wenn sie durch ihr Verhalten einen Kollegen verletzen.

In einem Kfz-Handel mit Werkstatt hatte ein Auszubildender an der Wuchtmaschine gearbeitet. Der 19-Jährige warf ohne Vorwarnung ein etwa zehn Gramm schweres Wuchtgewicht hinter sich. Dieses traf einen 17-jährigen anderen Auszubildenden am linken Auge, am Augenlid und an der linken Schläfe.

Trotz der Behandlung in einer Augenklinik und einer Kunstlinse ist seine Sehleistung durch eine Hornhautnarbe eingeschränkt geblieben. Die zuständige Berufsgenossenschaft zahlt dem Kläger eine monatliche Rente von rund 200 Euro.

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Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Wurf nicht betrieblich veranlasst gewesen sei. Der 19-jährige Auszubildende habe deswegen fahrlässig gehandelt wurde zu der Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 25.000 Euro verurteilt. Die Revision des Auszubildenden blieb vor dem Achten Senat des Bundesarbeitsgerichts ohne Erfolg.

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