Recht + Steuern Elster: Online-Steuererklärung soll einfacher werden

Die Steuererklärung im Internet soll für die Bürger einfacher werden - und irgendwann sogar überflüssig, weil der Fiskus einen vorausgefüllten Vorschlag verschickt.

Die Steuererklärung im Internet soll für die Bürger einfacher werden - und irgendwann sogar überflüssig, weil der Fiskus einen vorausgefüllten Vorschlag verschickt.© Picjumbo.com

Die Steuererklärung soll bis 2017 einfacher werden - zumindest in der Online-Version. Eine lästige Pflicht soll künftig ganz wegfallen.

Bund und Länder wollen die Steuererklärung über das Internet vereinfachen. Diesen Entschluss bekräftigten die Länderfinanzminister auf ihrer Jahresversammlung auf dem Hambacher Schloss in Rheinland-Pfalz. Bereits im November 2014 hatten Bund und Länder ein Konzept zur „Modernisierung des Besteuerungsverfahrens“ vorgelegt. Es soll mehr Bürger dazu motivieren, ihre Erklärung elektronisch einzureichen. Ein Beispiel für die geplanten Änderungen: „Auch Nutzer der Steuersoftware Elster sollen künftig ihre Belege elektronisch übermitteln können, statt sie per Post nachsenden zu müssen“, sagt Jürg Weißgerber, Sprecher des Bundesfinanzministeriums.

Die Digitalisierung solle das Besteuerungsverfahren vor allem nutzerfreundlicher machen. Zum Beispiel durch den Ausbau der vorausgefüllten Steuererklärung: Ziel sei es, dass die Bürger nur noch einem Vorschlag des Finanzamtes zustimmen müssten, sagt Weißgerber. Seit August 2014 können Steuerzahler eine vorausgefüllte Steuererklärung online abgeben. Wichtige Daten vom Finanzamt übertragen sich dabei automatisch in die Formulare. Ganz von Zauberhand funktioniert das Verfahren aber nicht: Wer es nutzen will, muss sich bei Elster registrieren und braucht ein elektronisches Zertifikat zur Datenübertragung. Die genaue Gegenrechnung von Kosten und absetzbaren Aufwendungen wird empfohlen, denn bei Fehlern haftet der Steuerzahler – und nicht das Finanzamt.

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Die Länderfinanzminister waren sich auf der Konferenz zudem einig darüber, dass die Steuerbehörden serviceorientierter arbeiten müssen. „Es ist eben auch die Frage der Schnelligkeit, der Dienstleistung für die Steuerzahler, etwa indem man dafür sorgt, dass beispielsweise eine viel einfachere Lösung entsteht, online sowohl seine Steuererklärung abgeben zu können, aber auch online einen Steuerbescheid zu bekommen“, sagte der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert-Walter Borjans (SPD). Das Gesetz dafür soll 2017 in Kraft treten.

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