Recht + Steuern Gericht urteilt: Profifußballer dürfen Pay-TV nicht von der Steuer absetzen

Nicht steuerlich absetzbar: Fußballübertragungen im Pay-TV.

Nicht steuerlich absetzbar: Fußballübertragungen im Pay-TV.© tomispin - Fotolia

Die meisten Bundesliga-Spiele sind in Deutschland nur im Pay-TV zu sehen. Aber zählt das Abo fürs Bezahlfernsehen deshalb zu den Werbungskosten von Profifußballern? Nein, urteilte jetzt ein Gericht.

Profifußballer dürfen Abonnements für Fußballübertragungen im Bezahlfernsehen nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße hervor (Az.: 1 K 1490/12). Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Fußballübertragungen des Pay-TV-Senders auch privat angeschaut würden, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Das Urteil vom 18. Juli ist rechtskräftig.

Auch Sportbekleidung nicht als Werbungskosten anerkannt

Auch Ausgaben für Sportbekleidung und einen Personal Trainer erkannte das Gericht nicht als Werbungskosten an. Es handle sich dabei nicht um typische Kleidung, die etwa wegen ihrer Schutzfunktion nur im Beruf verwendet wird, sondern um «bürgerliche Kleidung». Auch beim Personal Trainer sei eine Trennung zwischen beruflicher und privater Veranlassung nicht möglich.

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Geklagt hatte laut Gericht ein Fußballspieler, der für die Jahre 2008 und 2009 einen entsprechenden Steuerbonus einstreichen wollte. Insgesamt hatte er für TV-Abo, Arbeitskleidung und privaten Personal-Trainer (nur für das Jahr 2008) Kosten von gut 800 Euro geltend gemacht.

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