Recht + Steuern Manager Thomas Middelhoff bleibt im Gefängnis

Thomas Middelhoff wurde vom Landgericht Essen bereits zu drei Jahren Haft verurteilt.

Thomas Middelhoff wurde vom Landgericht Essen bereits zu drei Jahren Haft verurteilt.© dpa

Wieder ist ein Antrag auf Haftenlassung gescheitert: Der Ex-Arcandor-Manager bleibt weiter in Untersuchungshaft. Dies entschied das Essener Landgericht am Montag. Thomas Middelhoff wurde im November zu drei Jahren Haft verurteilt.

Der frühere Top-Manager Thomas Middelhoff ist mit einem weiteren Antrag auf Haftentlassung gescheitert. Das Essener Landgericht habe nach einem erneuten Haftprüfungstermin die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet, teilte ein Justizsprecher am Montag in Essen mit. Über die Hintergründe des Haftprüfungsantrags und die Gründe der Entscheidung machte der Sprecher unter Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte des Managers keine Angaben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten Middelhoffs Anwälte die Stellung einer Kaution angeboten.

Der frühere Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor war am 14. November vom Essener Landgericht wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt und noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, denn der Manager hat Revision gegen die Entscheidung eingelegt. Middelhoff hatte die Vorwürfe stets bestritten.

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Mehrere Versuche seiner Anwälte, den Haftbefehl außer Vollzug setzen zu lassen, waren seitdem gescheitert. Zuletzt hatte das Oberlandesgericht Hamm kurz vor Weihnachten eine Haftbeschwerde des Managers als unbegründet verworfen. Es bestehe nach wie vor Fluchtgefahr, hatte der 5. Strafsenat erklärt.

Zur Begründung hatte das Gericht vor Weihnachten unter anderem auf die gegen den Manager verhängte Freiheitsstrafe von drei Jahren verwiesen, aber auch auf die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen gegen Middelhoff und die von Gläubigern gegen ihn erhobenen Millionenforderungen. Bei einer Abwägung aller Umstände sei es wahrscheinlicher, dass sich der Manager dem weiteren Strafverfahren entziehen werde, als dass er sich ihm zur Verfügung halten werde, hatte der Senat erklärt.

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