Recht + Steuern Mietrechtsfragen

Beim Leasing werden verschiedene Vertragsvarianten angeboten

Beim Leasing werden verschiedene Vertragsvarianten angeboten

Die rechtlichen Grundlagen für Leasingverträge sind nicht im Gesetz, sondern in vier Erlassen geregelt. Darauf basieren auch die populärsten Vertragsvarianten für IT-Verträge.

Vollamortisation

Bei der Vollamortisa­tion (VA) decken die Leasingraten den vollen Anschaffungspreis, alle Kosten und die Gewinnmarge des Leasinggebers. Am Ende der Laufzeit können Unternehmer das Objekt oft zum Restbuchwert oder Zeitwert kaufen oder den Vertrag verlängern. VA-Verträge sind nicht kündbar, sie können über 40 bis 90 Prozent der „betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer“ laufen. Hardware, die über 60 Monate abgeschrieben wird, lässt sich also für 24 bis 54 Monate leasen.

Teilamortisation

Bei diesen Verträgen ist das Leasinggut am Ende der Laufzeit nur teilweise abbezahlt. Die Leasinggesellschaft kalkuliert deshalb noch einen Restwert ein, zu dem sie das gebrauchte Teil verwertet oder per Andienungsrecht zum vorher vereinbarten Preis an den Kunden verkauft.

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Kündbarer Vertrag

Diese Kontrakte sind, solange die 40-Prozent-Regel für die Grundmietzeit (siehe VA-Verträge) eingehalten wird, jederzeit auflösbar. Wer vor der rechnerischen Voll­amortisation kündigt, muss allerdings die bis dahin noch ausstehenden Raten ablösen.

Mietkauf

Ein Mietkauf ist kein Leasing-, sondern eher ein Kaufvertrag auf Raten. Denn nach der letzten Rate, die als sogenannte Ballonrate meist höher ist als die laufenden Zahlungen, gehört die Ware dem vorherigen Mieter.

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