Marke kaufen Wann es sich lohnt, eine Schubladenfirma zu kaufen

  • Aus dem Magazin
Eine Schubladenfirma ist nicht mehr als eine leere Hülle. Wer eine solche ungenutzte Firma oder Marke kauft, kann sie mit neuem Leben füllen.

Eine Schubladenfirma ist nicht mehr als eine leere Hülle. Wer eine solche ungenutzte Firma oder Marke kauft, kann sie mit neuem Leben füllen.© MaskaRad / Fotolia.com

Ungenutzte Firmenhüllen gibt es reichlich - und besonders bei Marken mit Vorgeschichte kann sich der Kauf lohnen. Doch was ist vor und nach dem Erwerb zu beachten?

In so mancher Schublade schlummern potenzielle Schätze: leere Firmenhüllen, die nur darauf warten, mit Ideen erfüllt zu werden und Gewinn zu bringen. So finden Sie heraus, ob sich der Kauf einer Schubladenfirma lohnen könnte.

Wieso sollte ich eine alte Firma kaufen?

Wirtschaftlich sinnvoll ist der Kauf nur, wenn die ungenutzte Firma einen tatsächlichen Wert aufweist. Dann kann sie sogar als Finanzierungsinstrument dienen: So werten Banken etwa bei Kreditvergabe Marken- oder Firmenrechte als Sicherheit.

Anzeige

Wie finde ich den Wert einer Marke heraus?

Wirtschaftsprüfer oder Markenrechtler ermitteln den Wert einer Marke in speziellen Gutachten. „Anhaltspunkte sind der geforderte Kaufpreis und der Umsatz, der mit Lizenzen gemacht wird“, sagt Angelica von der Decken, Markenrechtlerin und Partnerin der Kanzlei Beiten Burkhardt. Auch Bekanntheit und Tradition sowie Internetdomains und Social-Media-Profile können wertsteigernd sein.

Spare ich etwas nach dem Kauf?

Seit einer BGH-Entscheidung von 2003 wird der Kauf von Firmenhüllen wie eine Neugründung behandelt – die GmbH muss also mit mindestens 25.000 Euro Stammkapital ausgestattet sein. Bei ungenutzten Marken sparen Käufer immerhin die Gebühren für den Eintrag im Markenregister.

Was muss ich nach dem Kauf einer Firma oder Marke beachten?

Zuerst: Firma im Handelsregister umschreiben! Bei Marken außerdem Einträge beim Patent- und Markenamt auf den neuen Inhaber übertragen – und prüfen, ob der Markenschutz ausreicht! Geografisch sollte eine deutsche Marke immer EU-weit und in der Schweiz geschützt sein. Zusätzlich sollte der sogenannte gegenständliche Schutzbereich möglichst weit abgesteckt werden. Bei Spirituosen heißt das etwa: andere Luxusgüter schützen, die einmal ins Sortiment aufgenommen werden sollen (z. B. Tabakwaren, Parfüms, Schmuck).

 

impulse-04-16

Mehr zum Thema lesen Sie in der impulse-Ausgabe 04/16: Wie der erfolgreiche Anwalt Rainer Hosie die Spirituosenmarke seiner Vorfahren von Bacardi zurückkaufte.

Sie können die Ausgabe als Einzelheft oder als ePaper kaufen. Übrigens: Mitglieder im impulse-Netzwerk erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat nach Hause geliefert. Und über die impulse-App für iOS- und Android-Geräte können Sie die neuen Ausgaben bequem auf Tablet oder Smartphone lesen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.