Onlineshop-Sicherheit Was die neuen Regeln zur Onlinebezahlung für Händler bedeuten

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Ab November gelten neue Regeln für die Sicherheit im Onlineshop.

Ab November gelten neue Regeln für die Sicherheit im Onlineshop.© thanatip - Fotolia.com

Ab November gelten neue Sicherheitsregeln für das Bezahlen im Onlineshop. Um Betrug zu verhindern, sollen sich Käufer doppelt identifizieren. Das kommt auf Händler zu.

Was ist der Hintergrund für die neuen Regeln zur Sicherheit im Onlineshop?

Europas Bankenaufsicht will den Onlinehandel sicherer machen und hat dafür eine Richtlinie erlassen, die in Deutschland von der strengen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) umgesetzt wird. Stichtag ist der 5. November.

Was ändert sich?

Bezahlt ein Kunde im Internet, muss seine Identität künftig zweifach geprüft werden. Diese Zwei-Faktor-Prüfung umfasst zum Beispiel ein Passwort und zusätzlich eine TAN-Nummer, die ans Handy geschickt wird, oder einen Fingerabdruck- Scan. Beim Zahlen mit Kreditkarte reicht es also künftig nicht mehr aus, einfach Karten- und Prüfnummer einzugeben.

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Ist das gut oder schlecht?

„Die Zwei-Faktor-Prüfung dient der Sicherheit, einige Onlinehändler fürchten aber, dass sie dem Umsatz schadet“, sagt Dorothee Frigge vom EHI Retail Institute. Der Zahl der Kaufabbrüche beim Onlineshopping könnte hochschnellen, wenn die Verfahren aus Kundensicht zu umständlich sind oder zu lange dauern, so die Sorge.

Gibt es Ausnahmen?

Die Regelung gilt erst ab einer Kaufsumme von 30 Euro. Zudem sind als sicher geltende Bezahlmethoden wie das weitverbreitete Paypal von der verschärften Regelung ausgenommen. Auch beim Kauf auf Rechnung – immer noch die beliebteste Zahlungsart der deutschen Onlineshopper – ändert sich nichts.

Was müssen Online-Händler tun?

Onlinehändler sind dafür verantwortlich, dass in ihren Shops die neuen Regeln zur Anwendung kommen. Dafür aber brauchen sie die Hilfe der Zahlungsdienstleister. „Um ganz sicher nicht gegen die neuen Regeln zu verstoßen, sollten sich Onlinehändler bei ihren Zahlungsdienstleistern rückversichern, ob und wann die Zwei-Faktor-Authentifizierung in ihrem Shop erforderlich ist“, empfiehlt Matthias Terlau von der Kanzlei Osborne Clarke. Konkrete Strafen durch die Bafin seien zunächst aber nicht zu befürchten.

 

impulse-Magazin Oktober 2015Dieser Artikel stammt aus in der impulse-Ausgabe 10/15. 

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