Recht + Steuern Regierung will Handwerkerbonus kürzen

Die Bundesregierung denkt über eine Kürzung des Handwerkerbonus nach.

Die Bundesregierung denkt über eine Kürzung des Handwerkerbonus nach.© artalis - Fotolia.com

Die Bundesregierung braucht mehr Geld zur Förderung von Energiesparmaßnahmen. Deshalb prüft die Große Koalition nun eine Kürzung der Steuervergünstigungen für Handwerksarbeiten. Steuerzahler sollen kleine Rechnungen demnach künftig nicht mehr von der Steuer absetzen können.

Die Bundesregierung prüft, ob künftig nur noch Handwerker-Rechnungen von mehr als 300 Euro von der Steuer absetzbar sein sollen. Derzeit gilt das vom ersten Euro an bis zu 1200 Euro pro Jahr und Haushalt. Das mit einer Kürzung eingesparte Geld könnte im Gegenzug für eine stärkere steuerliche Förderung der Gebäudesanierung eingesetzt werden, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. In Koalitionskreisen wurden entsprechende Überlegungen am Montag bestätigt. Bund und Länder kostet der Handwerker-Bonus pro Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro.

Ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, wenn die Regierung gegebenenfalls zu einer solchen Lösung greifen sollte, müssten auch die Länder mit ins Boot geholt werden. „Ohne eine Beteiligung der Länder an einem solchen Weg sehen wir hierfür keine Grundlage.“ Das Finanzministerium unterstütze aber ausdrücklich das Ziel, mit der Gebäudesanierung messbare Fortschritte beim Energiesparen zu machen. Die Bundesregierung will am Mittwoch ihr neues Klimaschutzpaket beschließen. Ein Kernpunkt ist mehr Energieeffizienz durch Gebäudesanierung.

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Handwerkspräsident Hans-Peter Wollseifer hält den Steuerbonus auf Handwerkerleistungen für unverzichtbar. Er müsse als Instrument gegen Schwarzarbeit voll erhalten bleiben, verlangte er in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

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