Recht + Steuern Steuereinnahmen: Fiskus verbucht Plus von 6,4 Prozent

Der Boom am Arbeitsmarkt und kräftige Lohnsteigerungen führen zu deutlich mehr Steuereinnahmen in Deutschland. Im Juni hat davon vor allem der Bund profitiert.

Die Staatskassen profitieren weiterhin von sprudelnden Steuereinnahmen. Im Juni verbuchte der Fiskus ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (ohne reine Gemeindesteuern) auf 63,5 Milliarden Euro. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums vom Montag hervor.

Insgesamt profitierte der Bund vom Einnahmeplus des Staates diesmal stärker als Länder und Kommunen. Zu seinen Mehreinnahmen trug vor allem die Kfz-Steuer bei – mit plus 70,3 Prozent. Der Zuwachs erklärt sich daraus, dass der Bund die Kfz-Steuer von den Ländern im Juni komplett übernommen hatte. Seither liegt die Zuständigkeit bei der Zollverwaltung.

Anzeige

Auch die beiden wichtigsten Bundessteuern – die Energiesteuer (plus 6,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro) und die Tabaksteuer (plus 25 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro) – verzeichneten im Juni hohe Zuwachsraten. Die Steuereinnahmen des Bundes lagen im vergangenen Monat insgesamt um 7,9 Prozent höher als vor Jahresfrist; bei den Ländern gab es einen Zuwachs um 5,3 Prozent.

284,5 Milliarden Euro Gesamtsteueraufkommen

Im ersten Halbjahr 2014 nahm das Gesamtsteueraufkommen (wieder ohne reine Gemeindesteuern) zusammengerechnet um 2,5 Prozent auf 284,5 Milliarden Euro zu. Allerdings schneidet der Bund dabei deutlich schlechter ab als in der Monats-Betrachtung für Juni: In den ersten sechs Monaten lag sein Steueraufkommen um 3,4 Prozent unter dem
Niveau des Vorjahres. Dagegen verbuchten die Länder ein Steuerplus von 15 Prozent.

Die Einnahmen aus der Lohnsteuer legten im Juni mit 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut deutlich zu. Von Januar bis Ende Juni erhöhten sie sich sogar um 6,0 Prozent auf knapp 80 Milliarden Euro. Ein Minus gab es bei der Abgeltungssteuer: Im ersten Halbjahr schrumpften die Einnahmen daraus um 7,8 Prozent auf knapp 4,9 Milliarden Euro.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.