Private Telefonate Ist eine fristlose Kündigung bei Privatgesprächen erlaubt?

Darf ein Arbeitgeber seiner Mitarbeiterin fristlos kündigen, weil Sie Dutzende Male Privatgespräche vom Bürotelefon aus führte?

Darf ein Arbeitgeber seiner Mitarbeiterin fristlos kündigen, weil Sie Dutzende Male Privatgespräche vom Bürotelefon aus führte?© Alex - Fotolia.com

Eine Angestellte rief 37 Mal von ihrem Arbeitsplatz aus bei einer Glücksspiel-Hotline an, daraufhin kündigte ihr der Arbeitgeber fristlos. War das rechtens?

Weil sie von ihrem Bürotelefon mehrfach eine Glücksspiel-Hotline angerufen hat, ist eine Angestellte am Niederrhein fristlos entlassen worden. Vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf wehrt sich die Kauffrau an diesem Mittwoch (10.00) gegen ihren Rauswurf.

Weil es keine eindeutige Regelung für private Telefonate über die Firmenapparate gab, hatte die Frau in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht Wesel Erfolg. Doch der Arbeitgeber beharrt auf der Kündigung und zog in die zweite Instanz. Die Mitarbeiterin habe ihre Vertrauensstellung missbraucht (Az.: 12 Sa 630/15).

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Zu den Aufgaben der Bürokauffrau gehörte die Kontrolle der eingehenden Rechnungen, somit auch der Telefonrechnung. Insgesamt waren 37 Anrufe à 0,50 Euro mit Sondernummer angefallen.

Als dem Geschäftsführer die Anrufe auffielen, sprach er die Mitarbeiterin an. Am nächsten Tag räumte sie ein, die Anruferin gewesen zu sein und bot die Erstattung der Gebühren von 18,50 Euro an. Doch drei Tage später erhielt sie die fristlose Kündigung.

Wie das Urteil des Landesarbeitsgerichts ausgefallen ist, lesen hier auf impulse.de

 

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