Unternehmen 24 Ideen für ein besseres Unternehmen

Was macht ein Unternehmen stark? Oft sind es die kleinen Dinge, die das Team motivieren oder Kunden begeistern. Wir haben in unserem Netzwerk Ideen gesammelt, die wenig kosten, Ihre Firma aber voranbringen können.

1. Packen Sie Homeoffice-Koffer.
„Wir haben zwei Homeoffice-Koffer angeschafft, die unsere Mitarbeiter nutzen können, wenn etwa die Kinderbetreuung ausfällt und sie nicht zur Arbeit kommen können. Darin sind ein Laptop mit UMTS-Karte, ein Telefon, Locher, Tacker, Papier und ein kleiner Drucker. Über einen VPN-Tunnel ist man mit dem Firmennetzwerk verbunden. Beide Koffer haben zusammen rund 1500 Euro gekostet. Natürlich ist es jedem freigestellt, ob er, wenn die Kinder krank sind, arbeiten möchte. Aber ich habe selbst meine Mutter gepflegt und weiß, dass man nicht acht Stunden lang am Bett sitzen muss. Wir haben den Koffer auch schon für Einsätze bei Kunden in anderen Städten genutzt. Fünf Minuten Aufbauzeit und man ist arbeitsfähig.“

Markus Dornseif leitet das Dienstleistungsunternehmen Dornseif Winterdienst

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2. Führen Sie die 1-Euro-Regel ein. Dann können alle konzentrierter arbeiten.
„Sich ablenken zu lassen frisst unfassbar viel Zeit. Wer einmal bei seiner Arbeit unterbrochen wird, braucht oft Minuten, um den Faden wieder aufzunehmen. Wie aber bleibt man fokussiert, wenn ständig Kollegen etwas von einem wollen? Wir haben bei uns im Büro die 1-Euro-Regel eingeführt: Wer ein Headset trägt, darf von anderen nicht angesprochen werden. Es signalisiert, dass der Mitarbeiter konzentriert arbeiten will. Wer ihn dennoch etwas fragen will, muss dafür 1 Euro zahlen. Es ist erstaunlich: Vieles ist plötzlich gar nicht mehr so dringend.“

Christoph Magnussen ist Gründer mehrerer Start-ups und CEO der Beratung Blackboat

 

3. Lassen Sie Ihr Team die Büros neu gestalten.
„Den größten Teil des Tages verbringt man bei der Arbeit. Da sollte man sich wohlfühlen. Deshalb haben wir unseren Mitarbeitern ein fünfstelliges Budget zur Verfügung gestellt und gefragt: ‚Was wollt ihr in den Firmenräumen verändern?‘ Unter dem Motto ‚Pimp my Office‘ haben wir Vorschläge gesammelt und die Mitarbeiter abstimmen lassen. Der Vorschlag mit den meisten Stimmen wurde zuerst umgesetzt, dann der nächste – bis das Geld alle war. Die Ideen haben wir in abteilungsübergreifenden Teams umgesetzt. Die Gesamtmotivation hat sich dadurch deutlich gesteigert. Jetzt tanken die Mitarbeiter Energie bei einem Powernap in unserem ‚Napping-Room‘, spielen Videospiele im Kreativwohnzimmer oder bleiben nach der Arbeit für ein Tischtennisturnier im Büro.“

Fabian Heilemann ist Gründer des Internetportals Daily Deal und Partner der Investmentgesellschaft Heilemann Ventures

 

4. Stehen unangenehme Aufgaben an? Dann erledigen Sie diese besser gleich.
„Als ich mit 16 meine Firma gründete, riet mir ein älterer Unternehmer: „Sven, die Kröte gehört an den Anfang des Tages, die musst du sofort schlucken.“ Daran habe ich mich gehalten. Wann immer zum Beispiel ein unangenehmes Kundengespräch zu führen ist, mache ich das direkt morgens um acht Uhr. Danach kann man befreit weiterarbeiten. Und oft gibt es ja, wenn man mit den Leuten persönlich spricht, eine positive Auflösung des Problems. Das gibt einem ein gutes Gefühl für den ganzen Tag.“

Sven Franzen ist Gründer und Geschäftsführer der Tiger Marketing Group

 

5. Rufen Sie Ihre Kunden nach einem Jahr wieder an
„Wir betreiben eine Tischlerei mit eigenem Laden und haben 2012 begonnen, alle Kunden anzurufen, die wir ein Jahr zuvor bedient haben. Wir fragen, ob an den Möbeln Kleinigkeiten nachzustellen oder zu reparieren sind. Die Idee ist eingeschlagen wie eine Bombe. Unsere Befürchtung, dass lauter kleine Reklamationen kommen, die viel Zeit verschlingen, war unbegründet. Nur bei jedem zwanzigsten Anruf gibt es eine Beanstandung, die schnell beseitigt ist. Aber bei jedem zehnten Anruf entsteht ein neues Beratungsgespräch, oft über Dienstleistungen, von denen die Kunden gar nicht wussten, dass wir sie anbieten. Bei allen anderen stärkt der Anruf die Kundenbeziehung. Jemanden, der von sich aus anbietet, kleine Schäden zu beheben, empfiehlt man gerne weiter.“

Torsten Utz bietet mit seiner Firma Utz Design Innenausbau und Tischlerhandwerk an

 

6. Überraschen Sie Ihre Kunden mit einer Tüte duftender Brötchen.
„Die Idee stammt von meinen Mitarbeitern: Wenn wir mit unserem Handwerksbetrieb eine Arbeit abgeschlossen haben, lassen wir bei unseren Kunden eine Tüte Brötchen zurück, garniert mit einer Karte: „Danke, dass wir für Sie arbeiten durften.“ Das Ganze kostet wenige Euro, hat aber einen sensationellen Effekt: Man kommt mit seinen Kunden auf eine ganz andere, persönliche Ebene. Wir lassen ein gutes Gefühl zurück, und unsere Kunden werden für uns zu Werbebotschaftern, wenn sie ihren Nachbarn und Freunden vom Brötchengruß ihres Handwerkers erzählen.

“Günter Schmitz ist Eigentümer und Geschäftsführer des Handwerkbetriebs Coplaning

 

7. Schenken Sie Ihren Mitarbeitern täglich Erfolgserlebnisse.
„Ein Schreiner kann abends sehen, was er geleistet hat. Für unsere Mitarbeiter ist die eigene Leistung nicht so klar sichtbar: Wir übernehmen mit unserem Familienunternehmen Kundenservicedienstleistungen für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Daher haben wir auf Basis der Vorgaben unserer Auftraggeber für jedes Team konkrete Ziele formuliert. Wenn diese Ziele erreicht werden, werfen die Mitarbeiter einen bunten Ball in eine Bällesäule, die für alle sichtbar mitten im Büro steht. So kann das Team jederzeit sehen, wo es steht und was es schon erreicht hat. Am Monatsende wird abgerechnet: Je nach Pegelstand gibt es Süßigkeiten, Kuchen, Pizza oder ein Überraschungsgeschenk, und die Leistung wird gemeinsam gefeiert.“

Bernhard Sack, Juniorchef des Callcenters und Kommunikationsdienstleisters Tel-inform

 

8. Schicken Sie Ihren Kunden handgeschriebene Karten.
„Als wir mit unserem Luxus-Secondhand-Shop online gingen, haben wir jedem Paket eine handgeschriebene Karte beigelegt. Das Feedback darauf war phänomenal. Unsere Pakete sind ohnehin hochwertig verpackt, mit der persönlichen Nachricht bekommt die Kundin aber ein Gefühl, als würde sie ein Geschenk auspacken. Daher machen wir das weiter, obwohl wir heute 2000 Pakete im Monat verschicken. Derjenige, der die Kiste packt, schreibt die Karte und unterzeichnet mit seinem Namen. Etwa: ‚Liebe Anna, wir wünschen Dir viel Freude mit Deiner neuen Louis-Vuitton-Tasche. Viele Grüße, Max‘. Das dauert nur ein paar Sekunden, aber die Beziehung zum Kunden ist sofort ganz persönlich.“

Cécile Gaulke, Gründerin von Rebelle, einem Online-Shop für Secondhand-Designermode

 

9. Feiern Sie im kommenden Jahr Erntedankfest.
„Wir sind eine Werbeagentur und arbeiten viel und hart. Ich fand, wir sollten einmal innehalten und uns einfach nur freuen. Im Kalender entdeckte ich das Erntedankfest und erinnerte mich an die Bedeutung dieses Tages. Seither feiern wir Erntedank mit dem ganzen Team. Der Raum wird herbstlich geschmückt, und es gibt Kleinigkeiten zu essen. Vor allem legen wir unsere Arbeiten aus. So machen wir uns noch einmal klar, was wir geleistet haben. Erntedank ist ein starkes Symbol, und das Fest kostet nicht viel Geld. Zudem ist im Oktober auch noch niemand im Weihnachtsfeierstress.“

Thilo Schirmer, Geschäftsführender Gesellschafter der Werbeagentur RosenbauerSolbach

 

10. Stellen Sie die Zauberfrage: „Wie sind Sie denn darauf gekommen?“
„Wie kommt man mit jemanden, den man gerade auf einer Veranstaltung getroffen hat, ins Geschäft? Die magische Frage lautet: ‚Wie sind Sie denn darauf gekommen?!‘ Ich habe in vielen Jahren nur wenige Menschen erlebt, die auf diese Frage einsilbig geantwortet hätten. Im Gegenteil: Ermuntert durch aktives Zuhören, lassen sich die meisten eine halbe Stunde lang kaum stoppen. Wer die eigene Geschichte erzählen darf, der berichtet oft Interessantes und Überraschendes. Man erfährt: Wer ist der Gesprächspartner? Was ist ihm wichtig? Was macht sein Unternehmen? Wo hat er Stärken, wo Verbesserungspunkte? Kann ich ihm bei diesen Problemen helfen? Über eine Folgefrage wie: ‚Woran arbeiten Sie derzeit?‘ landet man in der Gegenwart und bekommt Anhaltspunkte, wo man mit seinem Angebot ansetzen könnte.“

Peer-Arne Böttcher gründete den Business Club Hamburg und blogt auf impulse.de über effizientes Netzwerken

 

11. Gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern spazieren.
„Als Gründerin brauche ich Mitarbeiter, die mir ehrlich ihre Meinung sagen. Und ich selbst muss besonders gut zuhören. Das geht besser außerhalb des Büros. Ich schnappe mir einen Mitarbeiter und gehe mit ihm spazieren, in ein Café oder in den Park. Dann frage ich, wie es ihm geht oder ob er gern etwas loswerden möchte. Was machen wir gut, was können wir besser machen? Draußen an der frischen Luft begegnet man sich anders, die Rollen lösen sich auf. Der Kopf wird frei, und wir können offener und lockerer sprechen. Und das Schöne: Es spendet Vertrauen und kostet uns nichts.“

Sarah Haide hat Mycouchbox gegründet. Das Start-up verschickt Überraschungs-Snackboxen für den Fernsehabend

 

12. Vergeben Sie einen „Fail Award“
„Wir arbeiten in einem Großraumbüro, in dem es schwer ist, in Ruhe zu telefonieren. Da hatte ich mit einem Kollegen eine Idee: Wir kaufen eine alte Telefonzelle, in die man sich zurückziehen kann. Stolz auf unseren Einfall, ersteigerten wir ein gelbes Häuschen bei Ebay – um bei der Anlieferung festzustellen, dass es nicht durch unsere Tür passte. Damit waren mein Kollege und ich die ersten Gewinner des ‚Fail Awards‘, eines Wanderpokals für den besten Fehler. Klingt lustig, hat aber einen ernsten Hintergrund: Wir wollen, dass in unserem Team Fehler nicht vertuscht, sondern offen besprochen werden. Nur so können wir aus ihnen lernen. Der Fail Award hilft dabei. Wichtig: Man kann nur sich selbst nominieren, es geht nicht darum, andere an den Pranger zu stellen. Das ganze Team stimmt ab, wer am grandiosesten gescheitert ist.“

Monika Frech ist Chefin der Berliner Innovationsagentur Dark Horse

 

13. Machen Sie mit Ihrem Team Video-Yoga.
„‚Ommm! Shanti, shanti!‘ Beim ersten Mal wurde noch viel gekichert – und trotzdem haben wir gleich entschieden: Unser Kollegen-Yoga wird ein festes Ritual. Das Tolle daran: Es bringt uns Bewegung und Entspannung, kostet aber so gut wie nichts. Weil es sich für unser kleines Team kaum lohnt, einen Yoga-Lehrer zu engagieren, machen wir einen Online-Kurs. Für 16 Euro im Monat haben wir uns auf dem Portal Yoga Easy (es gibt noch etliche weitere) angemeldet, auf dem man unzählige Videos ansehen kann, von Anfängerkursen bis zu Übungen für Profis. Das Video läuft auf einem Laptop, die Anweisungen des Yogalehrers tönen aus Computerboxen. Bei der Unfallversicherung haben wir eine sportliche Kollegin als Gruppenleiterin angegeben, für niedrigschwellige Angebote reicht das, und man braucht keinen Mitarbeiter mit Übungsleiterschein.“

Antonia Götsch ist stellvertretende Chefredakteurin bei impulse

 

14. Erfinden Sie Ihre Visitenkarten neu.
„Statt Visitenkarten verteilen wir kleine Stoffstücke mit unserer Web-Adresse drauf. Das kann jeder nachmachen: Einfach ‚Erinnerungsfetzen‘ auf die eine Stoffseite drucken und die Internetadresse der Firma auf die andere Seite. Dann in scheckkartengroße Stücke reißen. Unsere Kunden haben sehr positiv darauf reagiert, die Erinnerungsfetzen verschwinden nicht einfach in einer Ablage. Außerdem haben wir ‚Visitengärtchen‘, die wir verteilen. Das sind kleine Tüten mit Visitenkarten, unserem Label und Blumensamen für eine Schmetterlingswiese. Das hebt sich von Karten im Standardformat ab. Dinge, die neu und charmant sind, bleiben hängen.“

Kerstin Duda ist Chefin der Marken- und Designagentur Dudadesign

 

15. Helfen Sie Jugendlichen mit Ihrem Netzwerk und Ihrer Erfahrung.
„Wenn sich Unternehmer sozial engagieren, ist oft von Stiftungen oder großen Spenden die Rede. Dabei verfügen wir auch über etwas, mit dem man oft mehr helfen kann als mit Geld: ein großes Netzwerk und viel Erfahrung. Ich mache daher bei dem Projekt Joblinge (www.joblinge.de) mit. Für vier Monate bin ich Mentor eines Jugendlichen, der gerade strauchelt und Arbeit sucht. Ich höre mir seine Probleme an, helfe, Lösungen zu finden, versuche, ihm Selbstbewusstsein zu geben und beizubringen, dass man auch mal die Zähne zusammenbeißen muss. Neben der persönlichen Betreuung erhalten die Jugendlichen ein sechsmonatiges Qualifikationsprogramm. Ich hatte nun schon den dritten Jobling. Als der am Ende seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, war das schon ein schönes Gefühl.“

René Martin ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung ConTraTo

 

16. Organisieren Sie ein firmeninternes Carsharing.
„Unsere Firmenwagen sollen so gut wie möglich ausgelastet werden. Daher haben wir im Frühjahr ein firmeninternes Carsharing gestartet. Auf einen Pool von fünf Fahrzeugen können alle Mitarbeiter zugreifen, indem sie sich über ein Onlineportal einen Wagen reservieren. Für die Software zahlen wir pro Auto rund 15 Euro im Monat. Das lohnt sich, weil jeder Mitarbeiter den Fuhrpark effizienter nutzt. Da drei unserer Wagen Elektroautos sind, haben wir uns für den Anbieter Fleetster entschieden. Das Portal berücksichtigt bei der Buchung automatisch die längeren Tankzeiten der E-Autos und die eingeschränkte Reichweite.“

Stefan Mayer, Projektleiter beim Allgäuer Überlandwerk, einem Stromanbieter

 

17. Ihnen fehlen Fachkräfte? Lassen Sie Ihre Mitarbeiter neue Kollegen werben.
„In der Pflege herrscht großer Fachkräftemangel, allein bei uns in Hamburg spricht man von 500 vakanten Stellen. Wir müssen uns also als Arbeitgeber positionieren. Und wer könnte für uns glaubhafter werben als unsere eigenen Mitarbeiter? Daher bieten wir unseren Leuten eine Prämie, wenn sie uns Bekannte vermitteln, die wir dann einstellen. Es geht nicht um ein schnödes Kopfgeld, von dem ja auch Steuern und Sozialversicherung abgingen. Vielmehr belohnen wir den Einsatz mit einem Geschenk, das in Erinnerung bleibt: ein schickes Abendessen mit dem Partner, Karten fürs Kabarett, ein Brunch mit Familie. Etwa zehn neue Mitarbeiter haben wir im laufenden Jahr auf diese Weise gefunden.“

Thomas Flotow ist Geschäftsführer des Pflegeheimbetreibers Pflegen & Wohnen

 

18. Gestalten Sie mit Ihrem Team einen Kalender zum Verschenken.
„Unser Tischkalender ist nicht irgendein beliebiges Werbegeschenk. Auf jeder Kalenderseite gibt einer unserer Mitarbeiter seinen ganz persönlichen Ausflugstipp: vom Lieblings-Eiscafé, über die Wochenendtour bis zum besten Rodelhang der Region. Das Team hat begeistert mitgemacht, die 52 Wochen waren ruck, zuck voll. Nach außen hin, gegenüber Kunden, Interessenten und Partnern, macht der Kalender unser Unternehmen menschlich. Das ist toll, denn wir sind ja in einer eher trockenen Branche unterwegs. Die Idee ist so gut angekommen, dass es 2015 eine Neuauflage gibt – mit Rezepten.“

Monika Düsterhöft ist Marketingleiterin des Software- und Beratungsunternehmens IDL

 

19. Ihre Warteschleifen-Musik nervt? Dann lassen Sie junge Bands neue einspielen.
„Warteschleifen sind furchtbar. Wir wollen nicht, dass jemand in unserer Warteschleife leidet. Aber wie jedes kleine und mittlere Unternehmen haben wir nicht die Ressourcen, um fünf Telefonisten ständig verfügbar zu halten. So kamen wir auf die Idee mit dem Bandcontest: Junge Bands können sich bewerben, um in unserer Warteschleife ihre Songs vorzustellen. Da melden sich etwa 20 pro Jahr. Unser Support-Team wählt dann eine Band aus. Die stellen wir in unserem Blog und bei Facebook vor. Eine Telefonanlage ist natürlich nicht dafür gemacht, um Musik in hoher Qualität abzuspielen. Aber wir freuen uns, wenn jemand anruft und sagt: ,Stellt mich doch mal bitte in die Warteschleife.‘“

Max Wittrock ist Gründer und Geschäftsführer von Mymuesli

 

20. Begraben Sie gescheiterte Projekte mit einem Post-Mortem-Meeting
„Einen Fehler zu machen ist normal, ihn zweimal zu machen ist ärgerlich. Wir begraben bei Wooga eingestellte Projekte daher mit einem Post-Mortem-Meeting. Wird ein Projekt gestoppt, setzt sich das Team zusammen: Was sollten wir beibehalten? Was wollen wir in Zukunft anders machen? Daraus entsteht eine Liste mit guten und schlechten Erfahrungen, die allen Kollegen vorgestellt wird. So kann die ganze Firma lernen, und für das Projektteam ist das Treffen Trost und Motivation. Ein Kollege sagte einmal zu mir: ‚Es ist gut, schwarz auf weiß zu haben, was man aus einem gestoppten Projekt mitnimmt. Dann wird klar, dass die Arbeit nicht für die Mülltonne war. Dank unserer Erfahrungen arbeiten wir heute ganz anders als früher.‘“

Stephanie Kaiser ist beim Online-Spiele-Produzenten Wooga für Neuentwicklungen verantwortlich

 

21. Bringen Sie Ihren Hund mit zur Arbeit.
„Ein Hund ist nicht nur verschwiegen und loyal. Wenn unsere Buffy freundlich wedelnd Kunden und Geschäftspartner begrüßt, ist sie sogar eine echte Verkaufshilfe. Die Gäste erzählen entspannt von eigenen Erlebnissen mit Hunden, was für eine fast familiäre Atmosphäre sorgt. Außerdem ist der Hund gut fürs Betriebsklima. Ein wenig mit dem Hund zu spielen baut Stress ab und macht den Kopf frei, sodass die Mitarbeiter mit vollem Elan an die Arbeit gehen. Da unser Hund auch artgerecht leben soll, wird er von einem Ausführservice jeden Tag ein paar Stunden mit weiteren Hunden in den Wald geführt. Denn in erster Linie kümmern wir uns um unsere Kunden, auch wenn Buffy noch so süß guckt!“

Julia Schössler gründete die Marketing- und PR-Agentur Schoesslers. Ihr Hund hat eine eigene E-Mail-Adresse.

 

22. Löschen Sie die Cookies, bevor Sie online eine Reise buchen.
Wer die Onlinebuchung einer Reise unterbricht und später auf die Buchungsseite zurückkehrt, stellt oft fest, dass das Angebot teurer geworden ist. Der Grund: So genannte „Cookies“ auf dem Rechner verraten dem Anbieter, dass man an dieser Reise interessiert ist – selbst Tage später. Der höhere Tarif soll Kunden zu einer schnellen Buchung drängen, bevor der Preis noch weiter steigt. Daher wichtig: vor der Buchung Cookies löschen!

Andreas Kurz ist leitender Redakteur bei impulse

 

23. Wechseln Sie regelmäßig Ihren Arbeitsplatz.
„Ich spiele in meiner Firma eine Art Reise nach Jerusalem – allerdings, ohne die Anzahl der Stühle zu verringern. Wann immer im Büro ein Platz frei ist, etwa, weil ein Kollege im Urlaub ist, nehme ich ihn ein und arbeite dort. Das hat viele Vorteile: Man guckt als Chef intensiver in die einzelnen Bereiche und bekommt mit, welche Prozesse nicht funktionieren. Verbesserungsvorschläge dringen schneller zu mir durch, Entscheidungen lassen sich leichter fällen. Unsere 23-köpfige Mannschaft schafft es manchmal, sich zu beschäftigen, ohne dass sie auch nur einen Kundenwunsch erfüllt. Das ist für die IT-Branche typisch, die Kollegen in der Entwicklung sind nicht die kommunikativsten Menschen, da werden Aufgaben auch mal doppelt erledigt. Wenn ich engen Kontakt zu allen Teams habe, kann ich Projekte und Prozesse besser steuern.“

Dominik Pusch, Chef von OktoPOS, verkauft Software für Franchise- und Filialbetriebe

 

24. Schenken Sie sich eine „Das gönn ich mir“-Mappe.
„Als Unternehmer arbeitet man viel und bekommt selten Lob. Jeder Mensch braucht aber Belohnungen. Daher habe ich eine ‚Das-gönn-ich-mir-Mappe‘. Dort steckt alles drin, was ich mir gern gönne oder gönnen würde: besondere Hotels oder Restaurants, eine Sauna mit Meeresblick, besondere Geschäfte, die ich besuchen will, Buchtipps, eine Massage bei meiner netten thailändischen Nachbarin oder Gutscheine, die noch eingelöst werden wollen. Ist ein größeres Projekt abgeschlossen, finde ich in der Mappe sofort eine Idee, was ich mir gönnen könnte. Und vor Weihnachten steckt sie voller Inspirationen für Geschenke.“

Ute Regina Voß, Chefin der unabhängigen Anlageberatung Frau&vermögen

2 Kommentare
  • Wilfried Luhn 9. Dezember 2015 22:42

    Die Anleitung zur Loeschung von Cookies sollte unter „24 Ideen“ zu finden sein.
    Bei Idee 22 wird erneut wieder auf die 24-Ideen hingewiesen.
    Ja w/o its denn nun die Anleitung??
    Mtg Luhn

    • Angelika Unger 10. Dezember 2015 10:02

      Lieber Wilfried Luhn,

      danke für den Hinweis, tatsächlich war uns hier beim Einfügen des Textes ein Fehler unterlaufen. Die Anleitung ist nun am richtigen Ort zu finden.

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger vom impulse-Team

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