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Künstliche Intelligenz als Wachstumsmotor 3 Gründe, warum Deutschland jetzt digital durchstartet

  • Serie
Sieht so die Zukunft aus? In dem Film "A.I. - Künstliche Intelligenz" gibt es selbstlernende Maschinen, die den Menschen so ziemlich alles abnehmen.

Sieht so die Zukunft aus? In dem Film "A.I. - Künstliche Intelligenz" gibt es selbstlernende Maschinen, die den Menschen so ziemlich alles abnehmen. © dpa

Im Internet hinkten deutsche Unternehmen bislang oft hinterher. Der Standort Deutschland ist gefährdet, warnten Experten. Jetzt zeigt sich: Die nächste Welle der Digitalisierung könnte „Made in Germany“ sein.

Apple, Amazon, Google und Facebook hier, Alibaba und Baidu dort. Die ganz großen Erfolgsgeschichten im Internet wurden bislang vor allem in den USA und China geschrieben. Der ehemalige Exportweltmeister Deutschland hechelte den großen Digitaltrends oft hinterher. Beim Onlinehandel wurden Ideen aus den USA kopiert, die Chancen der Cloud nur zögerlich erkannt, der Wettkampf um Plattformen spät aufgenommen. Viele Unternehmen hierzulande drohen den Anschluss zu verpassen, warnen Experten. Die Folgen für den Standort Deutschland wären fatal.

Doch nun könnte sich das Bild ändern. Denn für die nächste Digitalisierungswelle ist Deutschland überraschend gut aufgestellt, wie die neue Studie „State of European Tech“ zeigt. Erstellt wurde sie von Atomico, einem von Skype-Gründer Niklas Zennström geführten Risikokapitalfonds, der weltweit in Start-ups investiert. „Das ist der Wendepunkt für Europa“, glaubt Atomico-Partner Yann de Vries. „Besonders, was Deutschland angeht, gibt es Anlass für Optimismus.“

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Als neue digitale Welle sieht Atomico das sogenannte Deep Tech. Dazu zählen die Entwicklung künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, kurz AI), das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) und Maschinelles Lernen. „Europa ist im Moment der beste Ort, um an diesen Entwicklungen teilzuhaben“, sagt de Vries. Deep Tech floriere besonders in Deutschland. Der Grund dafür seien diese drei Faktoren:

Wissen

Universitäten bilden hierzulande genau jene Talente auf hohem Niveau aus, die für die Entwicklung der neuen Technologien gebraucht werden, etwa Mathematiker und Ingenieure. „Europaweit führen deutsche Städte, wenn es um Talente im Bereich Deep Tech geht“, sagt de Vries. „Gleich mehrere Hubs haben eine sehr hohen Anteil an Deep-Tech-Expertise.“ Er nennt Berlin, München und Frankfurt, die alle europaweit zu den fünf besten Standorten zählen, was die Verfügbarkeit von Deep-Tech-Spezialisten angeht. München führe zudem im Segment der Hardware-Expertise, etwa bei der Entwicklung von Robotern, softwaregesteuerten Drohnen oder autonomen Autos. Das lockt auch die US-Internetriesen an, die in Europa zunehmend Forschungszentren errichten. In Berlin stehen Amazons Deep Tech Center, das sich auf Künstliche Intelligenz konzentriert und Apples Labor für das Entwickeln neuer Kartentechnologien. IBM arbeitet in München am Internet der Dinge.

Finanzierung

Bislang zählte der im Vergleich mit dem Silicon Valley schwierige Zugang zu Risikokapital (VC) zu den großen Schwächen Europas. Doch der Rückstand ist in den vergangenen Jahren geschrumpft. Immer mehr Geld fließt über den Atlantik, ein VC-Fonds nach dem anderen eröffnet eine Dependance in London, Paris oder Berlin. Zudem wagen sich traditionelle Investoren vermehrt an Tech-Start-ups heran. Allein 2016 flossen 88 Milliarden Dollar in das europäische Deep-Tech-Segment, so viel wie nie zuvor. Deutschland liegt hier aber noch hinter Großbritannien und Frankreich.

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Industriebasis

Immer mehr klassische Industrieunternehmen forcieren ihre digitale Forschung – auch aus Sorge, dass sie abgehängt werden und ein Start-up sie überflüssig macht. Gerade Branchen, in denen Deutschland traditionell stark ist wie der Auto- und Maschinenbau, rüsten massiv auf. Davon profitiert das gesamte Ökosystem. „Zwei Drittel von Europas größten Konzen haben direkt in Tech-Firmen investiert. Und Ein Drittel hat seit 2015 bereits eine Tech-Firma aufgekauft. Beispiele dafür sind: Allianz, Audi, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Munich Re oder ProSiebenSat1“, so die Studie. Das beschleunige die Entwicklung.

Das alles könnte dazu beitragen, dass demnächst auch digitale Innovationen zunehmend „Made in Germany“ sind und weltweit Erfolge feiern.


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