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Serie: Mehr Zeit fürs Wesentliche

Kleine Unternehmer quälen sich noch immer mit dem Verwalten von Rechnungen und Kundendaten. Dabei gibt es Programme, mit denen der Bürokram schnell und einfach erledigt ist. Wir zeigen, was sie bringen und wo Risiken liegen.


20.12.2010

Cloud Computing: Das fliegende Arbeitszimmer

Von: Maximilian Geyer

Zoom 
© Getty Images
Dank Cloud Computing sind Daten und Software von jedem Rechner aus über das Internet abrufbar. Das spart Zeit und Geld - birgt aber auch Risiken.

Es gibt Federwolken, Schäfchenwolken, Stratuswolken, Cumuluswolken … und seit einiger Zeit auch Datenwolken. Darin sammeln sich aber keine Tröpfchen, sondern Terabytes. Cloud Computing nennt sich das völlig unmeteorologische Phänomen. Daten und Software werden dabei nicht mehr auf der eigenen Festplatte oder dem Firmenserver im Keller gespeichert, sondern dezentral auf den Rechnerfarmen externer Dienstleitester. Alle zusammen bilden dann die sogenannte Datenwolke.

Die kann vor allem kleinen Unternehmen viel Geld und Zeit sparen. Teure Server und üppige Festplatten müssen erst gar nicht angeschafft werden, die Arbeitsplätze der Firma sind ausschließlich online miteinander verbunden. Dabei ist es egal, ob der Kollege einem gegenüber sitzt oder in Neuguinea am seinem Notebook arbeitet: Wichtige Daten und Programme sind überall dort verfügbar, wo es einen Internetanschluss gibt.

Besonders verlockend mag es erscheinen, sich mithilfe von Dienstleistern aufwändige physische Sicherungsprozeduren auf Tapes und dergleichen gänzlich zu ersparen. Anbieter wie Websafe bieten Freiberuflern und Mittelständlern an, sämtliche Daten verschlüsselt und automatisch über das Internet ins Rechenzentrum des Dienstleisters übertragen. Bei einem durchschnittlichen Speicherbedarf von etwa 20 Gigabyte werden dafür etwa 50 Euro monatlich fällig.

Dienstleister unter die Lupe nehmen

Experten mahnen jedoch zur Zurückhaltung bei solchen Angeboten: "Wer einem externen Unternehmen das Backup hochsensibler Daten anvertraut, sollte sich vorher genauestens erkundigen, wie sich der Dienstleister selbst gegen Datenverluste absichert. Kann er die gesamte Prozesskette nicht lückenlos dokumentieren, ist Skepsis gefragt", sagt Stephan Haux, Wirtschaftsingenieur und Senior Product Manager beim Informationsmanagement-Dienstleister Iron Mountain.

Der Datenflug in die Wolken darf also keine Fahrt ins Blaue sein. Es muss auch nicht gleich der gesamte Datenbestand des Unternehmens ausgelagert werden. Oft schafft es schon ausreichend Entlastung – sowohl auf dem Firmenkonto als auch auf den Festplatten – wenn wichtige Software nicht einzeln kostenpflichtig lizenziert und auf jeden Rechner installiert werden muss, sondern stattdessen so viel wie möglich unter den Wolken gearbeitet wird.

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