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27.11.2009

Einpackhilfen: Aus für Null-Euro-Jobber deutet sich an

Von: Christian Litz
Jobs auf Trinkgeldbasis: Wegen heftiger Reaktionen rudern die Einzelhandelsketten Budnikowsky und Edeka jetzt zurück.

Edeka prüft "das bestehende Geschäftsverhältnis mit Friendly Service". Das hat die Edeka-Deutschland-Zentrale auf impulse-Anfrage bestätigt. Budnikowsky hat den Vertrag mit Friendly Service gekündigt.

Die Firma ist ein Dienstleister, der Einpackhilfen an Supermärkte vermittelt. Die Einpacker, meist Schüler und Studenten, bekommen kein festes Gehalt, nur Trinkgeld, das ihnen die Endkunden, denen die Helfer die Einkäufe an den Kassen in Tüten packen, freiwillig geben können. Friendly Service erhält für die Vermittlung jeden Einpackers drei bis fünf Euro pro Stunde von den Supermärkten.

Die Firma hat Aufträge von 32 Edeka-Märkten, vor allem in Südbayern. Bei Budnikowsky in Hamburg hieß es gestern: "Ja, wir haben den Vertrag gekündigt. Die heftigen Reaktionen haben uns überrascht. Wir haben uns klar dafür entschieden, aufzuhören", so Susan Hellmann von Budnikowsky. Einpackhilfen seien als Service-Angebot an die Kunden gedacht gewesen. Edeka-Südbayern gab nur die kurze Mitteilung heraus, dass die Firma das Geschäftsverhältnis prüfe. Die Edeka-Deutschland-Zentrale in Hamburg bestätigte das. Alexander Lüders von Edeka: "Das ist der Stand." Edeka hatte seit vier Jahren mit Friendly Service zusammengearbeitet, vor allem in Bayern, in letzter Zeit aber auch in Märkten in Dresden und Berlin.

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