Der Streit um die Kosten des neuen Hamburger Konzersaals geht in eine neue Runde. Hamburg will Hochtief wegen Schwierigkeiten beim Bau der Elbphilharmonie verklagen. "Die Verhandlungen sind in manchen Bereichen schwierig und nur von Juristen zu klären", sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) am Dienstagabend im Kulturausschuss.
Die Stadt fordert unter anderem einen belastbaren Terminplan, der immer noch nicht vorliege. "Ein Ultimatum ist gestern Nacht abgelaufen. Daher wird die Stadt nun Klage gegen Hochtief einreichen", sagte eine Sprecherin der Kulturbehörde am Mittwoch.
Momentan seien die Arbeiten auf der Baustelle im Hafen zehn bis zwölf Wochen in Verzug. Hochtief hatte jedoch im Januar angekündigt, dass sich die Eröffnung um bis zu ein Jahr verzögern könnte.
77 Millionen Euro wollte die Stadt Hamburg eigentlich für ihr Prestigeprojekt ausgeben. Zusätzliche Mittel sollten über Spenden und private Investoren aufgebracht werden. So stand es 2005 in einer Machbarkeitsstudie, die der Senat in Auftrag gegeben hatte.
Nach fünf Jahren haben sich die Kosten allerdings mehr als verdreifacht: 323 Millionen Euro werden nun allein als Posten für die Stadt veranschlagt, weitere 36 Millionen Euro sollen nach neuen Forderungen von Hochtief hinzukommen.
© 2010 ftd.de
Ihre Meinung
Versenden | Leserbrief | Druckversion | Zurück





















Diesen Artikel bookmarken bei...