Der Stuttgarter Autobauer Daimler will künftig mit Nissan gemeinsam die Entwicklung der Brennstoffzelle vorantreiben. "Wir reden ganz konkret mit Nissan über eine Kooperation bei der Brennstoffzelle", sagte Entwicklungsvorstand Thomas Weber der FTD am Rande der Automesse in Detroit.
2014 will Daimler als erster Hersteller ein Serienfahrzeug mit Brennstoffzelle in Europa, Amerika und Asien auf den Markt bringen, die B-Klasse. Die Kooperation mit Nissan würde die künftigen Modelle nach 2014 betreffen.
Mit der gemeinsamen Entwicklung einer Brennstoffzelle würden Daimler und Renault-Nissan noch enger zusammenrücken. Seit 2010 sind sie in einer Überkreuzbeteiligung verflochten und halten je 3,1 Prozent aneinander.
Erst am Sonntag hatten die drei Hersteller bekannt gegeben, künftig gemeinsam Benzinmotoren in den USA zu produzieren. Die Antriebe sollen sowohl in die Modelle von Mercedes als auch in Fahrzeuge der Nissan-Tochter Infiniti eingebaut werden, die sich vor allem in den USA im Premiumsegment etablieren will.
Sowohl dieses als auch das Bündnis bei der Brennstoffzelle bestätigen den Trend zum Ausbau von Kooperationen zwischen den großen, global agierenden Herstellern. Die Unternehmen streben geringere Kosten in der Produktion und auch in der Entwicklung an.
Denn einerseits gibt es Unsicherheiten, was das Wachstum der Automärkte betrifft - in Europa droht ein Abschwung, während es in China und den USA deutlich aufwärts gehen dürfte. Andererseits stecken viele neue und teure Techniken wie umweltfreundliche Antriebe oder der Leichtbau noch in den Anfängen.
Aktuell beliefern sich Daimler, Nissan und Renault gegenseitig mit Antrieben und Antriebskomponenten. Auch bei der Herstellung von Elektroautos arbeiten sie zusammen.
Quelle: ftd.de
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